Abenteuer bei Vollmond 3

Kapitel 7

»Ich befürchte, du musst an die Tür, Ben«, verkündete Maren das Urteil und hielt ihm das Smartphone hin.

Ungläubig blickte Ben auf das Display.

77 Pluspunkte standen 78 Minuspunkten gegenüber.

»Das ist so knapp«, jammerte er, doch Annika freute sich diebisch.

»War das bisschen Pimmel-Bild am Ende doch nicht genug, was?«

Mittlerweile klingelte es erneut und Maren gab Ben zu verstehen, dass er seine Niederlage einsehen und die entsprechende Strafe wie ein Mann tragen sollte. Nervös nickte Ben und ging mit wackligen Beinen in Richtung Wohnungstür. Er drückte auf den Knopf der Gegensprechanlage.

»Ja, bitte?«

»Ihre Bestellung«, kam die Antwort von einer freundlichen Frauenstimme.

Ben schluckte und betätigte den Türöffner. Nur wenige Stockwerke trennten ihn von der kommenden Peinlichkeit.

»Hier, das Geld«, flüsterte Maren von hinten und drückte ihm etwas Bares in die Hand.

»Danke.«

Als es kurze Zeit später erneut klingelte, nahm Ben seinen ganzen Mut zusammen und öffnete mit einem Schwung die Tür, während Maren und Annika aus sicherer Entfernung und etwas versteckt zusahen.

»Was zum …«, begann die Lieferantin zu fluchen, doch stockte abrupt. »Ben?«

»Hannah!«

Das Level an Peinlichkeit stieg für Ben von einem auf den anderen Augenblick, als er sich seiner Ex-Freundin gegenübersah.

»Was genau soll das hier werden, wenn’s fertig ist?«, wollte die junge Frau mit den schulterlangen braunen Haaren wissen.

»Ich, ich …«, stotterte Ben und Maren kam ihm zu Hilfe.

»Er hat eine kleine Wette verloren. Hi, ich bin Maren.«

»Hannah«, stellte sich der Überraschungsgast nochmal vor und fragte dann Ben direkt: »Hast du Annika schon wieder ausgetauscht? Konntest du da wohl auch nicht so den Pascha raushängen lassen, was?«

Mittlerweile hatte auch Maren eine Ahnung, woher sich Hannah und Ben kannten und fragte gezielt nach: »Ach, hat sich Ben bei dir auch etwas gehen lassen und dann mehr Initiative eingefordert.«

»Klar hat er das«, bestätigte Hannah. »Hin und wieder mal einen geblasen bekommen, einfach nur so. Das Konzept vom Geben und Nehmen hat er noch nicht verstanden. Das hat sogar das kleine Blondchen in die Flucht getrieben, was? Na ja, viel Spaß mit dem Kerl.«

»Ich bin immer noch mit Annika zusammen«, verteidigte sich Ben und Hannah lachte auf.

»Ach ja, auch noch ein Seitensprung dazu. Klassisch Ben, würde ich mal sagen.«

»So ist das gar nicht«, ereiferte sich Ben, doch Hannah verdrehte nur die Augen.

»Ja nee, ist klar.«

»Er sagt die Wahrheit«, kam es vom anderen Ende des Flurs, wo Annika sich zu erkennen gab, noch immer nackt und die Hände vor die Blöße gehalten.

»Seid ihr irgendwie pervers oder so?«, wollte Hannah wissen, die ihren Blick zwischen dem nackten Ben, der nackten Annika und der nur in Dessous gehüllten Maren hin und her gleiten ließ.

»Wenn du möchtest, erkläre ich es dir«, bot Maren an und Hannah warf einen kurzen Blick auf die Uhr.

»Na ja, ein paar Minuten sind schon drin. Aber das Wichtigste zuerst.«

Sie überreichte die gelieferten Speisen und nahm das Geld von Ben entgegen. Gemeinsam mit Annika wurde er wieder auf den Balkon geschickt, um dort zu essen, während es sich Maren und Hannah zu zweit in der Küche gemütlich machten, um etwas zu plaudern. Ein paar Minuten lang schwiegen Ben und Annika sich auf dem Balkon sitzend an, während sie ihre bestellten Portionen beiläufig aßen.

»Was meinst du, was die besprechen?«, durchbrach Ben die Stille.

»Vermutlich reden sie darüber, was du für ein toller Liebhaber bist«, stichelte Annika und streckte ihrem Freund die Zunge raus.

»Meinst du, Hannah ist noch sauer auf mich?«, fragte er und Annika gab ihm zu verstehen, dass sie es nachvollziehen könnte.

»Du hast ihr ja nicht nur das Gleiche an den Kopf geworfen wie mir«, stellte sie fest. »Und lass mich dir sagen, dass es schon sehr kränkend sein kann, wenn der Partner sagt, dass es im Schlafzimmer langweilig ist.« Ben nickte und blickte betreten zu Boden. »Außerdem hast du sie auch mit mir betrogen«, erinnerte sie ihn. »Ebenfalls nicht die feine englische Art.«

»Besonders, wenn man bedenkt, dass du wusstest, dass er mein Freund war«, kam Hannahs Stimme aus dem Hintergrund.

