Semesterferien

Kapitel 10

Kaum, dass sich Julian und Janine ausgezogen hatten, fing Kerstin an, das Spiel wegzuräumen. Sie sortierte die Steine in die Verpackung und legte diese zurück in den Schrank. Während die beiden Verlierer des Spiels ins Bad gingen, holte Kerstin Decken sowie Kissen und bereitete das Nachtlager für ihre beiden nackten Freunde vor.

Denen leisteten Tim und Laura im Bad Gesellschaft. Sie lehnten im Türrahmen und hatten beide ihre Freude am Anblick der nackten Pos. Janine und Julian standen nebeneinander am Waschbecken und putzten Zähne.

Dabei riskierte letzterer einen Blick zur Seite auf Janines mittelgroße Brüste. Sein kleiner Freund reagierte sofort und versuchte sich aufzustellen. Am kalten Porzellan des Waschbeckens war jedoch Schluss. Um seine Erregung zu verbergen, schob sich Julian noch ein kleines Stück nach vorn.

Janine hatte unterdessen ein anderes Problem. Sie musste einmal auf Toilette, doch mit drei anderen Personen im Raum verdrückte sie sich den Ruf der Natur. Stattdessen folgte sie Julian aus dem Bad hinaus in den Wohnbereich, wo Kerstin ihre Vorbereitungen abgeschlossen hatte.

Als sie an Laura vorbeiliefen, ließ es sich diese nicht nehmen, ihrer Freundin einen Klaps auf den Po zu geben. »Schlaf gut.«

Janine drehte sich kurz um und streckte ihr die Zunge raus. »Du auch, Süße.«

»Dann werde ich mir auch mal die Zähne putzen«, meinte Laura und wollte die Tür hinter sich schließen.

»Du hast doch nichts dagegen, wenn ich mit ins Bad komme?«, fragte Tim und sah Laura an.

Diese nickte und ging zum Waschbecken.

Eine Minute später wäre ihr fast die Zahnbürste aus der Hand gefallen, denn Tim hatte sich ausgezogen und stieg unter die Dusche. Sie konnte dabei nur einen kurzen Blick auf seinen Po, welchen sie sehr ansprechend fand, werfen.

»Julian hat vorhin ewig gebraucht«, erklärte Tim. »Und dann hattet ihr das Abendessen schon fertig.«

»Hmmm«, kam es von Laura, die nicht mehr wusste, wie lange sie schon putzte.

Als Tim kurz darauf die Dusche verließ, war Laura immer noch im Bad. Mehr schlecht als recht sah sie heimlich hinüber und musterte seine Männlichkeit einmal mehr ganz genau.

»Ich denke, damit sind wir quitt«, scherzte Tim. »Ich habe dich im Bad gesehen und du mich.«

Laura fühlte sich ertappt und lief rot an, während Tim sich abtrocknete und dann sein Handtuch um die Hüfte band. Wie die anderen vor ihm griff er zur Zahnbürste, während Laura seinen halb nackten Körper betrachtete. Nachdem Janine den ganzen Tag über mit ihrer Erregung gespielt hatte und auch Julian seinen Teil dazu beigetragen hatte, kochte ihre Libido förmlich.

Als Tim das Bad verließ, folgte sie ihm und schnappte sich auf dem Weg noch ein paar der Tücher, mit denen Kerstin während des Spiels alle soweit nötig gefesselt hatte. Tim wollte gerade die Zimmertür schließen, als Laura dazu kam.

»Magst du … ähm … also … unseren Sieg vielleicht noch etwas feiern?«, fragte sie stotternd und kam sich dabei idiotisch vor.

»Gerne«, meinte Tim, nachdem er den Bruchteil einer Sekunde überlegt hatte.

Julian und Janine standen vor den beiden Sofas, welche Kerstin mit Bettwäsche ausgestattet hatte und waren dabei, die Seiten zu verteilen.

»Wir können sie auch zusammen schieben«, schlug Julian vor und sah Janine auffordernd an.

Diese lehnte umgehend ab. »Du kannst dir heute Nacht schön selbst warme Gedanken machen«, meinte sie und legte sich auf ein Sofa.

