Ehesklave

Kapitel 5

Der Dienstagmorgen hielt für Johannes den gleichen Ablauf wie am Vortag bereit. Gewillt, Charlotte keinen Anlass zu geben, ihn zu bestrafen, machte Johannes gute Miene zum bösen Spiel und ließ ohne Murren das Programm über sich ergehen. Ihm war klar, dass er Charlottes Gunst bedurfte, um in naher Zukunft mit einem Orgasmus beschenkt zu werden. Das morgendliche Joggen war erneut sehr erniedrigend, doch für zwölf gelaufene Runden gab es dieses Mal eine Tasse Kaffee und den Orangensaft zu den Brötchen.

Als Johannes nach der kalten Dusche und mit angelegtem Keuschheitsgürtel ins Schlafzimmer ging, um sich für das Büro anzuziehen, entdeckte er neben Charlottes Seite vom Ehebett einen roten Vibrator. Bei genauerem Betrachten fiel Johannes das getrocknete Lustsekret in den Rillen, die den künstlichen Freudenspender überzogen, auf. Scheinbar hatte sich Charlotte zwischen dem gemeinsamen Duschen am Abend und dem Wecken ein wenig Freude bereitet. Schon schwirrten zahlreiche Fragen durch Johannes’ Kopf. Hatte Charlotte das Liebesspiel unter der Dusche nicht gereicht? Hatte es sie angetörnt, dass er nach wie vor auf Erlösung warten musste? Hatte sie den Vibrator einfach vergessen oder bewusst liegen lassen, um ihm vor Augen zu führen, dass er ersetzt worden war?

»Kommst du endlich?«, rief Charlotte ungeduldig aus dem Flur. Johannes beeilte sich, fertig zu werden und war kurz darauf auch schon bei seiner Frau. »Was hat denn da so lange gedauert?«, wollte sie wissen. »Ich hatte Probleme mit der Krawatte«, log Johannes und war froh, dass Charlotte ihm diese Ausrede abnahm und sie sich ohne weitere Zwischenfälle auf den Weg ins Büro machen konnten. Dort empfing sie erneut Frau Müller mit den neusten Unterlagen.

»Sie denken doch sicher an den Termin mit meiner Tochter?«, wollte die Sekretärin von Charlotte wissen. »Aber sicher doch«, meinte diese. »Es bleibt bei 14 Uhr?« »Ja«, bestätigte Frau Müller, ehe das Telefon ihre Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. Gefolgt von Johannes ging Charlotte in ihr Büro und packte die Akten auf ihren Tisch. »Welchen Termin hast du denn mit Frau Müllers Tochter?«, wollte Johannes wissen. »Na ja, ihre Tochter interessiert sich für die Werbebranche und gestern hat sie mich gefragt, ob ich mich nicht mal mit ihrer Kleinen zusammensetzen und schauen kann, ob wir eine Aufgabe für sie haben«, erklärte Charlotte, die sich schon ihren Unterlagen zugewandt hatte.

Johannes wusste, wenn bei Familie Müller die Volksweisheit galt, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, und die junge Frau auch nur einen Teil der Arbeitsmoral ihrer Mutter mitbekommen hatte, so würde sich sicher eine Aufgabe finden lassen. Ohne weiter darüber nachzudenken, ging Johannes in sein Büro und kümmerte sich um das Tagesgeschäft. Charlotte tat es ihm gleich und so hörte er den gesamten Vormittag nichts von ihr.

Gegen zwölf Uhr stand sie in seinem Büro und forderte ihn auf, in das ihrige zu kommen. Als er dort ankam, fand er den Aktenschrank, den er am Vortag leer gelassen hatte, mit offenen Türen vor. Charlotte beorderte ihren Gatten sogleich in den Schrank und ließ ihn verschiedene Positionen einnehmen. Immer wieder markierte sie sogleich mit Bleistift ein paar Punkte neben seinen Hand- und Fußgelenken. Es dauerte fast eine Viertelstunde, bis Charlotte zufrieden war und Johannes aus dem Schrank kommen durfte. »Ich bin dafür, dass wir uns etwas zu essen bestellen«, meinte Charlotte und hielt Johannes die Karte eines nahegelegenen Italieners unter die Nase. Kaum hatte er sich etwas ausgesucht, schickte Charlotte ihn Werkzeug holen, während sie telefonisch die Bestellung aufgab.

Als Johannes wieder in Charlottes Büro ankam, lagen auf ihrem Schreibtisch mehrere von den gekauften Schrauben mit Ösen. »Die Markierungen haben wir ja nicht zum Spaß gemacht«, meinte sie und auch Johannes war klar, dass die Bleistiftkringel lediglich die Vorarbeit gewesen waren. Er hatte nun die Aufgabe, die Schrauben entsprechend anzubringen. Dazu bearbeitete Johannes die dünne Schrankrückwand erst mit einem Holzbohrer, ehe er zu einem Steinbohrer griff.

Nach und nach bohrte Johannes alle Löcher, um in der Folge Dübel an Ort und Stelle zu bringen. Danach versenkte er nacheinander die Schrauben. Bei einer Länge von zehn Zentimetern und einem Durchmesser von zehn Millimetern war auch Johannes klar, dass diese Schrauben einiges aushalten würden. Die an ihnen befindlichen Ösen boten somit stabile Fesselungspunkte. Allein die Vorstellung, in Charlottes Schrank gefesselt stehen zu müssen, ließ Johannes erschaudern.

