Semesterferien 2

51 - David, Amelie @ Strand

David stand seit geraumer Zeit am Strand in Sichtweite der Jugendherberge und überlegte, wie er weiter vorgehen wollte. Der junge Mann war geschockt gewesen, als er aus dem Wasser gekommen war und seine Kleidung nicht mehr hatte finden können.

Die zwei nackten, jungen Frauen, die er sich nicht getraut hatte anzusprechen, schienen sich köstlich zu amüsieren. Der Student hatte die Beiden im Verdacht, dass sie an seiner Misere schuld sein könnten, aber aufgrund der eigenen Nacktheit und der dank dem kalten Wasser auf ein Minimum geschrumpften Männlichkeit, war er ihnen ferngeblieben.

Am Ende war ihm nichts anderes übrig geblieben, als splitterfasernackt zurück zum Wasser zu laufen. Auch dabei war er den Eindruck nicht losgeworden, dass besonders Frauen einen Blick zwischen seine Beine riskiert hatten. Sicher hatten viele von ihnen hinter vorgehaltener Hand über ihn gelacht.

Anschließend war er im hüfthohen Wasser abwechselnd gelaufen und geschwommen, bis er die halbe Strecke zur Jugendherberge absolviert hatte. Dabei wurde das Meer gefühlt immer kälter und mit klappernden Zähnen war er an den Strand gelaufen, froh, keinem seiner Kommilitonen zu begegnen.

Tropfnass war er anschließend weitergelaufen, während die Abendsonne ihn getrocknet hatte. Dabei waren die vereinzelten Strandspaziergänger und die fragenden Blicke am Ende weniger unangenehm als die Vorstellung nochmal in das kalte Wasser zu müssen. Dass dies mit den Mitstudenten ein anderes Thema sein würde, wusste David.

So blickte er zur Jugendherberge und überlegte, was zu tun war. Die Gefahr, entdeckt zu werden, war noch immer allgegenwärtig und bei dem Gedanken, splitternackt durch die Flure und das Treppenhaus zu laufen, hielt David instinktiv seine Hände vor die Körpermitte.

Da die Situation für den Moment aussichtslos erschien, schweiften Davids Gedanken ab. Schnell dachte er wieder an die beiden nackten, unbekannten Frauen und ihre großen Brüste sowie die haarlosen Schambereiche. Vielleicht hätte er sie doch ansprechen sollen. Zumindest seine Libido war in diesem Moment sicher, dass die zwei für seine Situation sehr viel Verständnis gehabt und ihm ausgeholfen hätten. Das galt sowohl für ein weiches Handtuch wie auch für wärmende Körpernähe.

Unter Davids Händen erwachte sein bestes Stück zum Leben. Nach den zwei Unbekannten erinnerte er sich an Emily und Franziska. Die beiden Kommilitoninnen splitternackt gesehen zu haben, war noch vor Lees spontaner Entblößung das Highlight seines Tages gewesen. Besonders Emily, die ihm kein Detail vorenthalten hatte, ließ ihn träumen. Wie gerne er ein Foto von ihr gehabt hätte.

Doch am Ende nützen alle Erinnerungen und Fantasien nichts. David wusste, dass er irgendwie in die Jugendherberge und das Jungszimmer kommen musste, wenn er wieder Klamotten haben wollte. Ihm blieb dabei nur die Hoffnung, dass es ihm ungesehen gelingen würde.

Der Student war sich sicher, dass Erik für den Rest der Reise das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen würde, wenn er ihn splitternackt im Flur überraschte. Noch schlimmer war nur die Vorstellung, einer Mitstudentin oder gar einer ganzen Gruppe von ihnen über den Weg zu laufen. Selbst wenn er den Kommilitoninnen die Wahrheit für den Grund sagen würde, würden sie ihn nur auslachen, soviel war für den jungen Mann sicher.

Langsam lief David los, um die letzten Meter zu überwinden. Dabei war ihm natürlich bewusst, dass mit jedem Meter die Chance stieg, dass ihn jemand von einem Fenster aus sehen konnte. In Davids Vorstellung würde diejenige Person schnell allen Bescheid geben und sie würden ihn im Eingangsbereich als komplette Reisegruppe in Empfang nehmen.

Der Student war auf seinem Weg so auf das Gebäude fixiert, dass er erst spät realisierte, dass jemand auf einem großen Stein neben dem Gebüsch vor der Jugendherberge saß. Auf den zweiten Blick erkannte David Amelie und wollte bereits die Flucht ergreifen, als ihm ein weiteres Detail auffiel.

Die Studentin hielt den Blick dauerhaft gesenkt und schluchzte leise, während sie mit ihren Füßen gedankenverloren durch den Sand fuhr. Sie hatte ihn noch nicht entdeckt.

David ging die Optionen in seinem Kopf durch. Vielleicht hatte Amelie Streit mit Jessica, Lee und Theresa gehabt. Vielleicht waren sie bei ihrem Spiel zu weit gegangen. Vielleicht war es seine Gelegenheit, dafür zu sorgen, dass er noch einmal mitspielen konnte.