Kerstin lachte und wünschte beiden eine gute Nacht. Im selben Moment sahen sie Tim und Laura vorbeilaufen. Keinem der drei entging, dass sich ihre Kommilitonin offenbar ein anderes Bett als das eigene suchte.

»Das Angebot steht immer noch«, meinte Julian und grinste Janine an. »Wenn du kuscheln magst, kannst du gern zu mir kommen.«

»Ich glaube nicht, dass es gut für dein Ego ist, wenn du zwei Frauen an einem Tag hast«, erwiderte Janine und drehte sich um.

»Eine Frau zweimal am Tag?«, wandte sich Julian an Kerstin, die bei der Bemerkung ihrer Freundin errötet war.

»Nein, danke«, antwortete diese und ging in ihr unerwartetes Einzelzimmer.

Kaum hatte Laura die Tür hinter sich geschlossen, drückte sie Tim auf sein Bett. Das Handtuch um seine Hüfte öffnete sich dabei leicht und bedeckte nur noch gerade so seinen Intimbereich. Das Erstaunen ihres Kommilitonen nutzte die Studentin und fesselte seine Hände mit zwei Tüchern über seinem Kopf ans Bett. Auf der anderen Seite verfuhr sie mit den Beinen ähnlich und fixierte sie leicht geöffnet.

»Du gehst ja ganz schön ran«, bemerkte Tim und ließ erkennen, dass es ihm gut gefiel.

Von der braven Vorzeigestudentin Laura hatte er ein derart forsches Vorgehen nicht erwartet. Sie hielt kurz inne, denn er hatte sie aus dem Konzept gebracht. Tat sie das richtige? War es das, was sie wollte?

›Und ob es das ist‹, dachte Laura bei sich. ›Brav war ich lange genug.‹

Schnell zog sie sich ihr T-Shirt aus und Tim über den Kopf, sodass es seine Augen bedeckte.

»Das ist unfair«, beschwerte er sich, doch Laura grinste. Nun war sie es, die das Sagen hatte.

Mit der neugewonnenen Sicherheit im Rücken löste sie den Knoten des Handtuchs und zog es unter Tims Po weg. Sein bestes Stück lag schlaff auf den Hoden. Laura setzte sich direkt neben Tims Hüfte und fing an, die Innenseiten seiner Oberschenkel zu streicheln. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. In kurzer Zeit regte sich seine Männlichkeit und richtete sich langsam auf, während sich die Kronjuwelen an den Körper heranzogen.

Fasziniert betrachtete Laura das Schauspiel. Sie war Tims Körpermitte schon kurz nach dem Aufstehen so nah gewesen und doch war es in diesem Moment, dass sie sich das erste Mal auf alle Details konzentrieren konnte. Wenn Laura recht überlegte, war es überhaupt das erste Mal, dass sie mit ihrem Gesicht so nah an dem entblößten Unterleib eines Mannes war, ohne gleich zum nächsten Schritt aufgefordert zu werden.

Das rief ihr den Blowjob, mit dem sie Tim den Morgen versüßt hatte, in Gedächtnis. »Kannst du dich noch an heute Morgen erinnern?«, fragte sie.

Tim bejahte umgehend. Wie hätte er das vergessen können? Zudem hatte er bei der Frage ihren Atem an seinem besten Stück gespürt und hoffte auf eine Wiederholung.

Stattdessen stand Laura auf und streifte ihre Hose samt Höschen ab, nachdem sie kontrolliert hatte, dass die provisorische Augenbinde saß.

»Dann hast du jetzt die Gelegenheit, mir zu zeigen, wie viel es dir bedeutet hat«, meinte sie und hockte sich mit den Beinen links und rechts neben Tims Kopf.

Dabei behielt sie seine Körpermitte stets im Blick. Obwohl der junge Mann nichts sehen konnte, verriet ihm der betörende Geruch, der in seine Nase stieg, dass seine Stunde geschlagen hatte. Langsam senkte Laura ihr Becken ab, bis ihr Geschlecht nur Millimeter über Tims Mund war. Er schob seine Zunge zwischen seinen Lippen hervor und zwischen die ihren. Die erste Berührung an ihrer Schnecke ließ Laura zusammenzucken und ihr klar werden, wie sehr sie sich danach sehnte zu kommen.

