Semesterferien 2

1 - Emily, Erik, Robert, Moritz @ Kellerflur

Es war spät geworden und obwohl in den meisten Häusern am Strand die Lichter bereits ausgegangen waren, herrschte in der angrenzenden Jugendherberge noch reges Treiben. Viele der Studenten wollten die freien Tage ausnutzen und den Spaß nicht zu kurz kommen lassen.

Während viele seiner Kommilitonen daher noch feierten, rannte Erik splitternackt und tropfnass durch den Keller der Jugendherberge. Seine Hände hielt er schützend vor seine Körpermitte. Jedes Mal, wenn er an eine Abbiegung kam, pausierte er kurz, schaute um die Ecke und versuchte die Ohren zu spitzen, um zu hören, ob jemand den Gang entlang kommen würde.

Was sollte er denn sagen, wenn ihn jemand in dieser Situation erwischte? Besonders vor den Frauen der Reisegruppe hatte er Angst. Wie sollte er sein Auftreten erklären? Die fehlenden Klamotten? Allein der Gedanke vor seinen Mitstudentinnen nackt und ausgeliefert zu stehen, ließ Erik hart werden. Als sich sein bestes Stück aufrichtete, spürte der Student ein Ziehen in der Lendengegend. Die zwei Orgasmen, die er Emily zu verdanken hatte, forderten ihren Tribut.

Wieder den Gang entlang schauen, hören, ob jemand kam und dann rennen. Bis zur nächsten Ecke, wo sich das Spiel wiederholte. So sah Eriks Plan aus. Als er bei der Tür ankam, die zum Treppenhaus führte, hielt er kurz inne, um durchzuatmen.

Gerade als der junge Student ansetzen wollte, um loszurennen, tippte ihm jemand auf die Schulter. Mit einem Aufschrei fuhr Erik herum und sah dann in die leuchtenden Augen einer grinsenden Emily. Sie hatte ihren Rückstand aufgeholt und warf einmal mehr einen unverhohlenen Blick auf seinen nackten Körper.

»Kannst du mir bitte meine Klamotten geben?«, bettelte Erik mit Blick auf Emilys Tasche. »Das war jetzt aufregend genug und als Strafe ausreichend.«

»Was als Strafe ausreichend ist, entscheide immer noch ich«, stellte seine Kommilitonin klar. »Außerdem willst du doch wohl nicht verleugnen, dass es dir gefällt, oder? Wieso sollte ich dich deines Spaßes berauben?«

»Wie kommst du darauf, dass es mir gefällt, hier nackt herumzulaufen?«, jammerte Erik. »Ich sterbe vor Scham, wenn mich jemand so sieht.«

»Behauptest du zumindest«, meinte Emily und grinste von einem Ohr zum anderen. »Dein kleiner Freund sieht das offensichtlich ganz anders. Er rückt sich ja förmlich ins Rampenlicht.«

Erik warf einen kurzen Blick an sich hinab. Bei der Diskussion mit Emily hatte er wild gestikuliert und sein Gemächt freigegeben. So blieb seiner Kommilitonin die erneute Erektion nicht verborgen. Peinlich berührt legte Erik seine Hände wieder vor den Schritt.

»Na meinetwegen«, stellte Emily fest. »Nimm die Hände auf den Kopf und wenn du in zwei Minuten keinen Ständer mehr hast, bekommst du deine Klamotten zurück.«

»Versprochen?«

»Großes FKK-Ehrenwort!«

Wie gewünscht nahm Erik die Hände zur Seite und legte sie auf dem Kopf ab. Anschließend stellte er sich leicht breitbeinig hin, während sich Emily auf der anderen Seite des Flurs positionierte und ihren Kommilitonen genau betrachtete. Die Erektion wippte nach wie vor auf und ab. Eine Entspannung war definitiv nicht in Sicht.

»Sag mal, Erik, ganz ehrlich: Wer hat dir am Strand eigentlich vorhin besser gefallen?«, wollte Emily wissen. »Janine oder ich?«

»Was, oh, ich weiß nicht«, stammelte Erik, der sofort versuchte, das Bild der beiden nackten Studentinnen nicht in seinen Kopf zu lassen.

