Ehesklave

Kapitel 6

Dank Charlottes teuflischer Idee fand Johannes in dieser Nacht immer nur kurzzeitig den Weg ins Land der Träume. Immer wieder stach ihn die gemeine Konstruktion aus Klebeband und Reißzwecken, sodass er aus diesen kurzen Schlafphasen gerissen wurde. Als Charlotte am Morgen die Folterkammer betrat, war Johannes nur noch ein Schatten seiner selbst. »Wie wäre es noch mal mit Nimm mir das Ding ab!?«, äffte sie ihn nach. »Ich denke, du wärst mit dem Keuschheitsgürtel besser bedient gewesen.«

Kaum hatte sie ausgesprochen, griff Charlotte nach dem Klebestreifen und entfernte ihn mit einem Ruck von Johannes’ bestem Stück. Gepeinigt schrie der Übermüdete auf und hatte das Gefühl, Charlotte hätte seinen halben Penis mit abgerissen. Doch dieser lag völlig erschlafft auf den malträtierten Hoden. Wortlos verließ Charlotte die Kammer und keine zwei Minuten später war Johannes völlig erschöpft eingeschlafen. Ein wilder Traum jagte den nächsten. Immer mit dabei die junge Sabine, die splitternackt vor seiner Nase tanzte und deren Blöße von zwei schwarzen Balken bedeckt wurde.

Johannes erwachte aus seinem komatösen Zustand, als es schon fast Mittag war. Charlotte löste gerade seine Fesseln und führte ihn dann ins Bad, wo er sich unter ihrer Aufsicht erleichtern und waschen durfte. Danach ging es für ihn wieder in Richtung Spielzimmer, wo Charlotte auch gleich nach der Gerte griff. Ängstlich betrachtete Johannes das geflochtene Leder. »Wieso bekomme ich noch eine Strafe, Herrin?«, wollte er wissen. »Das mit den Reißzwecken war keine Strafe. Ich wollte dir nur vor Augen führen, wie gut du es mit deinem Keuschheitsgürtel hast«, erklärte sie ruhig aber bestimmt.

Johannes musste sich über das Bett beugen und seinen Po in die Höhe strecken. Ohne lange abzuwarten, schlug Charlotte das erste Mal zu. Ein stechender Schmerz zog sich über beide Pobacken. »Verdammt!«, fluchte Johannes, der sich reflexartig aufgerichtet hatte und die Hände schützend vor seinen Allerwertesten hielt. »Erstens möchte ich nicht, dass du fluchst, zweitens habe ich dir nicht erlaubt, die Strafposition zu verlassen und drittens weißt du, dass du mitzählen sollst«, benannte Charlotte alle Verfehlungen und wies Johannes an, wieder in Position zu gehen.

Erneut sirrte die Gerte durch die Luft und fand das schutzlos dargebotene Hinterteil von Johannes. »Zwei, danke«, zählte er, doch erneut wies Charlotte ihn zurecht: »Das war der erste Schlag, den ich wegen deiner Fehler wiederholen musste.« Kaum hatte sie ausgesprochen, folgte der nächste Schlag. »Zwei, danke«, presste Johannes erneut hervor. »Du scheinst es nicht zu lernen«, wunderte sich Charlotte. »Wenn du falsch zählst, fangen wir auch von vorne an.« »Ja, Herrin«, erwiderte Johannes resignierend.

Es folgten fünf weitere Streiche mit der Gerte, die das eigentlich angedachte Strafmaß darstellten. Allesamt wurden sie von Johannes korrekt mitgezählt. Nach den acht Schlägen brannte seine Kehrseite wie Feuer und Johannes war froh, als er im Augenwinkel sah, wie Charlotte die Gerte an ihren Platz hing und ihm dann erlaubte, sich aufzurichten. Schon hielt sie ihm seine Sportkleidung unter die Nase, die Johannes sofort und ohne Widerworte anzog. Charlotte schnappte sich ihre Tasche und schon waren beide auf dem Weg nach unten.

Sie erklärte ihm, dass sie bereits in der Agentur gewesen war und Frau Müller über ihr Fernbleiben am heutigen Tage informiert hatte. »Ich habe ihr gesagt, dass sie Sabine schon mal ein paar Dinge zeigen soll«, erzählte Charlotte. Johannes war klar, dass die neue Angestellte an diesem Tag kaum zu einer Pause kommen würde. So wie er Frau Müller einschätzte, würde sie darauf achten, dass ihre Tochter so viel wie möglich lernte und aus dem ersten Arbeitstag mitnahm. Zumindest was die eigentliche Arbeit in der Agentur betraf, hätte es Sabine mit Charlotte wohl besser getroffen.

Doch Johannes hatte kaum Zeit, sich über Sabine Gedanken zu machen, denn er war mit Charlotte bereits am Café angekommen. Während sie aus ihrer Tasche ein paar Unterlagen hervorholte, die sie aus der Agentur mitgenommen hatte, und es sich an einem Tisch bequem machte, schickte sie Johannes hinein, damit er für sie einen Kaffee und ein Croissant holte. Nachdem er die gewünschten Dinge samt Wechselgeld bei Charlotte abgeliefert hatte, hieß es für Johannes einmal mehr eine halbe Stunde joggen.

Er trottete missmutig los, während Charlotte sich ihren Akten zuwandte. Aufgrund der letzten Nacht fiel es Johannes schwer, in Tritt zu kommen und langsamer als noch tags zuvor lief er seine Runde. Das machte sich im Ergebnis bemerkbar, denn nach dreißig Minuten standen gerade einmal acht Runden zu Buche. »Das war ja mal gar nichts«, bemerkte Charlotte. Sie wies Johannes an, einen Moment stehenzubleiben und auf ihre Sachen aufzupassen.