Ohne sich Tim zu entziehen, beugte sie sich leicht nach vorne und fing an, mit ihrer Hand über seinen prallen Ständer zu gleiten. Dabei achtete sie darauf, niemals zu stark zu massieren. Sie wollte ihn lediglich erregen und nicht einfach so kommen lassen. Diese Liebkosungen brachten Tim dazu, noch intensiver Lauras Perle zu lecken. Er spürte, dass sie bereits auf dem besten Weg zu einem Orgasmus war.

Zur zusätzlichen Stimulation legte er seine Lippen um den Kitzler und saugte leicht daran. Das wiederum brachte Laura dazu, ihr Becken weiter abzusenken, sodass sich ihr Intimbereich auf sein Gesicht drückte. Die Mischung aus aufgestauter Erregung, intensiver Reizung und einem Rausch der Macht ließen Laura kurz darauf förmlich explodieren, als die Wellen des Höhepunkts durch ihren Körper rollten.

Sie löste ihre Hand von Tims bestem Stück, um sich beim Fall nach vorn auf dem Bett abzustützen. Ihre Finger vergruben sich in der Decke, während sie die Nachwehen des langersehnten Orgasmus genoss.

Tim hingegen wartete noch immer auf Erlösung. Laura überlegte einen Moment, ihn die ganze Nacht lang schmoren zu lassen, hatte dann aber eine bessere Idee.

Sie legte sich neben ihn, fing erneut an ihn rund um sein Gemächt zu streicheln und säuselte in sein Ohr: »Du möchtest sicher auch kommen, oder?«

»Ja«, stöhnte Tim und verrenkte sich bei dem Versuch, seine Männlichkeit zu Lauras Hand zu bringen, fast die Hüfte.

Diese Hand verschwand einen Moment später komplett von seinem Körper und löste die Fesselung der rechten Hand.

»Dann tu’ dir keinen Zwang an«, meinte Laura und führte die befreite Hand zu Tims Körpermitte.

»Ich soll …«

»Ja, bitte.«

Zögerlich kam er dem Wunsch nach und tat das, was er sonst nur allein tat. Stetig fuhr seine Hand den Schaft auf und ab, wodurch die Vorhaut über die Eichel und wieder zurückgestreift wurde. In diesem Augenblick war Tim sehr froh um das T-Shirt, das sein Gesicht halb bedeckte.

Laura genoss einmal mehr die Beobachterrolle und verfolgte jede Bewegung bis ins Detail. Es amüsierte sie, wie Tims Hoden unter dem Auf und Ab am Schaft ebenfalls im Rhythmus hüpften. Kurz darauf zog es die Kronjuwelen noch näher an den Körper und Tims Orgasmus nahm seinen Lauf. Leises Stöhnen begleitete die Salven Lustsaft, die aus dem Freudenspender spritzten und sich auf dem nackten Oberkörper verteilten.

Laura erinnerte sich an den Ananassaft und nahm mit ihrem Finger eine Kostprobe. ›Etwas besser‹, stellte sie zufrieden fest und nahm dann ein Taschentuch zur Hand, um die Reste wegzuwischen.

Tim lag unterdessen regungslos da und genoss die Befriedigung.

Schnell hatte Laura ihr Höschen wieder angezogen und entfernte Tim das T-Shirt vom Kopf. Lächelnd sah er seine Kommilitonin in Unterwäsche vor sich stehen, ehe sie das T-Shirt wieder überstreifte und ihn anschließend befreite.

Ohne dass sie ein weiteres Wort wechseln mussten, rutschte Tim zur Seite und machte Laura Platz. Sie zog schnell den BH unter dem T-Shirt aus, legte sich zu ihm und schlief in seinem Arm ein.