Lange Zeit darüber nachzudenken hatte Johannes nicht, denn schon klopfte Frau Müller an der Tür zu Charlottes Büro und trat nach deren Aufforderung ein. Das bestellte Essen hatte sie bereits entgegengenommen und auf Tellern angerichtet. Charlotte nahm ihr die Teller ab und brachte sie zu ihrem Schreibtisch. Die Sekretärin wünschte einen guten Appetit und ging selbst los, um mit einer Kollegin aus der Buchhaltung einen Happen zu essen.

»Spaghetti Bolognese und dein weißes Hemd werden sich wohl kaum vertragen«, gab Charlotte zu bedenken und wies Johannes auf seine Tendenz zum Kleckern hin. »Am besten wird es wohl sein, wenn du dich vor dem Essen ausziehst.« Hätte Johannes nicht schon am Vortag mit heruntergelassener Hose über Charlottes Schreibtisch gelegen, hätte er wohl erst einmal den Aufstand geprobt. Doch aus den Erfahrungen der vergangenen Tage wusste er, dass Diskussionen unsinnig waren und begann sich auszuziehen. Auf die Idee, lediglich den Oberkörper freizumachen, kam er gar nicht erst. Er war sich sicher, dass Charlotte ihn nackt haben wollte.

Als nur noch der Keuschheitsgürtel seinen Körper schmückte, durfte sich Johannes setzen und gemeinsam aßen beide. Die Angst, nackt in der Agentur erwischt zu werden, ließ es Johannes eiskalt den Rücken runterlaufen. Auf der anderen Seite erregte ihn die Situation ungemein und er merkte, wie sich sein bestes Stück gegen das Gefängnis aus Plastik drückte.

Unterdessen ließ sich Charlotte ihre Pizza schmecken und machte sich gedankenverloren Notizen. »Was schreibst du da?«, wollte Johannes wissen. »Einen Strafkatalog für neugierige Ehesklaven«, erwiderte Charlotte und freute sich über Johannes erschrockenen Blick. »Na gut, nicht wirklich«, fügte sie hinzu. »Obwohl es sicher eine gute Idee wäre. Eigentlich wird es eine Liste mit Aufgaben für die Tochter von Frau Müller. Wir wollen ja nicht, dass sie sich bei uns langweilt.« Johannes vermied weitere Nachfragen und so aßen beide schweigend zu Ende.

Nachdem beide aufgegessen hatten, durfte sich Johannes wieder anziehen und bekam von Charlotte das schmutzige Geschirr in die Hand gedrückt. Danach öffnete sie ihm die Tür und Johannes ging ins Vorzimmer, gefolgt von Charlotte. Dort angekommen, wären ihm die Teller samt Besteck fast aus der Hand gerutscht. Vor ihm stand die junge Frau mit den blonden Haaren, die sie am Strand gesehen hatten. »Das ist meine Tochter Sabine«, erklärte Frau Müller freudestrahlend.

Charlotte, die ebenfalls kurz überrumpelt war, fing sich deutlich schneller als Johannes und begrüßte Sabine freundlich. »So schnell sieht man sich wieder«, lachte sie die junge Frau an. »Ihr kennt euch?«, wollte Frau Müller von ihrer Tochter wissen. »Wie das Schicksal so will, haben wir Ihre Tochter am Wochenende am See gesehen«, warf Charlotte ein. »Haben Sie auch diesen nackten Kerl gesehen, von dem meine Tochter mir erzählt hat?«, wollte Frau Müller wissen und Johannes versuchte, für einen Moment unsichtbar zu werden. »Ja haben wir«, lachte Charlotte. »Nicht, dass es so ansehnlich gewesen wäre, oder?« »Nicht unbedingt«, stimmte Sabine ein, während Johannes aus dem Raum flüchtete, um das dreckige Geschirr endlich loszuwerden.

Als er wieder in das Vorzimmer der beiden Büros kam, winkte Charlotte ihn zu sich rein, während Sabine noch kurz bei ihrer Mutter warten musste. »Wenn das mal kein Glücksfall ist«, freute sich Charlotte und ein teuflisches Grinsen umspielte ihre Lippen. »Was hast du mit ihr vor?«, wollte Johannes wissen. Doch Charlotte nahm nur die Liste mit den geplanten Aufgaben vom Tisch und beförderte sie in den Mülleimer. »Das wirst du schon sehen«, meinte sie, »oder besser gesagt, hören.« Johannes verstand nicht sofort, doch im nächsten Moment befahl Charlotte ihm, sich zu entkleiden.

»Bitte, Herrin«, versuchte er der Situation zu entkommen, doch Charlottes Blick ließ keine Widerrede zu und ein paar Momente später stand Johannes nackt in Charlottes Büro. Ohne weiteres Zögern beorderte Charlotte Johannes zu dem leeren Aktenschrank und legte ihm Ledermanschetten an Hand- und Fußgelenke. Danach fesselte sie ihn in X-Form an den Halterungen im Schrankinneren. Zum Abschluss holte sie noch einen Seidenschal aus ihrer Tasche und legte ihn Johannes um die Augen. Nun verstand er, was sie mit hören und nicht sehen meinte.

