Semesterferien 2

43 - Erik, David, Nico @ Strand

Erik lief nach wie vor splitternackt und nur mit der Drogerie-Tüte in der Hand über den Strand. Bald nachdem er den FKK-Bereich verlassen hatte, mehrten sich die Blicke der anderen Badegäste. Da half es wenig, dass er am oberen Rand des Strands entlang lief.

Obwohl Emily schon längst nicht mehr in Sichtweite war und sie keine Chance haben würde, zu überprüfen, ob er die Aufgabe ordnungsgemäß erfüllt hatte, wollte Erik nicht schummeln. So unangenehm die Blicke der anderen Strandbesucher und insbesondere der Frauen waren, der junge Mann wusste bereits nach der kurzen Zeit, was er an der Beziehung mit Emily hatte. Er war sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sie ihm bot.

Wieder einmal ging ihm das Erlebnis mit seiner Freundin zu Schulzeiten durch den Kopf. Kaum, dass seine Unterhose auf dem Boden gelegen und sie sein kleines Geheimnis entdeckt hatte, hatte sie sich vor Lachen nicht mehr halten können. Noch immer hallte das Gelächter und die Aussage, sie würde allen anderen davon erzählen, in seinen Ohren. Erik hatte seitdem kein Mädchen mehr angesprochen. Zu groß war die Angst, die Auserwählte würde sich direkt über ihn amüsieren oder gar nur etwas mit ihm anfangen, um selbst einen Blick auf den kleinen Penis werfen zu können.

So waren Erik in den vergangenen Jahren nur die nackten Frauen im Internet geblieben. Während er sich durch die unanständigen Webseiten bewegt hatte, hatte er schnell erkannt, welche Themen ihn ansprachen. Meist suchte er gezielt nach Frauen, die Männer unterwarfen und sich über ihre kleinen Penisse amüsierten. So war es gleichzeitig ein erotischer Kick und eine schmerzhafte Erinnerung.

Umso mehr konnte Erik sein Glück kaum fassen. Während er auf Antonias Brüste nur einen kurzen Blick hatte werfen können, hatten sich Janine und Emily tags darauf völlig ungeniert und vor allem splitterfasernackt gezeigt. Und das an eben jenem Strandabschnitt, wo er an diesem Tag auch Franziska unbekleidet sehen und sogar berühren durfte. Bis auf einen kleinen Teil hatte er jeden Zentimeter ihres sportlichen Körpers eingecremt.

Der junge Student merkte, wie sein bestes Stück bei der Erinnerung an die Begegnung mit Franziska und Emily wieder hart wurde. Die aufgestaute Erregung half nicht, diesen Umstand zu mildern.

»Na, bist du kleiner Perversling jetzt endgültig übergeschnappt und verzichtest völlig auf Klamotten?«, wurde Erik plötzlich aus seinen Gedanken gerissen. Vor ihm stand David, der breit grinste. »Du musst wirklich glauben, du könntest mit dieser Fehlbildung von einem Pimmel irgendwie Weiber aufreißen.«

»Lass mich in Ruhe«, entgegnete der nackte Student, der beschämt die Tüte vor seinen Intimbereich hielt.

»Gib doch wenigstens zu, dass es dich geil macht«, fuhr David unbeirrt fort. »Dein Nahkampfstachel stand ja die ganze Zeit.«

»Sicher, dass du nicht schwul bist?«, wollte Erik wissen. »Zumindest bist du ziemlich auf meinen Schwanz fixiert.«

»Das hättest du wohl gern.«

In Wirklichkeit hatte David das Zimmer mit dem Ziel verlassen, Jessica, Lee, Theresa und Amelie zu fragen, ob sie wieder ihre erotischen Spielchen trieben und er erneut ein Teil davon sein könnte. Nachdem ihn Moritz und Mike nacheinander bei der Selbstbefriedigung gestört hatten, hatte er an nichts anderes mehr denken können. Doch kaum, dass er am Strand gestanden und die vier Frauen gesehen hatte, waren ihm Zweifel gekommen. Damals, als es Jessica alleine und nach einer peinlichen Aufgabe war, hatte er leichtes Spiel gehabt. Hier stand er der ganzen Gruppe, von der drei Kommilitoninnen ihn nackt und masturbierend gesehen hatten, auf einmal gegenüber. Zudem konnte er sich denken, dass mit Amelie auch schon die Vierte im Bund Bescheid wusste.