Sofort begann er sich auszumalen, wie er die vier Kommilitoninnen im Laufe eines erotischen Wettstreits besiegen und anschließend demütigen würde. Diese Vorstellung half ihm, die letzten Zweifel zu überwinden und auf Amelie zuzulaufen.

»Alles okay bei dir?«, wollte David wissen, während er seinen Intimbereich mit den Händen verdeckte.

»Ja«, kam die schnelle Antwort, ohne dass Amelie aufsah.

»Sicher?«, hakte David nach.

»Es ist ni …«, kam es nun etwas lauter von Amelie, die aufsah und stockte. »Nichts. Warum bist du nackt?«

»Lange Geschichte«, ließ David die Mitstudentin wissen. »Und jetzt nochmal. Was ist los?«

»Lange Geschichte«, gab Amelie zurück und musste doch schon wieder lächeln.

»Touché«, meinte ihr Kommilitone und lachte. »Na gut. Meine Geschichte ist gar nicht so lang. Ich war nackt baden und meine Sachen wurden gestohlen. Deswegen muss ich jetzt nackt zurück zur Jugendherberge.«

»Wieso warst du nackt im Wasser?«, wollte Amelie wissen. »Hast du eine Wette verloren oder sowas?«

»Nein, gar nicht«, kam die Antwort, obwohl David zugeben musste, dass ihn Emilys Ansprache angestachelt hatte. »Ich war an einem Abschnitt ein gutes Stück den Strand hinunter und da waren die meisten Badegäste nackt oder zumindest oben ohne unterwegs.«

»Es war also der Anstand, der dafür gesorgt hat, dass du dich ebenfalls nackig gemacht hast«, resümierte Amelie und lachte.

»Ich lasse das jetzt mal so stehen«, ließ David sie wissen. »Besser komme ich bei der Geschichte eh nicht weg.«

Der junge Mann gab sich weiterhin Mühe, seine Körpermitte mit den Händen zu bedecken, während er sich ungelenk neben Amelie niederließ. Die Studentin lehnte sich kurz zurück und betrachtete den nackten Po ihres Kommilitonen, ehe sie ihn angrinste.

»So, nun habe ich dir erzählt, was bei mir passiert ist«, stellte David fest. »Was war bei dir los?«

»Ehrlich gesagt ist meine Geschichte auch gar nicht so lang«, gab Amelie zurück. »Ich habe mich vielleicht etwas verknallt und bin doch wieder nur zweite Wahl.«

»Wieder?«

»In der Schule wollten die Jungs immer nur was von meinen Freundinnen. Wenn ich angesprochen wurde, dann nur, um Botschaften zu überbringen oder anderweitig beim Verkuppeln zu helfen.«

»Komm her«, sagte David und er nahm Amelie in den Arm.

Die Studentin ließ sich darauf ein und musste zugeben, dass die Nähe guttat. Erst im nächsten Moment wurde ihr bewusst, dass David nicht gleichzeitig seinen Intimbereich verdecken konnte. So riskierte sie einen Blick nach unten und musste feststellen, dass die Erzählungen der anderen stimmten. Verstecken brauchte er sich nicht.

»Spannerin«, kam es von David, der den Blick natürlich bemerkt hatte.

Amelie sah überrascht in seine Augen und errötete. Obwohl er nackt am Strand saß, war es an ihr, peinlich berührt zu sein. Gleichzeitig grinste er sie frech an und wenig später trafen sich nach den Blicken auch die Lippen der zwei Studenten.

Amelie zog David eng an sich heran und öffnete ihre Lippen, um seiner Zunge Einlass zu gewähren. Die Einladung nahm ihr Kommilitone an und so umkreisten sich die Zungenspitzen der zwei Studenten, während sie sich immer intensiver umarmten.

Die Knutscherei zeigte bald Wirkung. Davids Männlichkeit erwachte zum Leben und stellte sich hart auf. Auch Amelie spürte, wie ihr Körper auf die Liebkosungen reagierte. Die Brustwarzen der Studentin verhärteten sich und nach einem Tag voller erotischer Abenteuer, stellte sich das Kribbeln zwischen den Schenkeln umso schneller ein. Sicher war bereits ein feuchter Fleck auf ihrem Höschen sichtbar, aber im Gegensatz zu ihrem nackten Mitstudenten hatte Amelie das Glück, dass ihre Erregung nicht so offensichtlich war.

Angetrieben von ihrer Freude darüber, für Davids Erektion verantwortlich zu sein, griff sie unvermittelt nach dem Freudenspender. Der junge Mann zuckte kurz, aber als er auch nach ein paar Sekunden keine Anstalten machte, ihre Hand wegzuschieben, fing Amelie an, diese langsam auf und ab zu bewegen.