Als Nächstes bekam Johannes mit, wie Charlotte die große Doppeltür des Aktenschrankes schloss und Sabine in den Raum bat. Ob Sabine sich wunderte, dass er nicht mehr da war, bekam Johannes nicht mit, denn darüber verlor sie kein Wort. Charlotte spulte trotz der besonderen Situation erst einmal das Standardprogramm ab. Sie erläuterte ihrer Bewerberin die Arbeitsabläufe in der Agentur und die Erwartungen an neue Mitarbeiter. Johannes verstand trotz der geschlossenen Schranktüren jedes Wort. Auch er kannte den Ablauf von Charlottes Bewerbungsgesprächen und wusste, dass sie neben den Dingen, die sie schon im Schlaf hätte erzählen können, die Unterlagen der Person, welche ihr gegenübersaß, erneut durchging.

Als sie mit dem Üblichen fertig war, stellte Charlotte eine Frage, die auch Johannes auf der Zunge brannte, seit er den Vorraum von Frau Müller nach dem Mittagessen betreten hatte: »Sabine, ist es nur ein komischer Zufall, dass du dich hier bewirbst?« Die Befragte druckste etwas herum, rückte aber schließlich mit der Sprache raus. »Ich wollte schon immer in die Werbebranche«, erwiderte sie. »Eigentlich nie in die Agentur, in der meine Mutter arbeitet. Doch als ich sie am Sonntagabend besucht habe, hat sie mir erneut von ihrer Arbeit hier vorgeschwärmt und mir sogar ein Bild von der letzten Betriebsfeier gezeigt.« »Und darauf hast du mich und meinen Mann erkannt«, schlussfolgerte Charlotte. Das stillschweigende Nicken von Sabine bekam Johannes nicht mit, wohl aber, dass Charlotte ihn mal wieder als ihren Mann bezeichnet hatte. Ob bewusst oder unbewusst, konnte er nicht einschätzen.

»Dass du trotzdem oder besser gesagt gerade deswegen deine Mutter gedrängt hast, dass sie schnellstmöglich ein Bewerbungsgespräch arrangiert, finde ich äußerst interessant«, meinte Charlotte. »Glaub mir, deine Mutter hat mir gestern sehr deutlich zu verstehen gegeben, wie wichtig es dir wäre, hier anfangen zu dürfen.« Johannes in seinem stillen Kämmerlein wusste aus Erfahrung, dass Charlotte schon immer gut eins und eins zusammenzählen konnte und auch ihm erschloss sich, dass neben der Werbung auch die Beziehung zwischen Charlotte und ihm ein faszinierender Punkt bei der zwanzigjährigen Blondine war.

Nach einem kurzen Moment des Schweigens hörte Johannes, wie Charlotte sich von ihrem Stuhl erhob und zu ihm an den Schrank kam. Obwohl er ahnte, was kommen sollte, zog sich alles in ihm zusammen, als er hörte und am Luftzug spürte wie Charlotte schwungvoll die Türen des Schrankes öffnete. Er konnte Sabine nicht sehen, aber er spürte ihre Blicke wie Nadelstiche auf seinem Körper. Johannes war sich sicher, dass Sabine schon den Keuschheitsgürtel entdeckt hatte und es ihr schwerfallen würde, den Blick davon zu lösen.

Dann war es Charlotte, die das Wort an Sabine richtete: »Ich mache dir jetzt einen Vorschlag und du hast zehn Sekunden, um dich zu entscheiden.« Charlotte gönnte sich und Sabine eine Kunstpause, ehe sie das Angebot unterbreitete. »Du kannst jetzt gehen und wir tun so, als wäre nie etwas gewesen. Oder du bleibst und wirst meine persönliche Assistentin. Dass wir dann von keinem normalen Bürojob sprechen, versteht sich wohl von selbst. Du solltest dabei bedenken, dass ich absoluten Gehorsam erwarte und ein Versagen nicht nur für dich Konsequenzen hat.« Johannes konnte nur erahnen, dass Charlotte mit dem letzten Satz auf den in drei Monaten auslaufenden Arbeitsvertrag von Frau Müller anspielte. »Was soll es sein?«, wollte Charlotte wissen.

Johannes war klar, dass sie die Türen nicht umsonst geöffnet hatte und Sabine die Entscheidung schon gefällt hatte, bevor Charlotte mit ihrer Ansprache fertig gewesen war. »Ich bleibe«, sagte Sabine mit fester Überzeugung. Das siegessichere Lächeln, das nun Charlottes Lippen umspielte, konnte Johannes spüren, auch wenn die Augenbinde die visuelle Bestätigung verhinderte.

»Ausziehen!« Der Befehl kam schnell, direkt und für Sabine unerwartet. »Ich s-s-soll mich …«, stotterte sie. »Ja, du sollst dich ausziehen«, meinte Charlotte ungeduldig. »Aber meine Mutter …«, gab Sabine zu bedenken. »Die sitzt im Vorzimmer und wird mich definitiv nicht bei einem Bewerbungsgespräch stören. Also wird’s bald?« An Charlottes Tonfall konnte Johannes merken, dass sie ungeduldig wurde. »Oder war deine Entscheidung überhastet und du bist doch nur ein kleines Mädchen, das zu feige ist, um mit den Großen zu spielen?« »Nein«, antwortete Sabine zaghaft. »Nein, Herrin«, sprach ihr Charlotte die gewünschte Antwort vor, die Sabine brav wiederholte.

Kurz darauf hörte Johannes es rascheln und schloss daraus, dass Sabine sich tatsächlich entkleidete. So sehr er es auch versuchte, er konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, was Sabine anhatte. Er hatte sich zu sehr darauf konzentriert, beim erneuten Aufeinandertreffen so gut im Hintergrund zu bleiben wie nur möglich.