Ben und Annika drehten sich erschrocken um und blickten zu Maren und Hannah, die in der Balkontür standen.

»Es tut mir leid, Hannah«, entschuldigte sich Annika und auch Ben war dabei, die wichtigen Worte zu formulieren, die er anderthalb Jahre zuvor nicht gesagt hatte, doch Hannah unterbrach ihn.

»Es muss niemandem etwas leid tun. Ja, ich war gekränkt – das wäre wohl jede Frau. Aber ganz ehrlich, es wäre auch so auf Dauer nicht gut gegangen.« Ben blickte seine Ex-Freundin erstaunt an. »Ich hoffe, dass es dein männliches Ego nicht zu sehr ankratzt, aber ich habe in der Zwischenzeit erkannt, dass mir Männer nicht reichen. Hin und wieder mal, ja. Aber das große Gefühlskino und richtig guten Sex, hatte ich seit unserer Trennung nur mit Frauen.«

Noch während Ben die neuen Informationen verarbeitete, richtete Annika das Wort wieder an Hannah.

»Dann ist doch alles gut«, stellte sie fest

Maren schritt sofort ein: »Nicht so schnell, Missy.« Annika zuckte zusammen. Immer wenn Maren sie so nannte, war Gefahr im Verzug. »Es ist immer noch nicht in Ordnung mit dem Freund einer anderen Frau in die Kiste zu springen, egal ob man selbst ungebunden ist oder die besagte Frau später feststellt, dass die Beziehung aus anderen Gründen nicht geklappt hätte.«

»Ja, Herrin«, gab sich Annika geschlagen.

»Dann sind wir uns ja einig«, erklärte Maren. »Und jetzt wird es mal Zeit, dass du dich richtig bei Hannah entschuldigst.«

Annika blickte verwundert zu Maren und diese gab ihr zu verstehen, auf die Knie zu gehen. Zögerlich kam Annika dieser Aufforderung nach und ging nackt wie sie war vor Hannah auf die Knie. Den Blick demütig gesenkt, bat sie erneut um Verzeihung.

»Wie sie da so hockt, kann man ihr kaum böse sein«, meinte Hannah mit einem verschmitzten Grinsen. »Wenn ich ganz ehrlich bin, galt meine Eifersucht auch eher der Tatsache, dass Ben dich hatte und nicht, dass du Ben hattest.« Annika blickte fragend zu Hannah hinauf. »Möchtest du es wirklich wieder gut machen?«

Langsam nickte Annika und sah dann überrascht zu, wie sich Hannah aus ihren Klamotten schälte. Ohne einen Anflug von Scham präsentierte sie kurze Zeit später ihre kleinen Brüste und den dichten Busch an brünettem Schamhaar. Keiner der Anwesenden konnte seinen Blick von dem nackten Körper abwenden.

Hannah stellte sich direkt vor Annika, die Beine schulterbreit auseinander und griff mit ihrer rechten Hand in die blonde Mähne, um das Gesicht der ehemaligen Rivalin zwischen die eigenen Beine zu dirigieren.

»Mach deine Sache gut, sonst lasse ich mir von Maren etwas für die Bestrafung holen«, drohte Hannah, doch schon im nächsten Moment keuchte sie auf. »Die Kleine weiß wirklich was sie tut. Es ist schon fast eine Verschwendung, dass sie auf Männer steht«, meinte sie zu Maren gewandt und diese nickte zustimmend, ehe sie das Wort an Ben richtete.

»Ich glaube, du hast auch etwas bei Hannah gut zu machen.«

»Ja, Herrin«, gab Ben zu.

»Dann komm her«, forderte Maren ihn auf und ließ ihren Sklaven dann direkt hinter Hannah in die Knie gehen. »Schön lecken und dass mir keine Klagen kommen.«

Für einen Moment war Ben verwirrt, doch dann verstand er Marens Anweisung. Zügig legte er seine Hände auf die Pobacken seiner Ex-Freundin und zog sie leicht auseinander, bevor er sein Gesicht dazwischen drückte und seine Zunge durch die Pospalte gleiten ließ. Immer wieder bewegte er die Zungenspitze von oben nach unten und entlockte Hannah jedes Mal ein leises Stöhnen, wenn er über den Anus strich.

»Verdammt ist das geil!«, stöhnte Hannah auf, die Augen mittlerweile fest geschlossen.

Maren stand unterdessen unbeteiligt daneben und genoss die wilde Show. Es dauerte auch nicht lange, ehe Hannah ihren Höhepunkt genoss. Im gleichen Moment gaben ihre Knie nach und sie sackte nach hinten, wo Ben sie auffing und dann sitzend abstützte. Es war ein komisches Gefühl, den verschwitzten, nackten Körper seiner Ex-Freundin so nahe an dem eigenen verschwitzten, nackten Körper zu spüren.