Unterdessen machte sie sich auf den Weg zum Park und kam wenige Augenblicke auch schon wieder zurück. Das Grinsen auf ihrem Gesicht ließ Johannes vermuten, dass sie gefunden hatte, wonach sie gesucht hatte. Triumphierend hielt sie ihm zwei Stängel Brennnesseln unter die Nase. »Hose runter!«, befahl sie. »Charlotte, bitte, nicht hier«, flehte Johannes. »Was ist, wenn uns jemand sieht?« »Wer soll uns schon groß sehen?«, erwiderte Charlotte. »Es ist Mittagszeit. Die meisten Menschen sind auf der Arbeit oder zu Tisch. Sogar die Bäckerin ist mit ihrer Auszubildenden nach hinten gegangen.« Ein kurzer Blick durch das Schaufenster des Cafés bestätigte Charlottes Aussagen. Johannes konnte niemanden im Verkaufsraum erkennen.

Zögerlich drehte er sich um, zog die pinkfarbene Leggings ein Stück nach unten und beugte sich in Erwartung der Strafe leicht vor. Doch Charlotte hatte andere Pläne. »Ich sagte Hose runter«, bemerkte sie und ergriff den Bund von Johannes’ Sporthose. Einen Augenblick später hing das Textil in Johannes’ Kniekehlen, sodass sein kompletter Unterleib entblößt war. Starr vor Schreck traute sich Johannes nicht, sich zu bewegen. Er konnte kaum glauben, dass er halb nackt am helllichten Tage in einem Wohngebiet stand.

Charlotte hielt die beiden Brennnesselstängel von hinten zwischen seine Beine, sodass die Blätter knapp unterhalb seiner Weichteile schwebten. »Hose hoch!«, bellte Charlotte und obwohl Johannes den kommenden Schmerz fürchtete, konnte er dem Befehl gar nicht schnell genug nachkommen. Sofort stachen die Nesseln die empfindlichen Körperregionen und Sekunden später breitete sich ein Juckreiz von Johannes’ bestem Stück über seine Kronjuwelen bis hin zur Pofalte aus. »Na, alles wieder gut verpackt?«, wollte Charlotte wissen und packte Johannes beherzt zwischen die Beine, um den Hautkontakt der Brennnesseln noch zu verstärken.

»Jetzt noch mal zwölf Runden«, legte Charlotte fest und setzte sich wieder an ihren Tisch. »Ja, Herrin«, gab Johannes kleinlaut zurück und setzte sich wieder in Bewegung. Durch das Laufen hatten die Brennnesselblätter in seiner Hose noch mehr Gelegenheit, jeden Winkel seines Schritts zu stechen und angetrieben von der Hoffnung, die Plagegeister schnell loszuwerden, beeilte sich Johannes dieses Mal. Kaum eine weitere halbe Stunde später hatte er die geforderte Rundenzahl absolviert und kam keuchend bei Charlotte an, die gerade dabei war ihre Unterlagen zusammenzupacken.

»Dann kannst du dir ja jetzt noch eine Kleinigkeit holen«, meinte sie und schickte Johannes in den Verkaufsraum. Auf Charlottes Anweisung hin bestellte er sich ein belegtes Brötchen und einen Orangensaft zum Mitnehmen. Als er wieder aus dem Café kam, wartete Charlotte schon. »Dann können wir ja«, meinte sie und machte Anstalten, wieder zur Wohnung zu gehen. »Was ist mit den Brennnesseln?«, wollte Johannes wissen. »Ach ja, die hätte ich ja fast vergessen«, antwortete Charlotte und war schon kurz davor, Johannes’ Hose runterzuziehen, als zwei ältere Damen am Café vorbeikamen. »Bitte nicht«, meinte Johannes und wich ein Stück zurück. »Gut, dann eben nicht.« Achselzuckend drehte sich Charlotte um und ging.

Mit hängendem Kopf folgte Johannes ihr. Die Brennnesseln hatten zwar scheinbar ihr gesamtes Gift verschossen, doch das Jucken blieb. In einer Hand den Becher Orangensaft und die Brötchentüte in der anderen hatte Johannes keine Chance, sich selbst Linderung zu verschaffen. Mit gequälter Miene lief er Charlotte nach, bis sie vor ihrem Wohnhaus Halt machte. Doch anstatt wieder in die Wohnung zu gehen, öffnete Charlotte das Auto und stieg ein. »Brauchst du eine Extraeinladung?«, wollte sie von Johannes wissen, der wie angewurzelt stehen geblieben war. »Nein, Herrin«, erwiderte Johannes und beeilte sich, ebenfalls einzusteigen.

Charlotte startete den Wagen und fuhr los. Johannes saß schweigend auf dem Beifahrersitz und aß sein bescheiden ausgefallenes Frühstück. Zunächst steuerte Charlotte eine Tankstelle an und fuhr mit dem Auto in die Waschstraße. Ohne lange Wartezeit durfte Charlotte in die Waschanlage fahren. Der Blick, mit welchem der Mitarbeiter Johannes und sein pinkfarbenes Sportoutfit bedachte, sprach Bände. Nachdem sie den Motor abgestellt und den Wagen in den Leerlauf gestellt hatte, erlaubte sie Johannes, die Brennnesseln zu entfernen.

Etwas umständlich zog Johannes die Hose runter und holte die Plagegeister hervor. Sein gesamter Intimbereich leuchtete rot und die Quaddeln an den Oberschenkeln ließen das Brennen, das von ihnen ausging, erahnen. Schnell zog Johannes die Hose wieder hoch und stopfte die pflanzlichen Überreste zusammen mit der Brötchentüte in den leeren Becher. Mit diesem Müllpaket in der Hand schickte Charlotte Johannes noch einmal in den Shop, um Kaugummis zu holen. So hatten alle Angestellten und Kunden der Tankstelle die Gelegenheit, Johannes in seinen Trainingsklamotten zu bewundern.

