Semesterferien 2

41 - Antonia, Hannah, Klara, Yvonne, Sophie @ Mädels-Zimmer 2

Die Tür flog krachend auf, als Yvonne ins Zimmer gerannt kam. Die Studentin war völlig außer Atem und so blieb ihr nur, ihre Freundinnen, die von dem lauten Geräusch hochgeschreckt waren, mit weit geöffneten Augen anzustarren.

»Alles gut?«, wollte Hannah wissen.

»Sag du es mir!«, entgegnete Yvonne, die noch immer nach Atem rang. »Was soll das heißen, die Nacktfotos sind wieder aufgetaucht?«

»Das heißt, dass sie nie wirklich weg waren«, erklärte Klara mit ernster Miene. »Und jetzt will uns jemand damit erpressen.«

»Wer?«, wollte Yvonne wissen.

»Wenn wir das wüssten, hätten wir uns dieses Subjekt längst vorgenommen«, versicherte Hannah, während sie an ihre Demütigung im Mikro-Bikini dachte. »Wir wissen es aber nicht.«

»Und woher wisst ihr von den Bildern?«

»Hannah hat vorhin am Strand Nachrichten bekommen«, antwortete Antonia. »Daran waren ein paar Fotos angehängt. Ebenso die Drohung, die Bilder würden an der Uni rumgehen, wenn wir nicht mitspielen würden.«

»Das ist doch krank!«, entfuhr es Yvonne, ehe sie sich zu Hannah drehte: »Das war also der Grund, warum du in diesem Aufzug über den Strand gelaufen bist.«

»Freiwillig war es ganz sicher nicht«, erwiderte ihre Freundin.

»Dann hätte sie sich zumindest vorab etwas besser vorbereiten können«, merkte Antonia an und wurde dafür von Klara mit einem bösen Blick bedacht.

»Und jetzt? Da Hannah die Forderung erfüllt hat, wird man uns in Ruhe lassen?«, gab Yvonne hoffnungsvoll von sich.

»Leider nicht«, entgegnete Klara. »Es scheint, dass jede von uns eine Aufgabe bekommt und du bist als Nächste an der Reihe.«

»Was soll ich tun?«, wollte Yvonne wissen und war unsicher, ob sie die Antwort hören wollte.

»Du hast die Aufgabe, also, na ja«, stotterte Hannah. »Also, du musst beim Abendessen, wenn dann alle da sind, also …«

»Spuck’s endlich aus!«

»Du sollst mit Sperma im Gesicht einmal durch den Speisesaal laufen«, machte Klara kurzen Prozess.

»Das ist doch krank!«

»Du wiederholst dich«, merkte Antonia an.

»Ja und?«, blaffte Yvonne zurück. »Wie soll das überhaupt gehen?«

»Da dir Robert aus der Hand frisst, hast du es ja nun wirklich nicht schwer«, erwiderte Antonia umgehend, während sie demonstrativ die Augen verdrehte. »Und den Rest wirst du ja wohl hinbekommen, oder?«

»Wenn das für dich alles so einfach ist, warum machst du es dann nicht?«

»Weil die Aufgabe für dich ist«, erklärte Klara. »Da haben wir keine Wahl.«

»Ganz genau«, kam es nun wieder von Antonia. »Außerdem hatte ich bereits genug Kontakt mit Sperma für diese Ferien.« Die Blondine schüttelte sich bei dem Gedanken an Eriks Lustsaft, den Janine absichtlich in ihre Richtung gefeuert hatte. »Du hättest dir natürlich eine andere Aufgabe ausgesucht. Bla bla!«

»Ihr hattet eine Wahl?« Yvonne sah ihre Freundinnen reihum überrascht an.

»Hatten wir«, gab Klara zurück. »Es war entweder das oder der Ententanz in knapper Unterwäsche oder ein Wet-T-Shirt-Contest.«

»Warum habt ihr nicht das Tanzen genommen?«, wollte Yvonne wissen.

»Ich habe dir doch gesagt, dass sie lieber das machen würde«, meinte Klara zu Hannah.

»Und ich habe dir gesagt, dass wir nicht wissen, ob sie sich die Unterwäsche selbst aussuchen darf«, erwiderte die Angesprochene. »Ich darf dich nochmal an meinen Bikini, wenn wir das Ding mal so nennen wollen, erinnern. Außerdem ist es einmal kurz durch den Speisesaal laufen gegen minutenlanges Tanzen!«

»Ist aber im Grunde eh egal«, warf Antonia ein. »Weil wir so lange gebraucht haben, wurde die erste Wahl abgelehnt und wir mussten uns erneut entscheiden.«

»Dann hättet ihr auch den Wet-T-Shirt-Contest nehmen können«, kam es von Yvonne.