Kerstin fand sich hingegen allein im Mädelszimmer wieder. Es war komisch ohne die beiden anderen und ein Gefühl von Einsamkeit machte sich breit. Das verschwand schnell, als sie Lauras Vibrator entdeckte. Dieser lag noch immer auf dem Bett seiner Besitzerin.

»Dann machen wir beide uns halt einen schönen Abend«, sagte Kerstin zu dem künstlichen Freudenspender und nahm ihn an sich.

Am eigenen Bett angekommen, zog sich die Studentin komplett aus und legte sich unter die Bettdecke. Nach dem wilden Sex mit Julian am Vormittag hätte es eigentlich keine weitere Befriedigung gebraucht, aber die Gelegenheit wollte sich Kerstin nicht entgehen lassen. Mit geschlossenen Augen schaltete sie das Sexspielzeug ein und ließ es über ihren Körper fahren.

›Selbst an den Nippeln ist das geil‹, dachte sie und führte den Vibrator in immer engeren Kreisen um ihre sensiblen Brustwarzen. ›Vielleicht sollte ich mir so einen kleinen Freund für den Nachttisch auch mal zulegen. Schaden kann es sicher nicht.‹

Die freie Hand ging unterdessen auf Wanderschaft zwischen die Schenkel der Studentin. Ganz langsam strich Kerstin über die Schamlippen und ein Finger drang dazwischen, um die Feuchtigkeit vom Scheideneingang hoch zur Klitoris zu befördern. Dieser Lustpunkt war es auch, der als nächster die Freuden des Vibrators spüren durfte.

›Ich brauche unbedingt so ein Teil.‹

Obwohl Kerstin lang und ausgiebig masturbieren wollte, gelang es ihr nicht, sich zurückzuhalten. Ungewollt schnell kam sie zum Höhepunkt und musste den künstlichen Freudenspender von ihrer sensible Perle entfernen. Erschöpft blieb sie einen Moment liegen, ehe sie das Spielzeug zurück auf Lauras Bett legte.

›Muss ja nicht jeder wissen‹, dachte sie grinsend und zog sich etwas über, um schnell ins Bad zu gehen.

Als letzte in der Gruppe machte sie sich bettfertig. Auf dem Rückweg sah Kerstin nach Janine und Julian, die im Wohnbereich schliefen. Da alles ruhig und friedlich schien, beschloss auch sie endgültig ins Bett zu gehen.

Janine erwachte vom Schließen der Tür, als Kerstin zurück ins Zimmer ging. Sie hatte bisher nur in einen seichten Schlaf gefunden und ihre Blase meldete sich erneut. Wohl wissend, dass sie dieses dringende Bedürfnis nicht länger würde unterdrücken können, stand Janine auf.

»Wo willst du hin?«, kam es verschlafen von Julian.

»Ins Bad«, antwortete seine Kommilitonin kurz angebunden. »Schlaf einfach weiter.«

Genau das Gegenteil hatte Julian im Sinn. Er stand auf und lief hinter Janine her.

»Vergiss nicht, dass du die Tür offen lassen musst.«

Genervt ließ Janine die Klinke wieder los und setzte sich auf die Toilette. Ihr nackter Mitstudent stellte sich unterdessen grinsend auf die andere Seite des Bads und freute sich am beschämt roten Gesicht.

»Ich kann so nicht«, stellte Janine, welche die Beine eng zusammenpresste, fest.

»Gib einfach auf«, schlug Julian vor. »Dann bin ich hier im Nu draußen.«

Kopfschüttelnd schloss Janine die Augen und versuchte Julian gedanklich zu verdrängen.

Dies machte er ihr nicht leicht, denn kaum schaffte sie es ihre Blase zu entspannen, kam er mit dem nächsten Vorschlag um die Ecke: »Oder du bringst mich dazu aufzugeben.« Dabei zeigte er auf seine Männlichkeit, die prall ab stand.

»Macht dich das hier wirklich an?«, wollte Janine wissen.