Nach diesem Zwischenstopp fuhr Charlotte zu ihrem eigentlichen Ziel, einem Fitnessstudio am Stadtrand. »Du schienst mir nicht komplett ausgelastet zu sein und dein Training macht auch noch nicht wirklich Fortschritte«, erklärte sie Johannes und scheuchte ihn aus dem Wagen. Der Gedanke an das Bevorstehende gefiel Johannes gar nicht. Sein Schicksal akzeptierend trottete er hinter Charlotte hinterher.

»Guten Tag, ich hatte für meinen Mann ein Probetraining vereinbart«, erklärte Charlotte am Empfang. Die Dame blickte sofort auf und sah Charlotte verdutzt an. »Lotte, bist du’s?«, meinte die brünette Frau, auf deren Namensschild zu lesen war: »K. Herrmann, Personaltrainer« »Katja«, fiel es Charlotte wie Schuppen von den Augen. »Das ist ja eine Ewigkeit her.« Auch Johannes erkannte die Freundin seiner Frau und wenn er sich nicht irrte, hatten sie Katja seit ihrer Hochzeit nicht mehr gesehen. Während die beiden Frauen sich in den Armen lagen, betrachtete Johannes Katja etwas genauer. Sie war etwas größer als Charlotte und die eng anliegende Sportbekleidung brachte ihren durchtrainierten Körper gut zur Geltung. Besonders ihr knackiger Po war ein Blickfang für Johannes, der durch die angestaute Lust noch zugänglicher für weibliche Reize geworden war.

Katja ging mit Charlotte das übliche Prozedere durch. Dazu gehörte eine kurze Führung durch das Fitnessstudio, vorbei an den Geräten hin zu den Umkleiden und Duschen. »Im Keller gibt es neben einem Solarium auch eine Sauna und den dazugehörigen Ruhebereich«, erklärte Katja, die ihrerseits Johannes musterte. Auch ihr war das Outfit von Johannes aufgefallen und sie war bereits auf Charlottes Erklärung gespannt. »Bei einem Probetraining beginnen wir mit einem kleinen Fitness- und Gesundheitscheck, um sicherzustellen, dass kein Risiko besteht«, fuhr Katja fort. »Wenn wir uns dann ein Bild vom körperlichen Zustand gemacht haben und wissen, welche Ziele unser Kunde verfolgt, stellen wir mit ihm oder ihr ein passendes Trainingsprogramm zusammen. Zusätzlich bieten wir auch Kurse zum Thema Ernährung an, denn oftmals ist hier ein Grund für Übergewicht zu finden.«

»Also um seine grundsätzliche Verfassung musst du dir keine Sorgen machen«, meinte Charlotte. »Unser junger Adonis hier vernascht alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist.« Schuldbewusst und mit roten Ohren sah Johannes zu Boden, während Katja interessiert zuhörte. »Ihr Männer seid doch alle gleich«, stellte die Trainerin fest und erzählte Charlotte von ihrer kurzen Ehe. »Der Typ hat mich ein halbes Jahr an der Nase herumgeführt und sich mit so einer Schlampe vergnügt, während ich mit unserer Tochter nach der Geburt zu Hause war.« Katja redete sich regelrecht in Rage und bekam Johannes’ anerkennende Blicke kaum mit. In Anbetracht einer Schwangerschaft war Katjas makelloser Körper eine noch viel größere Leistung. »Jetzt muss ich mich allein um Lara kümmern und mich in diesem Laden von Kerlen wie dem hier, begaffen lassen.«

Johannes wusste, dass sich seine Situation von Minute zu Minute verschlimmerte. »Ich denke, wir überspringen das übliche Programm und kommen gleich zu ein paar Übungen«, sagte Katja und legte sich mit dem Rücken auf eine Matte. Sie hob ihre Beine gewinkelt an und hielt die Hände neben den Kopf. »Das ist die Grundposition für Crunches. Du bewegst deinen Kopf leicht Richtung Bauch und senkst ihn dann wieder ab, ohne die Schultern aufzulegen.« Nach ein paar Crunches erhob sich Katja und Johannes musste die vorgeführte Position einnehmen und die Übung wiederholen. »Fünfzig Stück sollten zum Anfang genügen«, legte Katja fest.

Was bei ihr so einfach ausgesehen hatte, bereitete Johannes bereits nach der zwanzigsten Wiederholung Probleme. Er spürte schnell seine Bauchmuskeln und musste die Zähne zusammenbeißen. In der Zwischenzeit erörterten die beiden Frauen Johannes’ Fehltritt und Charlottes Maßnahmen, um einem erneuten Seitensprung entgegenzuwirken. »Ein richtiger Keuschheitsgürtel?« Katja war überrascht und fragte Charlotte weiter aus. Bereitwillig und ohne ein Detail auszulassen, erzählte Charlotte von den vergangenen Tagen, in denen sie Johannes gedemütigt und ihm einen Orgasmus verweigert hatte.

»Los, fünfzig Liegestütze«, fuhr Katja Johannes, der kurz zuvor mit den Crunches fertig geworden war, an. »Da muss ich dir wohl kaum zeigen, wie es geht.« Mühsam drehte sich Johannes auf der Matte und begann mit der geforderten Übung. »So eine kleine Trainingseinheit kann er auch zu Hause absolvieren«, erklärte Katja. »Dazu braucht ihr kein schweres Gerät.« Im Gegensatz zu Johannes war Charlotte von der Idee begeistert. »Das könnte er zusätzlich zu den Runden machen, die er jeden Morgen läuft.« Johannes’ Murren wurde umgehend von Charlotte beantwortet: »Das macht gleich zehn Liegestütze obendrauf.« »Ja, Herrin«, brachte Johannes kleinlaut und außer Atem hervor. Katja hingegen hatte ihren Spaß und bewunderte Charlotte im Stillen. Sie wünschte sich, dass sie ihren Mann auch so gut im Griff gehabt hätte.