»War ja klar, dass du jetzt das haben willst«, meinte Hannah verstimmt. »Entschuldige bitte, dass wir nicht wussten, wie du dich am liebsten demütigen lassen willst.«

»Okay, du hast recht«, gab Yvonne nach. »Aber mal im Ernst, wo soll dieser Contest denn sein?«

»Es findet wohl einer jeden Sonntag etwas weiter den Strand runter statt«, kam es von Antonia. »Wir haben uns vor allem dagegen entschieden, damit du nicht so lange auf die Folter gespannt wirst.«

»Wohl eher, damit du nicht so lange auf die Folter gespannt wirst«, kam es von Hannah. »Du hast vorhin mehrfach deutlich gemacht, dass es dir lieber ist, wenn die Aufgaben schnell durch sind.«

»Dir etwa nicht?«, wollte Antonia wissen.

»Allerdings hätten wir in der Zwischenzeit Nachforschungen anstellen können«, dachte Klara laut nach. »Dann hätte Yvonne es vielleicht gar nicht machen müssen.«

»Na klar! Am Ende bin ich die Dumme, die sich als einzige demütigen lassen musste«, maulte Hannah. »Und überhaupt, wo hättest du denn anfangen wollen zu suchen, hm?«

»Was weiß ich denn!«, meinte Klara und ihr lief bei der Erkenntnis, dass auch sie noch an der Reihe war, ein Schauer über den Rücken.

»Ist doch auch egal«, kam es plötzlich von einem der Betten.

Sophie hatte sich aufgesetzt und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Es war offensichtlich, dass die anderen sie völlig vergessen hatten. Dementsprechend hatte die Kunststudentin das ganze Gespräch ungehindert belauschen können.

Yvonne sah die Kommilitonin erschrocken an und auch ihre Freundinnen verloren zumindest für einen Moment die Fassung. Wie hatten sie vergessen können, dass Sophie noch im Raum war?

»Heute Abend können wir alle zusammen genießen, wie du der Welt zeigst, was für eine billige Schlampe du bist«, erklärte die Kunststudentin grinsend. »Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wie du mit lauter Glibber im Gesicht durch den Speisesaal läufst.«

»Was fällt dir ein?«, fuhr Yvonne Sophie an, nachdem sie sich aus der Schockstarre gelöst hatte. »Du findest das wohl noch lustig, hm?«

»Ist das nicht offensichtlich?«, gab die Angesprochene mit einem breiten Grinsen zurück.

Tatsächlich genoss Sophie die Zerstreuung, in der Hoffnung, dass die Zeit bis zum Abend und dem Wiedersehen mit Moritz nicht so lang werden würde. Würde sie ihm erlauben, seine Ladung in ihrem Gesicht zu verteilen? Dürfte er sogar ein Foto machen?

»Vielleicht mache ich es ja auch gar nicht«, meinte Yvonne und sie drehte sich von Sophie weg. »Schon allein, damit du dich nicht über mich lustig machen kannst.«

»Dann mache ich mich halt über euch alle vier lustig, wenn jeder an der Uni eure Nacktfotos gesehen hat«, erinnerte Sophie mit einem süffisanten Lächeln. »Das ist ehrlich gesagt noch besser.«

Yvonne schnaufte. Sie wusste schon allein beim Blick in die Gesichter ihrer drei Freundinnen, dass sie keine andere Wahl hatte. Dass sich Sophie zusätzlich darüber amüsierte, machte die unausweichliche Situation nur noch unangenehmer. Schon bei dem Gedanken an die Aufgabe fühlte sich die junge Frau billig.

»Wahrscheinlich wird es niemand wirklich mitbekommen oder genau erkennen, was du im Gesicht hast«, versuchte Hannah die Stimmung ihrer Freundin zu verbessern. »Du drehst deine Runde und bist raus, bevor jemand etwas mitbekommt.«

»Ach, du meinst so, wie keiner deinen Busch gesehen hat?«, gab Yvonne sarkastisch zurück. »Da hat jeder sofort erkannt, dass es nicht nur das Bikini-Höschen war und genauso wird es heute Abend werden!«

»Und ich kann es kaum erwarten«, ließ Sophie die anderen wissen. »Nicht nur, dass ich weiß, dass du Sperma im Gesicht hast, ich kann auch jedem auf die Sprünge helfen, der es nicht auf den ersten Blick erkennt. Hoffentlich hat Robert eine gewaltige Ladung für dich.«

»Fick dich!«, schrie Yvonne Sophie an, ehe sie aus dem Zimmer rannte.

Ihre drei Freundinnen bedachten die verhasste Zimmergenossin mit einem bösen Blick, ehe sie hinterherrannten. Zum einen wollten sie Yvonne beruhigen und zum anderen sicherstellen, dass sie es sich nicht anders überlegte.

Sophie genoss unterdessen wieder die Ruhe und ließ ihre Gedanken zu Moritz’ bestem Stück schweifen. In ihrem Tagtraum erlaubte sie ihm, seinen Lustsaft auf ihrem Gesicht und den Brüsten zu verteilen. Danach würde nur seine Kamera das Ergebnis zu sehen bekommen.

›Und anschließend darf er sich angemessen revanchieren‹, überlegte Sophie, während eine Hand in ihre Hose fuhr.


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