»Ein Mix aus allem, ehrlich gesagt«, erwiderte Julian. »Komm schon, es ist sozusagen die längste Praline der Welt.«

»Eher etwas für den ganz, ganz kleinen Hunger zwischendurch«, gab Janine belustigt zurück. »Wie gesagt, du darfst dir gern selbst helfen.«

Selbstbewusst öffnete sie ihre Beine, wischte die letzten Tropfen Urin mit Klopapier ab und spülte. Anschließend wusch sie sich die Hände und ging wieder auf die Couch, um endlich entspannt schlafen zu können.

Julian hingegen brauchte noch einen Moment, ehe sich seine Erektion beruhigt hatte und er ebenfalls auf die Toilette gehen konnte. Wieder im Bett angekommen überlegte er, ob Janine seine Männlichkeit wirklich zu klein fand. Mit einem fragenden Blick in die Richtung seiner schlafenden Kommilitonin schloss er langsam die Augen.

Am nächsten Morgen war es Laura, die als Erste erwachte. Nachdem sie am Tag zuvor zwischen Janine und Kerstin in deren Bett aufgewacht war, war es nun das von Tim. Ihr Kommilitone lag hinter ihr und hatte seinen Arm um sie geschlungen. Seine Hand ruhte auf ihrer Brust.

So vorsichtig es ging, hob Laura den Arm hoch und schob ihn nach hinten, ehe sie lautlos aufstand. Als sie auf das Bett sah, konnte sie erkennen, dass Tim nach wie vor nackt war und offensichtlich sehr erotische Träume hatte. Seine Männlichkeit baute mit der dünnen Decke ein Zelt und ein Lächeln umspielte seine Lippen.

›Vielleicht träumt er von mir‹, überlegte Laura und der Gedanke gefiel ihr.

Ganz leise verließ sie das Zimmer. Erst als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, fielen ihr wieder die restlichen Klamotten ein. Sie beschloss, sie später zu holen und ging zu ihrem Zimmer. Auf dem Weg dahin warf sie einen Blick zu Janine und Julian, die beide noch schliefen.

»Guten Morgen«, meinte Kerstin verschlafen, als Laura ins Zimmer kam. »Gut geschlafen oder seid ihr dazu gar nicht gekommen?«

»Es ist nichts passiert«, wehrte sich Laura umgehend und lief dennoch rot an. Ganz die Wahrheit war es natürlich nicht.

»Ganz sicher und ich bin die Kaiserin von China«, meinte Kerstin grinsend. »Hauptsache du bist auf deine Kosten gekommen.«

Das stand für Laura außer Frage und sie fragte sich insgeheim, wo sie diese selbstbewusste und fordernde Version von sich selbst wiederfinden konnte, wenn es nötig war.

»Vielleicht willst du dir auch erst mal was anziehen«, holte Kerstin, die mittlerweile aufgestanden war, sie aus ihren Gedanken. »Die Klamotten sind sicher ziemlich verschwitzt. Ich werde mal unsere beiden Nackedeis wecken und mit ihnen Frühstück machen.«

Sagte es und lief Richtung Tür. Als sie diese öffnete, stand Tim davor.

»Hallo Casanova«, begrüßte Kerstin ihn grinsend. »Alles fit im Schritt?«

Bevor der junge Mann eine Chance hatte, zu antworten, war Kerstin an ihm vorbeigegangen.

»Aufstehen, ihr beiden Nudisten!«, rief sie freudig in den Wohnbereich.

»Hey«, meinte Laura ganz unverbindlich und bat Tim ins Zimmer.

»Hey«, antwortete er und brachte ihr die fehlenden Klamotten. »Die hast du vorhin vergessen.«

»Oh ja. Danke.«

Anschließend standen beide schweigend voreinander, unfähig die richtigen Worte zu finden.

Diese fehlten Kerstin im Wohnbereich hingegen nicht.

»Kommt schon, Decken weg und runter von der Couch«, forderte sie Janine und Julian auf. »Ihr könnt mir bei den Vorbereitungen fürs Frühstück helfen.«

»Muss das sein?«, fragte Janine und grinste kurz darauf. »Tim und Laura sind wohl zu erschöpft, oder?«

»Ihr könnt auch einfach nackt rumsitzen oder -stehen. Ich dachte nur, die Beschäftigung verdrängt den Gedanken an die Nacktheit«, erklärte Kerstin und fügte mit Blick auf Julian hinzu: »Oder halt die Morgenlatte.«

Lachend räumte sie mit Janine die Decken weg, ehe sich die drei daran machten, den Tisch vorzubereiten.