Daher hatte sich David entschieden, den Strand entlangzulaufen und zu schauen, was es noch so zu sehen gab. Er hatte gehört, dass es in dieser Gegend einige FKK-Abschnitte geben sollte. So sehr es ihm dabei nicht um nackte Männer gegangen war, so sehr schien ihm die Richtung, aus der Erik kam, die richtige zu sein.

»Wie auch immer, ich muss weiter«, erklärte David, ehe er seinen Weg fortsetzte.

Erik wartete einen kurzen Moment, in dem er sich selbst dafür verfluchte, nicht besser aufgepasst zu haben. Tatsächlich war die Jugendherberge bereits in Sichtweite und am Ende war es schon fast ein glücklicher Zufall, dass er als erstes David über den Weg gelaufen war. Ein kalter Schauer lief ihm bei dem Gedanken, Antonia und ihren Freundinnen so zu begegnen, über den Rücken. Doch selbst diese Vorstellung sorgte dafür, dass sein bestes Stück noch etwas härter wurde.

Darüber hätte der junge Mann fast etwas Wichtiges vergessen. Schnell holte Erik sein Smartphone aus der Tasche und schrieb Emily eine Nachricht, um sie vor dem herannahenden David zu warnen. Er war sich sicher, dass weder sie noch Franziska Lust hatte, sich diesem speziellen Kommilitonen nackt zu zeigen. Zudem konnte er nicht leugnen, dass es ihm gefiel, in diesem Punkt einen kleinen Wissensvorsprung zu haben.

»Hi, Erik«, wurde der nackte Student erneut aus seinen Gedanken gerissen.

Als er aufsah und erkannte, wer ihm gegenüberstand, folgte Erleichterung. »Hi, Nico.«

»Und, was hast du bisher heute so gemacht?«, wollte dieser wissen.

Erik fand es immer wieder beeindruckend, wie freundlich der Informatikstudent war. Er hatte seinen Rucksack geschultert und stand lächelnd vor ihm, ohne mit einem Wort die fehlende Kleidung zu kommentieren oder sich gar über ihn lustig zu machen.

»Ich war an einem anderen Strandabschnitt«, meinte Erik. »Dort habe ich wohl etwas die Zeit vergessen. Und selbst?«

»Ach, weißt du, ich hab ein bisschen programmiert und wollte mir vor dem Abendessen noch etwas die Beine vertreten«, erklärte Nico. »Ich sollte dich allerdings warnen, dass ein paar hundert Meter weiter Amelie, Jessica, Lee und Theresa sitzen. Und wenn ich mich nicht irre, haben auch Antonia, Hannah, Klara und Yvonne vor kurzem die Jugendherberge verlassen.«

Natürlich verstand Erik sofort. »Danke für den Tipp«, meinte er lächelnd und holte schnell seine Klamotten aus der Tüte, um sich anzuziehen.

Nico sah höflich zur Seite und dachte über seinen aktuellen Plan nach. Er war auf umständlichen Wegen aus dem Gebüsch geklettert, um nicht von den anderen entdeckt zu werden. Nachdem er nun Erik vor einer peinlichen Begegnung bewahrt hatte, konnte der Informatikstudent seinen Weg um die Jugendherberge herum fortsetzen, um dann noch ein paar Vorbereitungen für den Abend zu treffen.

Erik verabschiedete sich unterdessen und lief mit dem Ziel, sich zu duschen und etwas Frisches anzuziehen, weiter.

Kommt Eriks Nachricht rechtzeitig an?

  • [51,6%] Nein! David sieht Emily und Franzi nackt
  • [48,4%] Ja! David sieht Emily und Franzi nicht nackt

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