Es verging eine ganze Zeit und auf Johannes wirkte es so, als würde Sabine versuchen, das Unvermeidbare hinauszögern zu wollen. Einen Moment lang ließ Charlotte die junge Frau offenbar gewähren, ehe sie Sabine aufforderte, auch die letzten Kleidungsstücke abzulegen: »BH und Slip auch, hopp hopp! Am See hast du dich doch auch nicht so angestellt, als du die Bikinis getauscht hast.« Jetzt wurde Johannes bewusst, dass Sabine zwei Tage zuvor tatsächlich nur wenige Meter neben ihm nackt gewesen war und ihm somit bereits ein zweites Mal der ersehnte Anblick verwehrt wurde. Allein die Vorstellung von Sabines nacktem Körper sorgte dafür, dass sein bestes Stück mit aller Kraft gegen den Keuschheitsgürtel drückte.

»Beine auseinander und die Hände im Nacken verschränken«, legte Charlotte in Sachen Befehle nach. Johannes kannte die Position nur zu gut und der Gedanke, dass Sabines Blöße jeglichen Blicken freigegeben war, half nicht wirklich, seine Erregung zu verringern. Johannes nahm wahr, dass sich Charlotte wieder vom Schrank entfernte und an ihrem Schreibtisch Platz nahm. Danach hörte er, wie sie etwas am Computer tippte. Es musste der Arbeitsvertrag sein, den sie entsprechend anpasste. Die gesamte Zeit sagten weder Charlotte noch Sabine ein Wort.

Die beklemmende Situation wurde für Sabine nicht besser, als Charlotte mit dem Arbeitsvertrag durch war. »Hast du im Moment einen festen Freund?«, wollte Charlotte wissen. »Nein, Herrin.« »Wie viele feste Freunde hattest du schon?« »Drei, Herrin.« Die Fragestunde ging immer weiter. Sabine erzählte, dass sie alle drei Partner oral befriedigt hatte, dass sie ihr erstes Mal mit dem zweiten Freund im Alter von 16 Jahren erlebt hatte und dass die Beziehung mit dem dritten vor einem halben Jahr in die Brüche gegangen war. Abgesehen von ein paar Küssen während Partyspielen hatte sie keine Erfahrungen mit dem eigenen Geschlecht gesammelt.

Noch ließ Charlotte nicht locker: »Ein halbes Jahr ohne Kerl. Hast du da auch mal selbst Hand angelegt?« Es folgte ein Moment der Stille, ehe Sabine die Frage leise bejahte. »Wie oft machst du es dir?« »Ein- bis zweimal die Woche, Herrin.« Die Hitze, die von Sabines puterrotem Kopf ausgehen musste, konnte sogar Johannes spüren. Auf die Frage nach vorhandenem Spielzeug, gab Sabine zu, dass sie einen Vibrator besaß, mit dessen Hilfe sie ihre Spalte gerne verwöhnte. »Wann hast du dich das letzte Mal selbst befriedigt?«, stellte Charlotte die nächste peinliche Frage. Einen kurzen Moment zögerte Sabine, ehe sie wahrheitsgemäß antwortete: »Am Sonntagabend, Herrin.«

Zu Johannes’ Verwunderung ließ Charlotte die Antwort unkommentiert. Stattdessen interessierte sie, wie es kam, dass Sabines Schambereich völlig glatt und haarlos war. »Ich gehe immer in einen Beauty-Salon, da ich zu viel Angst habe, mich bei der Intimrasur zu schneiden. Jedenfalls verwenden die dort altmodische Rasiermesser, die für ein tolles Ergebnis sorgen. Dazu kommt noch eine Lotion, die das Haarwachstum verringert, sodass man eine Woche lang frei von Stoppeln ist.« »Kannst du mir Adresse und Telefonnummer aufschreiben?« »Ich habe alles in meinem Handy gespeichert.«

Kurz darauf hörte Johannes, wie Sabine in ihrer Tasche kramte und scheinbar ihr Handy suchte. Nachdem sie es gefunden hatte, schrieb sie die gewünschten Informationen auf einen Zettel. Johannes fragte sich in der Zwischenzeit, ob Charlotte in dem Salon einen Termin für ihn oder für sich selbst machen wollte. »Danke«, meinte Charlotte freundlich, als Sabine ihr den Zettel gab. Ein Wort, das Johannes schon lange nicht mehr von ihr gehört hatte.

»Ich denke, wir sind mit dem Gespräch so weit durch«, erklärte Charlotte und gab Sabine zu verstehen, dass sie gerne am nächsten Tag anfangen könnte. »Doch vorher bekommst du noch deine Strafe, weil du mich vorhin hast warten lassen, als du dich ausziehen solltest.« Johannes wusste nicht, ob Sabine geschockt war oder ob sie einfach clever genug war, um nicht zu widersprechen. Jedenfalls schien sie das Urteil stillschweigend anzunehmen. »Stell dich hier an den Tisch und beug dich darüber«, brachte Charlotte die neue Angestellte in Position. »Die Beine auseinander und den Po schön hochstrecken. Genau so.« Das Strafmaß wurde von Charlotte auf zehn Schläge festgelegt und das dreißig Zentimeter lange Holzlineal erneut der neuen Verwendungsmöglichkeit zugeführt.