»Das fühlt sich gut an«, raunte David in ihr Ohr, nachdem er den Kuss gelöst hatte. »Ich hätte dich gar nicht so unanständig eingeschätzt.«

»Willst du dich etwa beschweren?«, wollte Amelie wissen und konnte ein Grinsen nicht vermeiden, während sie etwas fester zupackte. ›Von wegen Händchen halten und Teekränzchen.‹

»Ganz und gar nicht«, kam es umgehend von ihrem Kommilitonen. »Ich muss nur feststellen, dass es mit euch Frauen oft anders ist, als man auf den ersten Moment meint.«

»Wie meinst du das?«

»Na ja, bei Jessica, Lee und Theresa hätte ich auch gedacht, dass sie brave Studentinnen sind«, meinte David. »Aber die drei treiben ziemlich unanständige Spiele.«

»Ach ja?«, wollte Amelie wissen.

»Tu doch nicht so. Du weißt genau, wovon ich spreche.«

»Und wenn dem so wäre?«

»Dann würde ich gerne mal wieder mitspielen.«

»Ist das so?«

Amelie spürte, wie Davids bestes Stück noch etwas härter wurde, als er an ein gemeinsames Spiel mit den Kommilitoninnen dachte.

»Unbedingt!«, versicherte der junge Mann. »Ich würde alles dafür tun. Apropos, was musstest du schon tun? Ähnlich wie Lee blank ziehen?«

»Wie Lee heute Morgen? Das war doch noch harmlos.«

»Ach?«

»Na klar«, versicherte Amelie augenzwinkernd. »Manche trauen sich nur nackt an den Strand, wenn niemand anders dabei ist. Andere sind da mutiger.«

»Gilt das auch für dich?«

»Was denkst du denn?«

»Fändest du es nicht spannend, die drei in eine ähnliche Lage zu bringen?«

»Worauf willst du hinaus?«

Amelie hatte aufgehört, Davids Männlichkeit zu massieren und sah den Kommilitonen fragend an.

»Ich dachte nur, dass es lustig wäre, wenn du Jessica, Lee oder Theresa Aufgaben gibst, bei denen sie nackt sein müssen«, meinte David. »Und wenn ich vorher weiß wo, bin ich auch da. Ganz zufällig natürlich.«

»Ganz zufällig«, wiederholte Amelie, während sie langsam weiter massierte. »Ist das alles, was du willst? Die drei nackt sehen?«

»Na ja«, gab David zurück und grinste. »Mehr geht natürlich immer. Ich weiß ja nicht, wo die Grenzen eures Spiels sind.«

»Ich glaube, das wissen wir auch noch nicht so genau«, meinte seine Kommilitonin. »Mal schauen, ob wir das bis zum Ende der Reise noch rausfinden.«

»Ich bin gerne behilflich.«

»Das glaube ich dir sofort.«

Amelie massierte langsam weiter und dachte über Davids Worte nach. Dabei ging es ihr weniger darum, seinen Vorschlag ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Vielmehr hatte sie genau verstanden, dass sie einmal mehr Mittel zum Zweck sein sollte. Alles, was er wollte, waren Jessica, Lee und Theresa. Also die drei Kommilitoninnen, die sie offen in ihre Gruppe aufgenommen und der Langeweile ein Ende bereitet hatten.

»Erstmal müssen wir dich in die Jugendherberge bringen«, stellte Amelie beiläufig fest. »Dazu müssen wir schnell sein, immerhin ist das Abendessen bald vorbei.«

»Kannst du mir nicht etwas zum Anziehen holen?«, wollte David wissen. Seine Männlichkeit hatte bei der Aussicht, nackt ins Gebäude zu müssen, an Härte verloren. »Du weißt doch sicher, wo unser Zimmer ist.«

»Klar weiß ich das«, gab Amelie zurück. »Allerdings wirft das sicher nur noch mehr Fragen auf, wenn ich erwischt werde. Glaubst du ernsthaft, dass mir dann keiner hierher folgt?«

»Und wenn du mir einfach ein Handtuch holst?«, schlug David als Nächstes vor.

»Wie gesagt, keine Zeit«, erinnerte Amelie. »Wenn die anderen fertig sind, werden einige sicher auch nochmal an den Strand kommen. Also los jetzt. Entweder du kommst direkt mit in unser Zimmer oder du bleibst außen vor.«

»Ich weiß nicht«, gab David zögerlich von sich.

»Mach was du willst, aber ich gehe jetzt rein«, ließ Amelie ihren Kommilitonen wissen. »Wir haben für meinen Geschmack heute genug Flaschendrehen am Strand gespielt und daher geht es nachher im Zimmer weiter. Wenn du nicht mitkommst, ist das eben dein Pech.«

Die Studentin stand auf und lief Richtung Jugendherberge. Sie wusste nicht, ob sie mit der letzten Ansprache den Bogen überspannt hatte. Würde David den notwendigen Mut aufbringen, um ihr splitternackt zu folgen?

»Warte auf mich!«

Ja, würde er.


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