»Zum Abschluss und zur Auflockerung noch 20-mal den Hampelmann«, schlug Charlotte vor. »Den machst du doch so gerne.« Johannes wollte gerade anfangen, als Charlotte Katja nach einem separaten Raum fragte. »Kommt mit«, antwortete die Trainerin und zu dritt gingen sie zu den privaten Trainingsbereichen. »Jeder dieser Räume hat ein paar Fitnessgeräte sowie einen eigenen Nassbereich. Auf Wunsch können unsere Kunden hier ihre Privatstunden mit einem Fitnesstrainer abhalten.« Interessiert sah sich Charlotte den Raum an.

»Los, ausziehen!«, befahl sie Johannes, kurz nachdem Katja die Tür geschlossen hatte. Geschockt stand Johannes vor den Frauen, die ihn mit erwartungsvollen Blicken ansahen und seine Situation genossen. Peinlich berührt begann Johannes, sich aus Angst vor einer Strafe zu entkleiden. Er achtete darauf, die Kleidungsstücke fein säuberlich zusammengelegt beiseite zu packen. Obwohl er den Drang verspürte, seine Blöße zu bedecken, wusste Johannes es besser und zwang sich, seine Hände an die Seite zu nehmen, während er mehr schlecht als recht versuchte aufrecht zu stehen. Es folgte eine unbehagliche Stille. Mit einem nichtssagenden Lächeln betrachteten die beiden Frauen das nackte Häufchen Elend und tauschten Blicke aus.

»Ich denke, ich hatte dir eine Aufgabe gegeben«, stellte Charlotte fest und auch Johannes erinnerte sich. Sofort begann er auf- und abzuspringen. Wie auf dem Parkplatz am See wirbelten seine Weichteile unkontrolliert durch die Luft und sorgten so für Erheiterung bei der Damenwelt. Kaum war Johannes fertig damit den Hampelmann zu machen, hatte Katja die nächste Idee. Im Entengang musste Johannes mehrere Runden durch den Raum laufen. Katja und Charlotte wechselten sich beim Geben von Anweisungen ab und hatten jede Menge Spaß, Johannes durch den Raum zu scheuchen. Nach einer knappen Stunde war dieser völlig fertig und außer Atem. Er war in jeder erdenklichen Weise nackt durch den Raum gesprungen, gelaufen oder gerobbt und hatte die Lachmuskeln seiner beiden Peinigerinnen mehr als einmal gereizt.

»So viel Sport macht hungrig«, stellte Charlotte fest und auch Katja bemerkte, dass es Zeit für ihre Mittagspause war. Johannes wollte sich schon etwas anziehen, doch Charlotte hielt ihn zurück. »Wer hat denn gesagt, dass du mitkommst?«, fragte sie ihn und Johannes ließ missmutig das pinkfarbene Fabrikat wieder sinken. »Niemand, Herrin.« »Gut erkannt.« Katja hatte in der Zwischenzeit eine Rolle Tape besorgt und beorderte Johannes zu dem Crosstrainer, der in der Mitte des Raumes stand. Kaum hatte er sich auf das Trainingsgerät begeben, sicherten Charlotte und Katja seine Hände mit jeder Menge Tape an den Griffen, sodass sich Johannes nicht von allein befreien konnte.

Katja stellte den Crosstrainer auf eine mittlere Stufe und setzte die gewünschte Strecke auf zehn Kilometer fest. »Wenn wir wiederkommen, steht dort gefälligst eine Null«, befahl Charlotte rigoros und griff Johannes beherzt zwischen seine Beine. Er zuckte zusammen, als ihre schlanken Finger sich um seinen Hodensack schlossen und langsam zudrückten. »Solltest du es nicht schaffen, dann war das bisherige Trainingsprogramm ein Witz gegen das, was dir dann blüht, hast du verstanden?« »Ja, Herrin«, wimmerte Johannes. »Dann ist ja gut«, meinte Charlotte und ging gemeinsam mit Katja aus dem Raum. Johannes hörte, wie Katja den Raum von außen verschloss und dann war er allein.

Mittlerweile war sich Johannes sicher, dass er dieses Fitnessstudio nicht zum letzten Mal gesehen haben würde und die beiden Frauen die Mittagspause nutzen würden, um Details für seinen Trainingsplan zu besprechen. Das blinkende Display des Crosstrainers holte Johannes in die Gegenwart zurück und er setzte sich in Bewegung, ohne zu wissen, wie lange Katja Mittagspause hatte und ob außer ihr noch jemand wusste, dass dieser Raum belegt war. Ausgehend von dreißig Minuten suchte Johannes einen Laufrhythmus, um das Ziel einigermaßen gleichmäßig zu erreichen. Glücklicherweise verarbeitete der Computer des Trainingsgeräts alle Informationen umgehend, sodass Johannes immer wusste, wie er in der Zeit lag.

Trotz des bisherigen Trainingspensums, zu welchem noch der morgendliche Lauf im Park unter erschwerten Bedingungen kam, schaffte Johannes die vorgegebene Strecke innerhalb einer halben Stunde. Außer Atem hing er über dem Crosstrainer. Mehrfach hatte er versucht sich loszureißen, doch das Klebeband saß fest. Johannes vermutete, dass es besser für ihn war, wenn Charlotte ihn so vorfand, wie sie ihn zurückgelassen hatte. Dennoch bedauerte er, dass er in einem Moment, in welchem sein bestes Stück frei zugänglich war, keine Gelegenheit hatte, selbst Hand an sich zu legen und sich Erleichterung zu verschaffen.