»Und hätte es dir vielleicht besser gefallen, wenn wir dich vorhin beide zusammen gedemütigt hätten?«, bohrte Emily weiter, während sie den Anblick der ersten Lusttropfen, die sich an der Penisspitze bildeten, genoss. »Ich bin mir sicher, dass ihr noch einiges eingefallen wäre, um dich ins Schwitzen zu bringen. Außerdem hättest du doch sicher auch gern ihre geile, haarlose Muschi geleckt, oder?«

Eriks Erektion ließ dank Emilys Denkanstößen nicht nach. Es wirkte viel mehr, als wolle sein bestes Stück einen neuen Härtegrad definieren. Emily nahm mit einem Lächeln zur Kenntnis, dass bereits drei Minuten vergangen waren und Erik weit davon entfernt war seine Klamotten zu bekommen.

»Dann mal weiterlaufen, du Nacktfrosch«, trällerte die Studentin vergnügt.

Erik ließ den Kopf hängen. Scheinbar war ihm kein Straferlass vergönnt und so würde er weiter nackt durch die Jugendherberge laufen müssen. Zwei Etagen trennten ihn vom Zimmer und selbst da konnte jederzeit jemand sein.

»Immerhin bist du nicht gleich wieder zum Schuss gekommen«, stellte Emily belustigt fest. »Stell dir vor, du hättest direkt noch einen unerlaubten Höhepunkt gehabt. Dann hätte ich dich hier und jetzt bestrafen müssen.«

Sofort spielte ein neuer Film in Eriks Kopfkino. Er stellte sich vor, wie Emily ihn noch im Flur auf ihren Schoß zerren würde, um ihm den Hintern zu versohlen. Natürlich wäre sein bestes Stück dann schnell wieder hart geworden und hätte sich gegen Emilys Bein gedrückt. Genau diese Fantasie sorgte für mehr Lusttropfen, mehr Härte und mehr auf und ab Wippen. Wenig später löste sich der erste Vorbote seiner Lust und fiel zu Boden.

Emily nahm es mit einem wissenden Lächeln zur Kenntnis. Offenbar konnte sie Erik um den Verstand bringen, ohne ihn auch nur ansatzweise zu berühren. Sie wollte gerade selbst durch die Tür ins Treppenhaus gehen, als sich dies öffnete. Die Studentin wich zurück und drückte sich in eine Ecke. Erik tat es ihr auf der anderen Flurseite gleich.

Robert und Moritz kamen durch die Tür und liefen Richtung Duschen. Von ihren Mitstudenten nahmen beide keine Notiz. Viel zu sehr waren die Männer in ihr Gespräch vertieft.

»Ich glaube schon, dass da diese Ferien etwas gehen könnte«, stellte Moritz fest. »Die Klamotten scheinen hier noch schneller zu fallen als bei den Kunststudenten.«

»Bereust du die Wahl deines Studiengangs?«, wollte Robert wissen. »Gibt es bei euch keine Mädels, die Schlange stehen, um sich von dir nackt ablichten zu lassen?«

»Wenn sie erst einmal mein Können erkannt haben, werde ich mich vor Anfragen kaum noch retten können«, erwiderte sein Freund.

Dann waren die beiden Männer um die nächste Ecke gebogen. Emily und Erik atmeten synchron aus und die Anspannung fiel von ihnen ab.

»Sieht so aus, als würde ich deine Klamotten noch eine Weile behalten«, stellte Emily schließlich mit einem breiten Grinsen fest.

»Emily, bitte«, jammerte Erik, dessen bestes Stück sich durch die Aufregung wieder gen Boden gesenkt hatte. »Was, wenn mich jemand sieht?«

»Dann solltest du eine gute Erklärung parat haben«, stellte seine Kommilitonin fest. »Ob du dich traust, von unserem Erlebnis unter der Dusche zu berichten?«

Erik war sprachlos. Hatte Emily tatsächlich gerade angeregt, dass er anderen von dem Zusammentreffen erzählen solle? Allein die Erinnerung an diese intimen Momente ließen sein bestes Stück erneut zum Leben erwachen.

»Na ja, man sieht sich«, meinte Emily belustigt, als sie die aufkommende Erektion bemerkte. »Ich würde mich an deiner Stelle beeilen. Robert und Moritz werden nicht ewig duschen. Ich schreibe dir, wenn ich dich brauche. Gute Nacht.«

Bevor Erik etwas entgegnen konnte, war Emily durch die Tür ins Treppenhaus verschwunden. Er blieb splitternackt und erregt zurück. Es gab nur einen Ausweg: Augen zu und durch.


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