»Das war doch mal Einsatz«, meinte Maren mit einem freudigen Grinsen, bevor sie Hannah auf die Beine half. »Wir gehen uns jetzt frisch machen. Ihr könnt die Zeit ja nutzen, um aufzuessen, sofern ihr euch nicht gerade schon überfressen habt«, meinte sie lachend, sammelte Hannahs Klamotten ein und führte die neue Bekanntschaft ins Bad.

Nach ein paar Momenten der Ruhe, setzten sich Ben und Annika tatsächlich wieder auf ihre Liegestühle und aßen weiter.

»Damit sollte das jetzt aus der Welt sein«, meinte Annika so vergnügt, dass sie dafür einen fragenden Blick von ihrem Freund erntete. »Ach, sei doch nicht neidisch, nur weil sie eigentlich lieber mich als dich gehabt hätte.« Nun musste auch Ben grinsen.

Als Hannah und Maren ein paar Minuten später wieder auf den Balkon kamen, waren beide nicht nur frisch geduscht, sondern auch wieder komplett angezogen. Das verwunderte, insbesondere bei Maren.

»Gehen wir irgendwo hin?«, wollte Ben wissen.

»Wir ja, du nicht«, antwortete Hannah und überreichte Annika einen Stapel Klamotten.

»Zieh das an.«

Annika folgte der Anweisung und begann mit einem knappen Stringtanga sowie einem durchsichtigen BH, gefolgt von Netzstrümpfen, einem kurzen Rock und einer knappen Bluse. Den Abschluss bildeten Stiefel mit hohen Absätzen und die Maske, die sie bereits zu Anfang im Rotlichtviertel getragen hatte.

»Was haben wir vor?«, wollte sie wissen, nachdem sie fertig angezogen war.

»Die Partygemeinde von unten hat vorhin von mir auch eine große Lieferung bekommen«, erklärte Hannah. »Und sie waren mehr als spendabel, was das Trinkgeld betrifft. Na ja, entweder das oder die Rechenkünste haben durch den einen oder anderen Drink schon etwas nachgelassen. Jedenfalls sollten sie dafür eine kleine Belohnung bekommen und was passt da besser als eine Stripperin.«

»Ich soll für die Meute da unten strippen?«, hakte Annika entsetzt nach.

»Nur wenn du willst«, stellte Maren richtig. »Und wenn du dich traust.«

Ben erkannte trotz Maske den Ehrgeiz in den Augen seiner Freundin. Natürlich würde sie sich trauen und wenn nur, um es Maren und Hannah zu zeigen.

»Dann mal los«, gab sie wie erwartet von sich und wollte schon losgehen.

»Und was ist mit mir?«, wollte Ben wissen. »Ich kann doch nicht nackt da runter gehen.«

»Du hast mir nicht zugehört«, meinte Hannah gespielt vorwurfsvoll. »Du kommst nicht mit.«

»Also soll ich hier nur rumsitzen und warten, dass ihr wiederkommt?«

»Nicht ganz«, meinte Maren und holte ein paar Seile hinter dem Rücken hervor.

Sie forderte Ben auf, bei seinem Liegestuhl die Rückenlehne abzuklappen und sich auf der unteren Hälfte hinzulegen. Anschließend fesselte sie seine Arme gestreckt nach oben. Mit mehreren Seilen an Oberarmen, Ellenbogen und Unterarmen sorgte sie dafür, dass sich ihr Sklave nicht mehr befreien konnte. Als Nächstes fesselte sie Ober- und Unterschenkel zusammen. Danach wurde jedes Bein noch mit einem Seil am Fuß des Liegestuhls gefesselt.

»Lauf nicht weg. Wenn was ist, einfach nur laut rufen, wir sind direkt unter dir«, meinte Hannah grinsend, als sie mit Annika und Maren den Balkon verließ und jegliches Licht in der Wohnung gelöscht wurde.

Ben blickte an sich herab. Er lag wie ein Käfer auf dem Rücken, unfähig sich zu bewegen. Seine Arme hatten nicht einen Millimeter Spielraum und seine gespreizten Beine konnte er nicht bewegen. Mit dem Po an der Kante, war sein Gemächt offen präsentiert und der Gedanke an den bisherigen Abend sorgte dafür, dass sein bestes Stück sich wieder hart in Richtung Vollmond, der den Balkon in ein bläuliches Licht tauchte, aufstellte.

Unten verstummte nach ein paar Minuten die Musik, ehe tosender Jubel zu hören war und kurz darauf wieder laszive Musik gespielt wurde. Mehr als sich vorzustellen, wie sich Annika vor der tobenden Meute entblätterte, blieb Ben nicht. Er wollte gerade die Augen schließen und sich den erotischen Tanz vorstellen, als die Balkontür aufgeschoben wurde.

Wer betritt den Balkon?

  • [58,8%] Hannah
  • [29,4%] zwei Studenten
  • [11,8%] Maren

Die Umfrage ist geschlossen. (68 Stimmen)



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