Als Johannes wieder etwas bei Kräften war, schweiften seine Gedanken zu Katja und ihrem straffen Körper. Vor seinen geistigen Augen erschien das Bild von Katja, wie sie vor ihm lag und die Crunches vorführte. Johannes hätte schwören können, dass er in diesem Moment sehen konnte, wie sich ihre Schamlippen durch den dünnen Stoff ihrer Sporthose abzeichneten. Johannes stellte sich vor, wie auch die letzten Barrieren fallen würden und Katja splitterfasernackt die Übungen demonstrierte. Sofort erwachte Johannes’ Freudenspender zum Leben und stand prall vom Körper ab. Fast verzweifelt versuchte Johannes ein weiteres Mal, sich zu befreien, während die ersten Lusttropfen hervortraten.

Er unterbrach den Versuch, als er hörte, wie jemand die Tür zu seinem Trainingsraum aufschloss. Johannes schickte ein Stoßgebet zum Himmel, dass es sich nicht um einen anderen Trainer handelte, der davon ausging, dass dieser private Bereich frei sei. Leicht zitternd und nervös blickte Johannes zur Tür durch die, wenige Sekunden später, Katja und Charlotte gut gelaunt in den Raum kamen. »Na, hattest du Spaß?«, wollte Katja wissen und warf einen Blick auf die Anzeige des Computers. »Zumindest hast du die Strecke geschafft und wenn ich das richtig sehe, auch schon seit einer ganzen Weile.« »Dann kann er beim nächsten Mal ja mehr laufen«, meinte Charlotte und Katja stimmte zu. Auf Johannes’ fragenden Blick hin erklärte Charlotte, dass er ab sofort zweimal die Woche im Fitnessstudio vorbeischauen und von Katja trainiert werden würde.

Noch während diese Information auf Johannes einwirkte, lösten die beiden Frauen seine Fesseln. Als er wieder frei war, streckte sich Johannes erst einmal, ehe er von Katja unter die Dusche geschickt wurde. Diese befand sich in einer kleinen Nasszelle, die direkt in den privaten Trainingsraum integriert war. »Ich muss mal«, stellte Johannes fest und war froh, dass neben Dusche und Waschbecken auch eine Toilette vorhanden war. »Tu dir keinen Zwang an«, sagte Charlotte. Doch weder sie noch Katja machte Anstalten, die Tür zu schließen und Johannes Privatsphäre zu gönnen. »Kann ich nicht allein …?«, fing Johannes an zu jammern, aber Charlotte wies ihn in seine Schranken: »Damit du an dir herumspielen kannst? Kommt nicht infrage.«

Es dauerte einen Moment, bis Johannes sich entspannt und die beiden Frauen mental ausgeblendet hatte. Nachdem er sein Geschäft verrichtet hatte, ging es unter die Dusche. »Vergiss nicht, dass du nur kalt duschen darfst«, erinnerte Charlotte und erklärte Katja daraufhin das System, nach welchem die Wassertemperatur für Johannes entschieden wurde. »Da wirst du dich sicher auf das Training mit mir freuen«, lachte Katja. »Da hast du die Pfunde schneller runter als du gucken kannst, mein Kleiner.« Den Spitznamen Kleiner betonte Katja ganz bewusst und grinste Johannes hämisch an, nachdem dessen bestes Stück in Folge des kalten Wassers langsam zusammengeschrumpft war.

Als er mit Duschen fertig war, musste sich Johannes einer demütigenden Inspektion unterziehen. Die Frauen wollten prüfen, ob er sich ordentlich gewaschen hatte und alles sauber war. Dafür musste Johannes sich mehrfach um die eigene Achse drehen, vorgebeugt die Pobacken auseinanderziehen und zum Abschluss noch die Vorhaut zurückziehen. Obwohl Johannes, an dessen Körper immer noch die letzten Tropfen kalten Wassers hinab liefen, fror, war sein Kopf knallrot.

Noch bevor Johannes sich abtrocknen durfte, hatte Charlotte seinen Keuschheitsgürtel zur Hand und verschloss ihren Ehesklaven wieder. Katja warf Johannes ein kleines rosafarbenes Handtuch zu. »Das passt zu deinen Sportklamotten«, lachte sie. Schnell trocknete sich Johannes ab und hängte das Handtuch ordentlich über eine Heizung. Charlotte und Katja gaben die Tür frei und Johannes ging zu seinen Sportklamotten.

»Du willst so frisch geduscht doch nicht in die verschwitzten Klamotten schlüpfen, oder?«, gab Charlotte zu bedenken. Im letzten Moment konnte Johannes das strafbare Wort mit den vier Buchstaben umgehen und fragte: »Was soll ich denn anziehen, Herrin?« »Ich kann ja nichts dafür, wenn du nicht daran denkst, dir etwas zum Wechseln mitzubringen«, stellte Charlotte fest und Johannes musste aufpassen, nicht unangemessen auf die schnippische Bemerkung zu reagieren. »Dann nimmst du einfach das hier«, meinte Katja und warf Johannes das benutzte Handtuch zu, dass sich dieser um die Hüfte band. Der Stoff reichte gerade einmal um seinen Bauch herum und bedeckt das Nötigste.

»Dann schnapp dir mal dein Zeug, ich habe nämlich heute noch etwas vor«, scheuchte Charlotte Johannes auf und zwinkerte Katja zu, die wohlwissend lächelte. »Viel Spaß noch euch beiden«, verabschiedete sich Katja von Charlotte und Johannes, ehe sie sich daranmachte, alles in dem kleinen Separee für den nächsten Kunden herzurichten. Mit gesenktem Blick folgte Johannes seiner Eheherrin vorbei an jeder Menge neugieriger und belustigter Blicke, die eindeutig seinem behelfsmäßigen Lendenschurz galten. Johannes war heilfroh, als er wieder am Auto war und auf dem Beifahrersitz Platz genommen hatte.

