Abenteuer bei Vollmond

Kapitel 3

»Da seid ihr ja endlich«, kam es vergnügt von Isabelle. Dabei grinste sie Nadine, welcher das Herz in die nicht vorhandene Hose gerutscht war, an. »Freust du dich, mich zu sehen?«

Nadine war sprachlos. Die junge Praktikantin, die seit zwei Wochen alle Mitarbeiter im Büro mit ihren Launen erfreute, stand direkt vor ihrer Nase. Jeans und T-Shirt hatte sie gegen ein Lederoutfit, bestehend aus Corsage und String, getauscht. Ihre Haare waren streng nach hinten gebunden und in ihrer Hand hielt sie eine Reitgerte, als würde sie nur darauf warten, diese auf Nadines Körper zum Einsatz zu bringen.

»Komisch, im Büro hältst du mit deiner Meinung doch auch nicht hinterm Berg«, stellte Isabelle fest, nachdem Nadine sie eine ganze Weile angestarrt hatte, ohne ein Wort zu sagen.

»Hallo, Isabelle«, stammelte Nadine, doch das war es nicht, was Isabelle hören wollte.

»Hast du ihr denn gar keine Manieren beigebracht?«, wollte diese von Paul wissen.

Manieren war ein gutes Stichwort, immerhin hatte Isabelle diese im Büro tagein, tagaus vermissen lassen. Paul flüsterte Nadine etwas ins Ohr und sah sie auffordernd an. Es fiel Nadine schwer, aber sie begrüßte Isabelle noch einmal standesgemäß.

»Guten Abend, Herrin.«

»Das klingt doch schonmal viel besser«, meinte Isabelle vergnügt und die Schadenfreude stand ihr ins Gesicht geschrieben. »Dann kommt mal rein.«

Sie gab den Eingang frei und gemeinsam gingen sie den langen Flur entlang. Isabelle verschwand hinter einer Tür, während Paul mit Nadine in einen anderen Raum ging. Es war eine kleine Garderobe, wo Nadine als erstes von der Leine befreit wurde.

Erst jetzt realisierte sie, dass sie die ganze Zeit wie ein Schoßhündchen neben Paul gestanden hatte und errötete. Dieser bemerkte ihre Gefühlsregung, sagte aber nichts. Stattdessen half er Nadine aus ihren Schuhen und dem Kleid, sodass sie nur noch das Halsband am Körper und den Buttplug in ihrem Po trug. Paul stellte sich vor sie und sah ihr tief in die Augen.

»Ich weiß, dass du zahlreiche Fragen hast. Lass mich einige davon beantworten«, fing er an. »Ich kenne Isabelle durch ein Treffen mit gemeinsamen Freunden, denen dieses Haus gehört. Durch Zufall waren wir beide an einem Sonntag vor einer Woche eingeladen. Sie konnte gar nicht aufhören, sich über ihr Praktikum zu beschweren und je mehr sie erzählte, desto mehr wurde mir klar, dass sie in derselben Firma wie du arbeitest.«

Er gab Nadine einen Moment, um die Informationen zu verarbeiten.

»Auf dem Rückweg von dem gemeinsamen Kaffeetrinken unterhielten wir uns und so reifte der Entschluss, zu dieser Party zu erscheinen. Unsere Freunde, denen das Haus gehört, nutzen es für SM-Sessions«, fuhr er fort. »Auf diesen Parties ist das Halsband für Sklavinnen und Sklaven sehr wichtig. Du trägst ein schwarzes Halsband. Es hat nicht nur ausgezeichnet zu deinem Kleid gepasst, sondern symbolisiert ebenfalls, dass du nur in Absprache mit deinem Herren oder deiner Herrin berührt werden darfst. Ohne meine Zustimmung wird niemand mit dir spielen.«

Diese Aussage beruhigte Nadine ungemein, doch zugleich warf sie zahlreiche neue Fragen auf: Welche Farben waren noch möglich und welche Bedeutungen hatten sie? Wie viele Leute waren auf dieser Party, die zwar nicht mit ihr spielen durften, aber die sie gleich kennenlernen würden?

Während sie über die Zahl der beteiligten Personen nachdachte, fiel ihr auf, dass Paul keine Anstalten machte, ihr wieder etwas anzuziehen. Vielmehr führte er sie zur Tür und hinaus in den langen Flur. Nadine spürte den kalten Marmor unter ihren Füßen und mit jedem Schritt in Richtung große Doppeltür, durch welche Isabelle zuvor verschwunden war, wurde sie nervöser.