»Ich möchte, dass du jeden Schlag mitzählst und dich anschließend dafür bedankst«, erklärte Charlotte. »Hast du das verstanden?« »Ja, Herrin«, erwiderte Sabine mit einem deutlich nervösen Unterton in der Stimme. Es folgte ein Moment der Stille, in welchem Charlotte Sabine die Gelegenheit gab, sich in die aufkommende Anspannung noch etwas mehr hineinzusteigern, während die Delinquentin die Pobacken mehrfach an- und entspannte. Dann war es so weit. Das Lineal klatschte zum ersten Mal auf Sabines dargebotenes Hinterteil. »Eins«, zählte Sabine, nachdem sie kurz durchgeatmet hatte. »Danke, Herrin.« Es folgten vier weitere Schläge, ehe Charlotte ihrem Opfer eine Pause gönnte.

Johannes spürte, wie seine Frau an ihn herantrat. »Ein toller Anblick, wie Sabine da vor dir liegt. Splitternackt, den Po nach oben gestreckt und die Beine weit auseinander, sodass nichts verborgen bleibt«, schilderte sie, während ihre Fingerspitzen seine Brustwarzen neckten. »Zu dumm, dass dieser Schal vor deinen Augen ist.« Lachend ging sie zurück zu Sabine, die sich etwas von den ersten Schlägen hatte erholen können. »Bist du bereit für die letzten fünf?«, wollte Charlotte wissen und war positiv beeindruckt, als Sabine mit fester und sicherer Stimme antwortete: »Ja, Herrin.«

Die folgenden fünf Schläge kamen etwas härter und trotz besseren Wissens zweifelte Johannes, ob die Tür von Charlottes Büro schalldicht genug war, um das laute Klatschen des Lineals auf Sabines Po zu absorbieren. Unterdessen kam auch dieses Mal kein unnötiger Laut über Sabines Lippen. Beständig zählte und bedankte sie sich. »Hast du deine Lektion gelernt und wirst das nächste Mal meine Anweisungen sofort ausführen?«, wollte Charlotte wissen. »Ja, Herrin«, antwortete Sabine demütig. »Dann darfst du dich jetzt anziehen.« »Danke, Herrin.«

Johannes konnte sich vorstellen, dass Sabine so schnell wie möglich ihre Kleidung wieder am Leib spüren wollte. »Den Slip kannst du liegen lassen«, meinte Charlotte. Es war weniger ein Können als mehr ein Müssen, aber Sabine protestierte nicht. Erst nachdem die junge Frau bis auf das fehlende Stück Unterwäsche komplett angezogen war, löste Charlotte Johannes’ Fesseln und nahm ihm die Augenbinde ab.

Erneut völlig nackt vor Sabine zu stehen, trieb ihm schnell die Schamesröte ins Gesicht, doch auch Sabine wagte es nicht, ihren Blick zu heben, nachdem Johannes ihrem peinlichen Verhör und ihrer Strafe beigewohnt hatte. Die einzige Person im Raum, die sich bemühen musste, nicht von einem Ohr zum anderen zu grinsen, war Charlotte, die auf ihrem Chefsessel Platz genommen hatte. »Du kannst dich dann auch anziehen«, meinte sie gönnerhaft zu Johannes, der dem auch umgehend nachkam. »Danke, Herrin.«

Anschließend hatte er die Aufgabe, den fertigen Arbeitsvertrag für Sabine vom Drucker zu holen, der mit beiden Computern in den Büros von Johannes und Charlotte verbunden war und im Vorraum bei Frau Müller stand. Die sonst schon immer gut gelaunte Sekretärin überreichte ihrem Chef fast überschwänglich das Arbeitspapier geheftet und in doppelter Ausführung. Auch ohne, dass sie etwas sagte, war Johannes klar, dass sie wusste, was bei dem Gespräch herausgekommen war – zumindest teilweise.

Wieder im Büro angekommen, übergab er die Dokumente an Charlotte, die noch einmal einen Blick darauf warf und feststellen konnte, dass sie nichts vergessen hatte. »Du bekommst einen Vertrag über vierzig Wochenstunden«, erklärte sie Sabine. »Davon entfallen dreißig Stunden auf die Kernarbeitszeit von neun bis fünfzehn Uhr täglich. In dieser Zeit wirst du hier in der Agentur tätig sein und anfallende Aufgaben erledigen. Die restlichen zehn Stunden werde ich nach Bedarf einteilen. Das kann jederzeit passieren. Zusätzlich zu den sechs Stunden an Wochentagen oder am Wochenende. Die Aufgaben in dieser Zeit müssen nicht zwingend etwas mit der Arbeit hier zu tun haben. Hast du das verstanden?« »Ja, Herrin.« Charlotte nickte zufrieden und ging mit Sabine noch die restlichen, nicht weniger wichtigen Details wie Urlaub und Gehalt durch. Nachdem alle Punkte geklärt waren, unterschrieben alle Beteiligten die Arbeitsverträge. Ein Exemplar durfte Sabine mitnehmen, das andere verblieb in der Agentur.

Als Charlotte gefolgt von Johannes und Sabine in den Vorraum der Büros kam, strahlte Frau Müller die drei an. »Ich hoffe, Sie kommen gut klar mit Ihrer Tochter, denn Sie werden sich jetzt öfter sehen«, lüftete Charlotte das offene Geheimnis und Frau Müller gab ihr zu verstehen, dass das sicher kein Problem sein würde und wie sehr sie sich darüber freue, dass es geklappt hat mit der Anstellung. Sabine und Johannes hingegen hielten sich, so gut es ging, im Hintergrund. »Zur Feier des Tages können Sie ruhig schon mal Feierabend machen und gemeinsam mit Sabine zu Hause darauf anstoßen«, schlug Charlotte vor und Frau Müller nahm dankend an.