Charlotte fuhr los und erklärte Johannes auf der Fahrt, dass er ab sofort jeweils dienstags und donnerstags bei Katja zum Training angemeldet war. »Jeweils eine Stunde Privattraining«, fügte Charlotte hinzu. »Ich denke, dass Katja dich auf Trab halten wird.« Daran hatte auch Johannes keinen Zweifel. Schon nach diesem ersten Besuch fühlte er sich wie gerädert. »Außerdem sollten wir ein paar von ihren Übungen in dein tägliches Programm aufnehmen«, stellte Charlotte fest und Johannes blieb nichts übrig, als dem zuzustimmen.

Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde, ehe Charlotte vor dem Sexshop, in dem sie langsam zu Stammkunden wurden, hielt. »Los aussteigen«, befahl Charlotte. Johannes wusste es besser, als lange zu diskutieren und stieg immer noch nur mit dem Handtuch bekleidet aus dem Wagen. Wie erwartet führte ihr Weg direkt in den Spielzeugladen für Erwachsene, wo Nadine bereits auf die beiden wartete. »Ist alles so weit?«, wollte Charlotte wissen und die junge Verkäuferin, die gerade noch einen Lachanfall beim Anblick von Johannes unterdrücken konnte, nickte.

Johannes musste Nadine in den BDSM-Bereich des Ladens folgen. Hier wurde ihm eine Maske aus Leder übergezogen, die seinen kompletten Kopf bedeckte. Lediglich zwei Nasenlöcher ermöglichten das Atmen. Ein Reißverschluss vor dem Mund verhinderte, dass Johannes etwas sagen konnte. Vor seinen Augen war es ebenfalls schwarz und nur dumpf konnte er das Gespräch zwischen Nadine und Charlotte verfolgen, während die Frauen ihm Ledermanschetten an Hand- und Fußgelenken anlegten.

»Und was genau hast du heute noch vor«, wollte Nadine wissen. »Na ja, gestern Abend wollte ich eigentlich mal schick ausgehen und mir einen Mann zum Flirten ausgucken, aber es war nichts Brauchbares dabei«, holte Charlotte weit aus. »Als ich dann heute mit meiner Freundin Katja, also seiner neuen Fitnesstrainerin, zum Mittagessen unterwegs war, trafen wir einen ihrer Kollegen.« Die beiden Frauen schoben Johannes jetzt zu einem Andreaskreuz, an welchem sie ihn fixierten. »Jedenfalls kamen wir ins Gespräch und ich kann dir sagen, der Junge hat nicht nur jede Menge Muskeln, sondern auch was im Kopf«, fuhr Charlotte fort. »Er geht jeden Mittwoch in die Sauna und hat gefragt, ob ich nicht mitkommen mag. Was soll ich sagen, ich mag.«

»Das klingt ja vielversprechend«, stellte Nadine fest und Charlotte pflichtete ihr bei. »Ich muss mich nicht mal extra dafür zurechtmachen. Alles, was ich brauche, ist ein Handtuch und das bekomme ich vor Ort«, erklärte sie. »Da wir gerade bei Handtuch sind«, fuhr Charlotte fort und schnappte sich das entsprechende Textil von Johannes’ Lenden. »Kannst du das bitte zum Trocknen irgendwo aufhängen?« »Na klar«, erwiderte Nadine und ging kurz in einen Lagerraum. »Und du bist schön artig, verstanden?«, forderte Charlotte von Johannes, ehe sie sich von der wiederkehrenden Nadine verabschiedete und den Laden verließ.

Noch immer starr vor Schreck stand Johannes bis auf den Keuschheitsgürtel nackt da. Seine Fixierung am Andreaskreuz tat ihr Übriges. Johannes war froh eine Lederhaube zu tragen, denn das Letzte, was er wollte, war Nadine in die Augen zu sehen. Ihm reichte ihr Blick, den er förmlich auf seinem splitternackten Leib spürte. »Da haben wir ja mal endlich Zeit für uns«, scherzte Nadine und machte sich an Johannes’ Maske zu schaffen. Wenige Momente später konnte er wie durch einen dünnen Schleier den Verkaufsraum sehen. »Die Membran vor den Augen ist so gearbeitet, dass du hindurchsehen kannst, aber Außenstehende das nicht erkennen können«, erklärte Nadine. »Ich denke, es ist nur fair, wenn du siehst, wer dich sieht. Keine Angst, deine Identität bleibt geheim.«

Bis zum Schluss hatte Johannes gehofft, dass Nadine den Laden für den Nachmittag geschlossen hatte, aber offensichtlich war dem nicht so. Es dauerte auch nicht lange und ein junges Paar betrat den Laden. Johannes schätzte die beiden auf Mitte zwanzig. Für einen Moment konzentrierten sich die Kunden nur auf Nadine, welche die beiden begrüßte und fragte, ob sie helfen könne. Schon hatte die Frau Johannes entdeckt. »Oh mein Gott.« Mehr konnte sie nicht sagen. »Das ist unser lebendes Model für den SM-Bereich«, erklärte Nadine und bat ihre Kunden, näher ran zu gehen. Nach kurzem Zögern kamen sie der Aufforderung nach.

»Was trägt er da um seinen Schwanz?«, wollte der Mann wissen und bekam aufgrund seiner vulgären Wortwahl sofort den entsetzen Blick seiner Begleiterin zu spüren. »Das ist eine Keuschheitsvorrichtung«, erwiderte Nadine und erläuterte in der Folge Funktionsweise und Zubehör. »Das heißt, er kann nicht ohne die Zustimmung seiner Herrin an sich herumspielen oder kommen?«, hakte die junge Kundin nach. »Genau so ist es«, bestätigte Nadine und wies darauf hin, dass Johannes schon einige Tage ohne Orgasmus auskommen musste. »Daher ist er auch sehr empfindlich«, lachte sie und kratzte mit ihren Fingernägeln die Innenseite seiner Oberschenkel entlang, woraufhin Johannes sich in seinen Fesseln wand.