»Es war schön gestern Abend«, gestand Tim schließlich und ließ Lauras Augen strahlen.

»Das fand ich auch«, sagte sie.

»Du hast mich einmal mehr überrascht«, verriet Tim und seine Kommilitonin gestand, dass es ihr ähnlich ging. »Und die Überraschungen enden da scheinbar noch lange nicht«, fügte er hinzu und blickte auf Lauras Bett.

Mitten auf der Decke lag ihr Vibrator. Hastig warf Laura die Klamotten, die sie noch immer in der Hand hielt, darüber.

»Halb so wild«, meinte Tim, der Lauras Schamesröte süß fand, mit einem Grinsen. »Ich sehe es so: Erst habe ich dich nackt im Bad gesehen und dann du mich. Anschließend hast du mich mit dem Mund verwöhnt und dann ich dich«, zählte er auf und Laura nickte leicht. »Nun, gestern habe ich es mir vor dir selbst gemacht. Mal schauen, wann wir in diesem Punkt quitt sein werden.«

Schnell hauchte er Laura einen Kuss auf die Stirn und ging dann aus dem Zimmer. Die junge Studentin stellte sich sofort eine solche Szene vor und errötete noch mehr.

Beim anschließenden Frühstück fiel es Laura schwer, Tim in die Augen zu sehen. Hatte er wirklich vor, so etwas von ihr zu verlangen? Und war es vielleicht gerecht, nachdem sie es eingefordert hatte?

Kerstin und Tim konzentrierten sich hingegen auf die beiden nackten Mitstudenten, die mit ihnen am Tisch saßen. Besonders Janines Brüste waren im Fokus, als die Studentin mit der Marmelade auf ihrem Brötchen kleckerte.

»Kalt«, stellte sie fest und wischte den Klecks mit einem Finger, den sie anschließend ableckte, weg. »Oder wolltest du?«, fragte sie Julian, der neben ihr saß und kaum den Mund zubekam. »Oh, da ist er ja wieder, der Kleine«, fügte Janine mit interessiertem Blick an dem nackten Kommilitonen hinab hinzu und brachte die anderen zum Lachen. »So kalt ist es hier doch gar nicht.«

Das restliche Frühstück verlief ruhig und da die aktuelle Verliereraufgabe noch in Gange war, verzichteten die fünf Freunde für diesen Vormittag auf ein weiteres Spiel. Stattdessen vertrieben sie sich die Zeit mit Lesen und dem Betrachten nackter Haut.

Kurz nach dem Mittagessen wurde es ernst, denn es sollte an den Strand gehen. Janine und Julian wurden gleichermaßen nervös, als sie nur mit zwei Badetüchern im Wohnbereich auf die anderen warteten.

»Na, bereit dich draußen nackt zu präsentieren?«, wollte Julian wissen.

»Immer doch«, erwiderte Janine und überspielte ihre Anspannung. »Immerhin muss ich weder einen Dauerständer verstecken noch einem Größenvergleich standhalten.«

Die Vorstellung sein Gemächt allen Strandbesuchern zu präsentieren und vielleicht ausgelacht zu werden, brachte Julian zum Einknicken. »Ich gebe auf«, erklärte er, als Kerstin dazu stieß, und rannte los, um eine Badehose zu holen.

»Na endlich«, meinte Janine und lief ihrerseits ins Bad.

Sie verkniff sich schon eine Weile den Ruf der Natur und war froh, diesem hinter verschlossener Tür folgen zu können. Nachdem sie sich erleichtert hatte, zog sie ihren Bikini an und ging mit den anderen zum Strand.

Es wurde ein ganz normaler Nachmittag, an dem nur Julian etwas geknickt war. Janine und Kerstin verbrachten die meiste Zeit damit, Laura und Tim zu beobachten.