Johannes sah den beiden Frauen nach, als sie den Bürokomplex verließen. Erst jetzt musterte er Sabines Kleidung und musste feststellen, dass diese aus einer Bluse und einem knielangen Rock bestand. Der Gedanke, dass sie unter letzterem keine Unterwäsche trug, sorgte erneut für Enge in dem verhassten Keuschheitsgürtel. Eigentlich hatte er erwartet, dass, sobald er mit Charlotte allein in den Chefbüros war, sie eine erneute Entkleidung verlangen würde, doch dem war nicht so. Stattdessen mahnte sie ihn, sich um die Aufgaben zu kümmern, die seit dem Mittagessen liegen geblieben waren.

Fast schon dankbar ging Johannes in sein Büro und tatsächlich fanden sich zahlreiche neue Nachrichten in seinem Postfach und die Aufgabenliste daneben war auch nicht auf magische Weise kürzer geworden. Nach und nach arbeitete Johannes neue Aufträge ab und brachte laufende nach Rückmeldung mit den verantwortlichen Bearbeitern auf den neuesten Stand. Für die nächsten Stunden schien alles wie eh und je. Auch der Weg nach Hause war, abgesehen davon, dass Charlotte fuhr, nichts Besonderes.

Zu Hause angekommen, wusste Johannes, dass er sich als Erstes zu entkleiden hatte und tat dies zu Charlottes Wohlgefallen auch sogleich. Danach musste er sich bei Charlotte in der Abstellkammer melden. Wie er es von seiner Frau kannte, wurde ein Projekt bis zur Fertigstellung zielstrebig verfolgt und das immer mit vollem Einsatz. Charlotte hatte bereits angefangen, Markierungen auf der Seite zu machen, wo am Ende das Bett stehen würde und beorderte Johannes an die Wand, welche der Tür gegenüberlag und erneut musste Johannes die gleichen Positionen wie am Vormittag einnehmen, sodass Charlotte die gewünschten Markierungen machen konnte.

Dazu kamen noch Bohrmarkierungen für fünf Haken, ein Regal und vier Kerzenhalter. Dann hieß es für Johannes einmal mehr Löcher bohren, Dübel setzen und Schrauben sowie Haken versenken. Durch die zusätzlichen Markierungen im Raum brauchte er etwas länger als noch am Vormittag im Büro. Nachdem er mit diesem ersten Schritt fertig war, galt es, das Regal sowie die Kerzenhalter anzubringen. Auch wenn Johannes zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich geschafft war, so ließ Charlotte nicht locker und forderte den Aufbau des Bettes sowie das Anbringen des Vorhangs im Türrahmen.

Der Widerstand, der sich in Johannes breitmachte, war nur von kurzer Dauer und nach einem kurzen »Ja, Herrin.« macht er sich wieder an die Arbeit. Trotz einer konfusen Anleitung und geschwundener Motivation stand das Bett innerhalb der nächsten halben Stunde an Ort und Stelle. Vorhang und Kerzenhalter waren erst recht ein Kinderspiel.

Aus der Küche duftete das Essen, dass Charlotte vorbereitete, bereits köstlich und sorgte bei Johannes dafür, dass ihm das Wasser im Mund zusammenlief. Zu seinem Leidwesen, war die Liste der Aufgaben noch nicht ganz abgearbeitet und so hieß es für ihn weiter schuften. Dass seine nächste Aufgabe jedoch Putzen war, ließ die Hoffnung aufkommen, dass ein Ende in Sicht war. Um Charlotte keinen Grund zur Unzufriedenheit zu geben, gab sich Johannes dabei alle Mühe, sodass am Ende nicht ein Staubkorn mehr zu finden war.

Zufrieden begutachtete Charlotte das Ergebnis. Schnell hatte sie alle Utensilien zusammengesammelt und begonnen, den Raum einzurichten, während Johannes ins Bad geschickt wurde. Wie schon am Tag zuvor erlaubte Charlotte ihm, sich warm zu duschen. Da sie jedoch nicht dabei war, blieb der Keuschheitsgürtel an seinem angestammten Platz, sodass Johannes die wohltuende Dusche nur halb genießen konnte. Als er fertig war, achtete er darauf, das Bad ordentlich zu hinterlassen.

Wieder bei Charlotte angekommen, staunte er nicht schlecht. Erst zu diesem Zeitpunkt bekam er mit, was aus dem unscheinbaren Abstellraum im Verlauf der vergangenen Tage geworden war. Hinter einem Vorhang verborgen, lag der zwei mal zwei Meter große, in ziegelrot gestrichene Raum. Wenn man ihn betrat, so war auf der rechten Seite das Bett aus schwarzem Holz, das gut die Hälfte der vier Quadratmeter einnahm. Charlotte hatte die Matratze mit einem schwarzen Lacklaken bezogen. Zahlreiche Fesselmöglichkeiten waren rings um das Bett verteilt. Darüber war das Regal angebracht, auf dem bereits ein paar Klammern und Lederbänder auf ihren Einsatz warteten.

Auf der linken Seite waren fünf Haken an der Wand. Am ersten hing die Gerte, am zweiten das Paddel. Die restlichen drei würden noch gefüllt werden, da hatte Johannes keine Zweifel. Gegenüber der Tür waren weitere Fixierungspunkte angebracht worden. Vier Kerzenhalter in den Ecken des Raumes rundeten das Bild ab und sorgten für eine schaurige Atmosphäre. Einerseits war Johannes stolz auf die kleine Folterkammer, die er hier geschaffen hatte, doch andererseits wollte er nicht erleben, welche Möglichkeiten dieser neue Raum Charlotte eröffnen würde.