Vor zwei Monaten, als es das erste Mal richtig warm war, hatte Paul sie nackt in einen See baden lassen. Damals war es Nacht und niemand außer ihm war dabei gewesen. Die Idee, sich zur Schau zu stellen hatte Nadine schon immer als reizvoll empfunden. Nun, da sie einer größeren Menge ihren Körper total unverhüllt zeigen sollte, spürte sie den Eisklumpen in ihrer Magengegend immer größer werden.

Paul drehte sich zu ihr um und gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss. »Du schaffst das«, sagte er zu ihr und sah ihr tief in die Augen. Nadine nickte und folgte ihm anschließend in den großen Saal des Hauses.

Mit einem Schlag prasselte eine Unmenge an Eindrücken auf Nadine ein. Der gesamte Raum war in ein gedämpftes, warmes Licht getaucht. An den Seiten waren kleine Sitz- und Spielecken verteilt, wo sich Grüppchen niedergelassen hatten. Die meisten warfen den Neuankömmlingen einen kurzen Blick zu, manche begrüßten Paul mit einem freundlichen Nicken. Andere wiederum waren so mit sich selbst oder ihren Partnern beschäftigt, dass sie keine Regung zeigten.

Isabelle kam auf die beiden zu und führte sie quer durch den Raum zu ihrem Platz. Dass Nadine dabei kurz gemustert wurde, war ihr unangenehm. Sie war überrascht gewesen, wie schnell die Nervosität verflogen war, als sie in den Raum gekommen war und niemand ihre Nacktheit groß zu beachten schien. Doch ohne Kleidung vor Isabelle zu stehen, war etwas ganz anderes. Immerhin musste sie ihr am Montag wieder in die Augen sehen können.

An Isabelles Platz angekommen, fanden Paul und Nadine dort einen Sklaven vor, der bis auf ein schwarzes Halsband nackt an ein Andreaskreuz gefesselt war. Seine Augen waren verbunden und sein bestes Stück stand prall vom Körper ab. Paul und Isabelle nahmen am Tisch Platz, während Nadine sich neben Paul knien sollte. Der dicke Teppich, der im ganzen Raum auslag, machte dies deutlich bequemer, als es im Flur gewesen wäre.

Nichtsdestotrotz war es ihr unangenehm, vor Isabelle nackt auf die Knie zu gehen. Paul hatte es so arrangiert, dass sie zwischen ihm und dem Andreaskreuz kniete. Der Penis des Sklaven ragte seitlich neben ihr in die Höhe, wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt. Sie konnte die Erregung des Sklaven riechen.

»Alles, wie besprochen?«, wollte Isabelle wissen und Nadine meinte, ein kleines Flattern in ihrer Stimme zu vernehmen.

»Alles wie besprochen«, bestätigte Paul und Nadine sah ihn fragend an.

Paul beugte sich zu ihr hinunter und erklärte das Vorhaben: »Du hast in den vergangenen Monaten verschiedene Wünsche geäußert und du weißt, dass ich versuchen möchte, jeden davon wahr werden zu lassen. Zum einen wolltest du andere Personen in unsere Spiele einbeziehen. Deswegen sind wir hier. Zum anderen wolltest du die Gelegenheit bekommen, auch einmal die dominante Seite zu übernehmen, aber du wolltest nicht mich als Sklaven.«

Nadine nickte.

»Daher bekommst du heute die Chance, Isabelle als Sklavin zu bekommen«, erklärte er weiter und gab ihr anschließend Gelegenheit, Isabelle einen Blick zuzuwerfen. Diese schluckte für einen Moment und nickte dann zustimmend. »Aber davor steht eine kleine Wette zwischen Isabelle und mir«, sagte Paul. »Sie sagt, dass sie ihren Sklaven so gut trainiert hat, dass er auch nach einer Woche ohne Befriedigung innerhalb von fünf Minuten nicht zum Orgasmus kommt, ohne dass sie es erlaubt.«

Nadine blickte zur Seite und sah sich das pochende Geschlecht an.

»Wenn du es schaffst, ihn innerhalb von fünf Minuten zum Höhepunkt zu bringen, gehört Isabelle für den Rest der Nacht dir«, beendete Paul seine Ausführungen.

»Und wenn ich es nicht schaffe?«, wollte Nadine wissen.

»Dann gehörst du für den Rest der Nacht mir«, antwortete Isabelle und grinste diabolisch.

»Bist du dabei?«, wollte Paul wissen.

Nadine nickte zögerlich.

»Okay, du hast fünf Minuten. Ab jetzt.«

Schafft es Nadine, den Sklaven zum Orgasmus zu bringen?

  • [56,5%] Nein, sie schafft es nicht.
  • [43,5%] Ja, sie schafft es.

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