»Wirklich beeindruckend«, stellte die Frau fest, während der Mann eher einen kritischen Blick auf den Keuschheitsgürtel warf. »Ich weiß ja nicht«, meinte er, doch seiner Freundin schien die Idee immer mehr zu gefallen. »Warum denn nicht?«, meinte sie. »Immerhin wollten wir etwas Neues ausprobieren. Genau deshalb sind wir hier.« »Ja, aber warum denn einen Keuschheitsgürtel?«, wollte er wissen und sie entgegnete ihm: »Ja, aber warum denn Analsex?« Kurz nachdem sie die Worte ausgesprochen hatte, lief die junge Frau rot an. Es war offensichtlich, dass sie mehr ausgeplaudert hatte, als ihr lieb war. Nadine lächelte sie an. »Keine Angst«, beruhigte sie ihre Kundin. »Der Sklave kann weder hören noch sehen und ich habe schon allerlei erlebt. Sie brauchen sich also für nichts zu schämen.«

Unter seiner Maske grinste Johannes. Die Peinlichkeit des Nacktseins hatte er schon völlig vergessen, während er das Schauspiel, welches sich ihm bot, genoss. »Du bist immer die ganze Woche unterwegs«, stellte die junge Frau fest und sah ihren Partner an. »Aber du kannst mir doch vertrauen«, versicherte er ihr. »Natürlich vertraue ich dir, aber wäre es nicht toll, wenn du auf das Wochenende wartest? Tu doch nicht so, als würdest du es dir nie im Hotelzimmer selber machen.« Jetzt war es an ihm, rot anzulaufen und auch Nadine konnte nicht anders, als grinsend daneben zu stehen und abzuwarten.

»Kann ich die Einwegschlösser mal sehen?«, wollte die junge Frau wissen und Nadine holte sofort ein paar. Bei den Einwegschlössern handelte es sich um kleine Plastikmarken, die anstelle des Schlosses am Keuschheitsgürtel befestigt wurden. Im Gegensatz zu ihrem eisernen Pendant konnten sie jederzeit gelöst werden, waren dann aber nicht erneut verschließbar. »Also kann ich sehen, ob er die ganze Zeit den Keuschheitsgürtel getragen hat?«, vergewisserte sich die junge Frau und Nadine bestätigte ihre Vermutung: »Durch die eingestanzte Nummer kann er auch nicht einfach ein anderes Einwegschloss verwenden.«

»Okay, ich mach dir einen Vorschlag«, wandte sich die Frau an ihren Freund. »Wir kaufen dir einen Keuschheitsgürtel und du legst ihn jede Woche um, bevor du am Montag losfährst. Wenn am Freitag noch immer die richtige Marke das gute Stück verschließt, bin ich für den Rest des Tages deine Sklavin, ohne Wenn und Aber.« Das musste erst mal verarbeitet werden. »Nur am Freitag?«, wollte der Mann feilschen, aber darauf ließ sich seine Freundin nicht ein. »Du bist meist zum Mittag wieder da und wir gehen selten vor Mitternacht ins Bett, da bleibt dir also genug Zeit, deine Wünsche auszuleben. Überleg es dir.« Lange Überlegungen waren nicht nötig und der Mann stimmte dem Vorschlag zu. Während seine Partnerin gemeinsam mit Nadine einen Keuschheitsgürtel und eine Handvoll Einwegschlösser holen ging, kümmerte er sich um alle Spielzeuge, die er für besagte Freitagnachmittage benötigen würde.

Alles in allem gingen die beiden mit zwei großen Tüten aus dem Laden und hatten im Gegenzug wohl ein Vielfaches des Geldes dagelassen, das vorher eingeplant war. Sie blieben nicht die einzigen Kunden an diesem Nachmittag und Johannes war überrascht, wie viele Besucher der Sexshop zu verzeichnen hatte. Dass er immer wieder aufs Neue Blickfang und Gesprächsthema war, verwunderte weder ihn noch Nadine. Letztere war jedoch positiv überrascht von der Anzahl an verkauften Keuschheitsgürteln und der daraus resultierenden Umsatzsteigerung. Auch ein paar Keuschheitsgürtel für Damen fanden den Weg über den Ladentisch und Johannes hatte bei diversen Anproben den ein oder anderen Blick auf bald verschlossene Intimregionen erhaschen können. Er wusste nicht, ob er Nadine für diese Gelegenheit dankbar sein sollte oder nicht, denn sein bestes Stück presste sich mehrfach vergebens gegen sein Gefängnis.

Es war bereits nach sieben Uhr, als Charlotte wiederkam. Gut gelaunt schlenderte sie in den Laden, der kurz darauf geschlossen hatte. »Ich hoffe, er hat sich gut benommen«, meinte Charlotte und nickte in Johannes’ Richtung. »Er hatte ja nicht wirklich eine Wahl«, lachte Nadine und erzählte Charlotte von dem umsatzstarken Nachmittag. »Ich denke, es ist nur fair, wenn du dir im Gegenzug ein paar Sachen aussuchst«, schlug die Verkäuferin vor. »Aufs Haus, versteht sich.« Das ließ sich Charlotte nicht zweimal sagen und schon war sie auf dem Weg durch den Laden. Johannes hingegen verharrte weiter in seiner Position.