»So, du Held der Arbeit«, meinte Charlotte gut gelaunt, »dann lass uns mal etwas essen.« Vergnügt folgte Johannes seiner Eheherrin in die Küche und durfte wie am Vorabend ein kühles Bier und ein leckeres Essen genießen, das alle Mühen und Anstrengungen des Tages vergessen ließ. Während der gesamten Zeit schwärmte Charlotte davon, dass der Raum viel besser geworden sei, als sie es sich vorgestellt hatte und lobte Johannes mehrfach für seinen Einsatz. Für Johannes galt es schon fast als sicher, dass seine Keuschheit an diesem Abend zumindest ein vorläufiges Ende nehmen würde.

Nachdem beide aufgegessen hatten, bat Charlotte Johannes, sich um die Küche zu kümmern mit dem Hinweis, sie wolle sich schnell etwas anderes anziehen. Ganz Gentleman sprang Johannes sofort auf und kümmerte sich um das dreckige Geschirr und die Töpfe. Während er in der Küche herumwirbelte und alles auf Hochglanz putzte, fragte er sich, welche heißen Dessous Charlotte wohl gerade anziehen würde.

Daher staunte er nicht schlecht, als Charlotte plötzlich in einem gewagten Abendkleid vor ihm stand. Einen kurzen Mantel sowie eine Handtasche hatte sie unter dem einen Arm, ein paar High Heels in der Hand des anderen. »Gehen wir aus?«, wollte Johannes etwas verdutzt wissen. »Ich gehe aus«, stellte Charlotte klar. »Ich bin schon ewig nicht mehr um die Häuser gezogen und ich denke, heute ist der richtige Tag dafür.«

So vorsichtig es ging, formulierte Johannes die Frage, was mit ihm sei. »Im Grunde genommen ist es für dich an der Zeit ins Bett zu gehen«, stellte Charlotte fest. »Immerhin hast du einen schweren Tag hinter dir und wir wollen ja nicht, dass du morgen durchhängst.« Sie bemerkte Johannes’ enttäuschten Blick. »Aber ich will mal nicht so sein«, meinte sie daraufhin. »Du hast dir wirklich Mühe geben und ich muss zugeben, dich auch ein Stück weit selbst übertroffen, sodass ein Film auf jeden Fall noch drin ist.«

Johannes musste aufpassen, dass ihm die Gesichtszüge nicht entgleisten. ›Ich bin doch kein sechsjähriges Kind, das man mit langem Aufbleiben und einem Film belohnt‹, dachte er bei sich, wohl darauf bedacht, diese Gedanken bei sich zu behalten. Für das erstaunte Gesicht und den offenen Mund sorgte Charlotte dann aber doch noch, als sie aus einer schwarzen Tüte, die offensichtlich aus dem Sex-Shop stammte, eine DVD hervorbeförderte. Mit so einem Film hatte Johannes nicht gerechnet.

Charlotte nutzte die Verwirrung von Johannes und ehe er sich versah, lag er zwischen seinem Bettzeug auf der Couch und verfolgte die ersten Minuten des Pornostreifens, in welchem zwanghaft versucht wurde, eine Geschichte aufzubauen, während Charlotte aus der Tür und in die Nacht verschwunden war. Obwohl Johannes wusste, dass der Film seine Erregung nur noch mehr steigen lassen würde, konnte er ihn nicht ausschalten.

Zu sehr lechzte sein Körper nach Sex und wenn dieser nur als Film abgespielt wurde. Johannes wurde regelrecht neidisch auf die Männer, die im Verlauf des Filmes ein junges Ding nach dem anderen auf jede erdenkliche Art nahmen. Immer wieder glitt eine Hand zu seinem besten Stück, doch wich schnell und vergrämt wieder zurück, nachdem sie auf hartes, unnachgiebiges Plastik gestoßen war. Nachdem der Film vorbei war, schaltete Johannes den Fernseher aus und legte sich hin.

Doch an Schlaf war einmal mehr nicht zu denken. Johannes spürte den Druck, unter dem seine Eier standen und musste erneut erleben, wie sein bestes Stück sich erfolglos gegen den Keuschheitsgürtel presste, auf der Suche nach Freiheit. So war es auch kein Wunder, dass Johannes noch immer wach war, als Charlotte kurz vor Mitternacht nach Hause kam. Als er hörte, dass sie die Wohnung betrat, sprang Johannes auf und rannte zu ihr.

»Bitte, erlöse mich«, flehte er sie an. »Nimm mir das Ding ab.« Völlig gebrochen kniete Johannes vor seiner Frau und klammerte sich an ihren Mantel. »Ich halte das nicht mehr aus«, jammerte er. Immer wieder wiederholte er die gleichen Sätze, während Charlotte ihn nur von oben herab ansah. Hätte sich Johannes einen Moment Zeit gelassen, bevor er sie so bestürmt hatte, wäre ihm sicher die schlechte Stimmung aufgefallen, in der Charlotte war.

»Los, aufstehen!«, befahl sie und zerrte Johannes in die Höhe. Danach trieb sie ihn in die neu eingerichtete Folterkammer und wies ihn an, sich auf das Bett zu legen. Schnell hatte sie ihm jeweils ein Paar Ledermanschetten an Hand- und Fußgelenken angelegt. Es folgte ein Halsband, an welchem sie die Manschetten der Handgelenke befestigte, ehe die Füße am Bettende an den Ecken fixiert wurden, sodass Johannes mit gespreizten Beinen da lag. Das Halsband befestigte sie mit einer kurzen Kette an Kopfende des Bettes.