Die beiden liefen schweigend den Strand auf und ab, während sie sich gelegentlich verliebte Blicke zuwarfen.

»Bei den beiden hat es heute Nacht ziemlich gefunkt, was?«, stellte Janine fest.

»Scheint so«, meinte Kerstin. »Sie war die ganze Nacht bei ihm.«

»Nicht jeder Frau reichen ein paar Minuten wilder Sex und kein Kuscheln hinterher«, erwiderte Janine grinsend.

»Das klingt so, als wäre ich leicht zu haben«, beschwerte sich Kerstin.

»Wenn man so will, war es nach dem nullten Date«, gab ihre Freundin grinsend zurück. »Nicht mal schick ausführen musste er dich, damit das Höschen fiel.«

»Das war da schon lange weg.«

»Stimmt, so klingt es nicht leicht«, lachte Janine und nahm anschließend ihre Freundin in den Arm. »Ganz entspannt, Süße. Ihr seid beide erwachsen und hattet beide Spaß. Das ist die Hauptsache.«

Kerstin erwiderte das Lächeln und gab Janine einen Kuss auf die Wange. »Ich bin gespannt, ob du das deiner Tochter irgendwann auch mal so mit auf den Weg gibst.«

»Wie war noch mal der Spruch mit der Kuh und der Milch?«

Viel zu schnell neigte sich der Tag dem Abend entgegen und es ging zurück zum Ferienhaus. Janine und Julian bereiteten gemeinsam das Abendessen vor, während Tim selbiges mit dem nächsten Spiel tat.

»Sag mal, Janine«, fing Julian zögerlich an, als er sicher war, dass niemand sonst in der Nähe war. »Meintest du das eigentlich ernst mit der Größe von meinem – na du weißt schon.«

Janine sah ihn verwundert an und antwortete dann: »Ach quatsch. Zum einen wollte ich dich nur aus der Reserve locken, denn hey – du hast auch nicht nur fair gespielt. Zum anderen bist du gut ausgestattet und machst dir gerade umsonst Gedanken.«

Die junge Studentin musste aufpassen nicht zu lachen. Sie konnte kaum glauben, dass sie ihren Mitstudenten derart verunsichert hatte.

»Und unter uns: Beschwert hat sich Kerstin auf jeden Fall nicht«, fügte Janine hinzu und grinste ihr Gegenüber an. »Ganz im Gegenteil.«

Nachdem Julians Ego wiederhergestellt war, konnte sie die anderen zum Essen rufen.

Als sich alle satt gegessen hatten, war es Zeit für Tims Spiel.

»Was hast du dir ausgedacht?«, wollte Kerstin, die noch immer bei null Punkten stand, wissen.

Der Blick auf die zahlreichen Plastikbecher, die Tischtennisbälle sowie die vollen Bierflaschen machte ihre Frage jedoch überflüssig.

»Beer Pong«, antwortete Tim. »Allerdings mit ein paar Extraregeln. Das versteht sich ja von selbst.«

Anschließend blickte er in vier mehr oder minder begeisterte Gesichter.

»Zuerst sollten wir allerdings die Teams bilden«, fuhr er fort. »Da Janine bereits mit Kerstin und Julian zusammengespielt hat, ist sie jetzt in einem Team mit Laura.«

»Damit sind wir im Gewinnerteam«, stellte Julian selbstbewusst fest und zwinkerte Kerstin zu.

»In deinen Träumen!«, warf Janine ein. »Laura und ich versenken erst die Bälle und dann euch beide.«

»Abwarten und Tee trinken«, versuchte Kerstin die Stimmung zu beruhigen.

»Wohl eher Bier«, verbesserte Laura umgehend.

PlatzNameSpielePunkte
1Tim24
2Laura12
=Janine22
=Julian22
5Kerstin10

Welches Team gewinnt beim Beer Pong?

  • [60,9%] Janine und Laura
  • [39,1%] Julian und Kerstin

Die Umfrage ist geschlossen. (258 Stimmen)



175 Kommentare

Kommentar schreiben