»Das hier sieht interessant aus«, rief Charlotte und hielt einen großen Karton hoch. »Das ist ein Reizstromgerät«, erklärte Nadine. »Neben der Kontrolleinheit sind auch noch vier Pads und die Kabel in der Packung.« Nadine packte alles aus und zeigte Charlotte die Bedienungsanleitung. »Die Sicherheit des Geräts ist geprüft und es kann nichts passieren«, versicherte Nadine. Charlotte hatte das Gerät bereits zusammengebastelt und Batterien eingelegt. »Na ja, probieren geht über Studieren«, meinte sie und ehe sich Johannes versah, befand sich je eines der selbstklebenden Pads an seinen Brustwarzen sowie links und rechts an den Hoden. Lediglich sein Penis hatte innerhalb des Keuschheitsgürtels keine Angriffsfläche geboten.

Unter Anleitung von Nadine drehte Charlotte an den Knöpfen der Kontrolleinheit und freute sich über jedes Zucken von Johannes. Das anfängliche Kribbeln wurde immer unangenehmer, als Charlotte sich oder besser gesagt Johannes eine immer größere Stromstärke zutraute. Der bedauernswerte Delinquent hatte das Gefühl, seine Hoden würden regelrecht in ihrem Sack umherspringen, wenn ein Stromschlag seine Kronjuwelen malträtierte. Nachdem Charlotte genug gespielt hatte, stellte sie das Gerät auf Autopilot und stöberte weiter nach brauchbaren Spielzeugen.

Zwischen den Stromstößen, die nun unregelmäßig und in zufälliger Stärke ausgesendet wurden, konnte Johannes das Gespräch zwischen Nadine und Charlotte verfolgen. »Wie war denn dein Date?«, wollte Nadine wissen, während sie Charlotte diverse Zubehörteile zu dem Reizstromgerät zeigte. »Na ja, dass er schon viel Kopf hat, wusste ich ja. Allerdings hat er auch einiges in der Hose, soviel ist sicher«, lachte Charlotte. »Du hast doch nicht mit ihm …«, fing Nadine an, doch Charlotte schüttelte sofort den Kopf. »Nein, ich habe nicht mit ihm geschlafen. Ich hatte lediglich einen tollen Ausblick in der Sauna.« Wie viel sie selbst von sich gezeigt hatte, ließ Charlotte jedoch offen.

Eifersucht keimte in Johannes auf, als er sich vorstellte, wie Charlotte nackt oder höchstens mit einem Handtuch bekleidet vor fremden Männern herumlief und sich selbst an ihren hüllenlosen Körpern erfreute. Doch im nächsten Moment traf ein heftiger Stromschlag seinen linken Hoden, sodass Johannes laut aufstöhnte und nicht mehr an eventuelle Nebenbuhler denken konnte. »Sei schön brav, sonst lass ich dich über Nacht hier«, scherzte Charlotte. »Du kannst ihn ruhig öfter hier lassen«, stimmte Nadine zu. »Er ist gut fürs Geschäft.« »Mal schauen, was sich einrichten lässt«, erwiderte Charlotte, ehe sie alle gewünschten Artikel zusammenpackte und in diesem Zuge auch Johannes von dem Reizstromgerät erlöste.

Mehr als eine große schwarze Tüte bekam Johannes nicht zu Gesicht, als Charlotte mit ihm zum Auto ging. Erneut hatte er nur das kleine pinkfarbene Handtuch, um seine Blöße zu bedecken. Auf der Fahrt sprachen die beiden nicht viel, doch Charlotte summte vergnügt vor sich hin. Offensichtlich hatte sie wirklich einen tollen Nachmittag verbracht. »Du solltest als Erstes dein Sportzeug waschen«, sagte Charlotte, als sie in die Straße ihrer Wohnung einbog. »Ach ja, und das Handtuch vom Fitnesscenter. Dann kannst du es Katja morgen gleich wiedergeben.«

»Morgen?« Johannes fiel aus allen Wolken. »Natürlich morgen«, gab Charlotte zurück. »Ich habe dir doch gesagt, dass du jeden Dienstag und Donnerstag eine Stunde bei ihr hast. Welcher Tag ist denn morgen?« »Donnerstag«, stellte Johannes leise fest. »Na also, dann sind wir uns ja einig.« Charlotte stellte den Wagen ab und gab Johannes einen Moment Zeit, seine Sportsachen zusammenzusuchen. Danach musste er aussteigen und warten, ehe Charlotte ihre Tasche und die neuen Spielzeuge genommen und das Auto abgeschlossen hatte.

Johannes war es unangenehm, ohne richtige Bekleidung in ihrem Wohngebiet zu stehen. Er versuchte den Rentner, der seinen Hund Gassi führte und ihm einen verständnislosen Blick zuwarf, zu ignorieren. Für Johannes war eine gefühlte Ewigkeit vergangen, ehe Charlotte die Haustür aufgeschlossen und gemeinsam mit ihm in den Flur gegangen war. Auf dem Weg zur Wohnung begegneten sie zu Johannes’ Erleichterung keinem Nachbarn.

Oben angekommen, nahm Johannes das Handtuch sowie seine Sportklamotten und ging damit ins Badezimmer. Das Handtuch kam mit anderen in die Waschmaschine, während der Sportdress mittels Handwäsche gereinigt wurde. Charlotte war verblüfft, dass Johannes nicht alles unbedacht in die Trommel geworfen hatte und kümmerte sich ihrerseits um das Verstauen der neuen Errungenschaften. Während die Klamotten zum Trocknen auf der Leine hingen und die Waschmaschine immer noch beschäftigt war, sollte Johannes das Abendessen vorbereiten.

Nachdem beide gegessen hatten und die frisch gewaschenen Handtücher den Weg in den Wäschetrockner gefunden hatten, durfte Johannes sich bettfertig machen. Der Tag steckte ihm spürbar in den Knochen und so war er überglücklich, als er endlich auf der Couch im Wohnzimmer lag und seinen Körper entspannen konnte. Aufgrund seiner Erschöpfung machte auch sein bestes Stück keinerlei Anzeichen, sich gegen sein Gefängnis zu wehren und ehe Johannes sich versah, war er eingeschlafen.


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