Dann dauerte es auch nicht lange und Charlotte hatte den Schlüssel zu Johannes’ Keuschheitsgürtel hervorgeholt und den Quälgeist von seinem besten Stück entfernt. Ohne Umschweife stellte sich Johannes’ Zauberstab prall auf und erreichte dabei eine fast schon schmerzhafte Härte. Wild zuckte das befreite Glied hin und her und Johannes’ Hoffnungen auf einen baldigen Orgasmus wuchsen von Moment zu Moment an. Er spürte schon, wie sich sein Sperma bereit machte, nach der langen Zeit endlich aus dem Körper zu schießen.

Umso geschockter war Johannes, als Charlotte mit einer großen Schere in der Tür stand. »Charlotte, was hast du …«, fing er an, doch sie ließ ihn nicht ausreden. »Halt die Klappe!«, fuhr sie ihn an. »Ihr Männer haltet euch für so toll, was? Denk mal nicht, dass du einen Kerl findest, mit dem du an einem Dienstagabend ein gescheites Gespräch führen kannst.« Charlotte verfluchte in den folgenden fünf Minuten jeden Mann und tobte in einer Art und Weise, die es Johannes angst und bange werden ließ.

»Und du hältst dich für super toll, weil du diesen Raum eingerichtet hast«, fuhr sie fort. »Dabei habe ich die gesamte Planung übernommen und du lediglich meine Anweisungen ausgeführt. Und du denkst auch noch, du hättest irgendwas dafür verdient?« »Ich, ich …«, versuchte Johannes dazwischenzukommen. »Ruhe! Immer nur ich! Mehr ist dir wohl nicht wichtig. Du denkst nur an dich und deinen Schwanz«, fluchte sie. Johannes war starr vor Angst, während sein Blick auf den beiden silberfarbenen Scherenblättern ruhte.

Charlotte bemerkte seinen Blick und ein diabolisches Grinsen umspielte ihre Lippen. »Was denn? Hast du etwa Angst, ich könnte euch beide trennen? Oder dich kastrieren? Das soll ja bei räudigen Hunden wie dir helfen«, lachte sie. Doch Charlotte hatte nichts von alle dem vor. Allerdings hatte das Machtgefühl, das Johannes’ angsterfüllter Blick ihr gegeben hatte, ihre Stimmungslage stark verbessert.

Stattdessen nahm sie sich eine Rolle Tesafilm und ein paar Reißzwecken zur Hand. Mit der Schere schnitt Charlotte unter den Augen von Johannes einen etwa zehn Zentimeter langen Streifen Klebeband ab und legte danach Rolle samt Schere beiseite. Als Nächstes stach sie eine Reihe von Reißzwecken von der klebenden Seite durch den Tesafilm. Johannes konnte sich keinen Reim darauf machen, bis Charlotte seinen nach wie vor prallen Ständer in die Hand nahm und den Klebestreifen knapp unterhalb der Eichel einmal um seinen Penis klebte, sodass die Spitzen der Reißzwecken nach außen schauten.

Noch bevor er Fragen stellen konnte, war Charlotte verschwunden. »Viel Spaß mit deiner Stachelkeule«, lachte sie auf dem Weg ins Schlafzimmer. Dann war es dunkel und still. Einen kurzen Moment versuchte sich Johannes an den Fesseln, doch die saßen an Ort und Stelle. Er hatte wirklich ganze Arbeit geleistet in den letzten Tagen. So war zwar sein bestes Stück frei, doch es brachte ihm nichts.

Völlig geschafft vom Tag und ohne den drückenden Keuschheitsgürtel döste Johannes keine fünf Minuten später ein. Doch er wurde kurze Zeit später jäh aus dem Schlaf gerissen, als etwas in seinen linken Oberschenkel stach. Durch das Erschlaffen seines Zauberstabs war dieser samt des mit Reißzwecken versehenen Klebebands auf seinen Oberschenkel gefallen. Der Versuch durch Schütteln, den Plagegeist loszuwerden, ging nach hinten los, als sein bestes Stück samt Stacheln über die Hoden zum anderen Oberschenkel rollte. Zu keinem Zeitpunkt stach etwas durch die Haut, aber allein das Zwicken sorgte für Unbehagen bei Johannes.

Gequält stöhnte er auf. Egal, wie er sich bewegte, die Reißzwecken erfüllten ihre teuflische Aufgabe und das Klebeband dachte nicht im Traum daran, sich zu lösen. So blieb Johannes nichts anderes übrig, als sich den zuvor gesehenen Film ins Gedächtnis zu rufen, sodass sein bestes Stück wieder wuchs und als »Stachelkeule« vom Körper abstand. So langsam verstand er Charlottes Anspielung.

Einmal mehr lag Johannes in der Nacht wach und verfluchte sich selbst. Warum hatte er Charlotte bedrängen müssen? Sie war in den letzten Tag so zufrieden mit ihm gewesen und er musste sich ihr im denkbar ungünstigsten Zeitpunkt in den Weg stellen. Dass er dafür die Quittung sofort bekam, hätte ihm klar sein müssen, dachte Johannes bei sich. Mit diesen Gedanken beschäftigt, fielen Johannes langsam erneut die Augen zu und wurden wiederum kurze Zeit später aufgerissen, als seine Kronjuwelen einen stechenden Schmerz vermeldeten.


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