Abenteuer bei Vollmond 3

Kapitel 6

Eine ganze Weile überlegten Annika, Maren und Ben, wo es hingehen sollte.

»Es gibt hier einige Kneipen in der Nähe«, meinte Maren.

Ben und Annika waren nicht so überzeugt von der Idee. Die Angst, doch noch von irgendjemandem erkannt zu werden, war zu groß, um sich weiterhin im Rotlichtviertel aufzuhalten, zumindest für diesen Abend.

»Es gibt einen Park, etwa zehn Minuten mit dem Auto von hier«, schlug Ben vor, doch seine Freundin gab ihm zu verstehen, dass sie mit lediglich einem knappen Rock und einer dünnen Bluse bekleidet ungern zu so später Stunde in einen Park gehen wollte.

»Dann fahren wir doch am besten erst mal zu mir«, erklärte Maren und bevor noch jemand Widerworte einlegen konnte, ließ sie ihre beiden Sklaven hinten im Wagen Platz nehmen.

Die Fahrt dauerte gerade einmal eine Viertelstunde. Im Gegensatz zu Ben kannte Annika natürlich die Ecke, in der Maren wohnte. Ebenso war die Wohnung im Dachgeschoss des Altbaus nichts Neues für sie. Schon den einen oder anderen Abend hatte sie hier mit einem Glas Rotwein in Gespräche vertieft verbracht.

Gerade mit zunehmendem Weingenuss war es nicht nur bei Gesprächen geblieben. Marens Wohnung war für Annika so etwas wie ein Zufluchtsort. Weg vom tristen Alltag, der sich hin und wieder einstellte, hin zu einer heilen Welt, wie damals im Studium und der gemeinsamen WG-Zeit mit Maren.

Ben ging schnell die Puste aus, als er im Schlepptau der beiden Damen Etage für Etage im Treppenhaus zurücklegte. So schön Altbauten auch waren, ein Fahrstuhl suchte man meist vergebens. Als sie endlich oben ankamen, standen allen drei innerhalb von Sekunden die Schweißperlen auf der Stirn.

»Direkt unterm Dach heizt es sich an Sommertagen meist ziemlich auf«, erklärte Maren.

Ben und Annika nickten zustimmend.

Die hohen Temperaturen hatten schon das eine oder andere Mal den Durst beflügelt und in der Folge auch die Wirkung des Alkohols.

»Aber unnötig schwitzen müsst ihr ja nicht«, meinte Maren und gab ihren Sklaven die Anweisung, sich auszuziehen.

Sie selbst verschwand für einen Moment im Bad. Annika und Ben sahen sich gegenseitig an. Es war das erste Mal seit Beginn des Abends, dass sie zu zweit waren.

»Willst du lieber aufhören?«, wollte Annika wissen, doch Ben winkte ab.

»Ich hatte nicht hiermit gerechnet, als du mir einen Abend versprochen hast, den ich niemals vergessen werde. Doch ich muss sagen, du hast dein Wort gehalten.« Annika konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und Ben fuhr fort: »Wir haben die Wette nun mal verloren und Wettschulden sind Ehrenschulden.«

Mit diesen Worten knöpfte er sein Hemd auf und entledigte sich anschließend seiner Hose. Annika tat es ihm gleich und schon standen sie nackt und etwas verloren in Marens Flur.

Die Wohnungsbesitzerin kam zwei Minuten später wieder aus dem Bad. Auch sie hatte sich einem Teil ihrer Bekleidung entledigt und trug nur noch die rot-schwarzen Dessous, die bereits im Schlafzimmer von Ben und Annika Eindruck auf den jungen Mann gemacht hatten.

»Steht da nicht so rum«, meinte Maren und forderte ihre beiden Gäste auf, ihr in Richtung Balkon zu folgen.

Ben schaute etwas nervös bei dem Gedanken nackt nach draußen zu treten, doch Annika versicherte ihm flüsternd, dass Marens Balkon sichtgeschützt war.

»Stimmt genau«, bestätigte Maren, welche die Unterhaltung mitbekommen hatte. »Hier kann man sich prima oben ohne sonnen oder gleich ganz nackig. Nicht wahr, Annika?«

Mit einem Anflug von Schamesröte wurde die Aussage bestätigt.

Auf dem großzügigen Balkon war es in der Tat besser auszuhalten. Die warme Nachtluft umspielte die nackten Körper von Ben und Annika und wirkte nach der abgestandenen Luft in der Wohnung erfrischend.

»Setzt euch schon mal«, meinte Maren und wies den beiden Plätze zu. »Ich hole nur schnell eine Flasche Wein und Gläser.« Schon war sie wieder verschwunden.

Ben und Annika nahmen auf den zugewiesenen Liegestühlen Platz, sodass ein Stuhl zwischen ihnen frei blieb, auf dem sich kurze Zeit später Maren niederließ. Sie stellte die Gläser auf einen kleinen Beistelltisch, öffnete die Flasche und goss Wein ein.

Nachdem jeder versorgt war, konnte angestoßen werden. Eine Weile saßen die drei und ruhten sich von den bisherigen Ereignissen des Abends aus, bis laute Musik die Stille durchdrang.

»Da scheint ja ordentlich was los zu sein«, stellte Ben fest und Annika bestätigte ihm, dass sich zwei Etagen unter Maren eine Studenten-WG befand.

»Alles halb so wild«, meinte die Wohnungsbesitzerin und trank einen Schluck. »Wenn’s hochkommt, machen die alle zwei bis drei Monate mal ne Party. Und richtig laut wird’s bei mir nur, wenn deren und meine Balkontür offen ist.«

Kaum hatte sie das ausgesprochen, stieg die Lautstärke deutlich an und eine kleine Gruppe schien sich auf dem Balkon eine Etage tiefer zu sammeln. Ben hörte zu, wie sich die Studenten über verschiedene Professoren und Kommilitonen ausließen. Was sie wohl sagen würden, wenn sie wüssten, dass nur wenige Meter über ihnen zwei Nackte auf Liegestühlen lagen und Wein tranken?

»Langsam bekomme ich Hunger«, stellte Maren fest.

Ben fiel auf, dass er seitdem er nach Hause gekommen und von den beiden Frauen überrascht worden war, nichts gegessen hatte. Auch für Annika war das Abendbrot ausgefallen und so ging es um die Frage, was es nun geben sollte.

»Ich hätte ja Lust auf Pizza«, erklärte Annika und fand Zustimmung bei den anderen.

»Ich hole schnell das Menü«, meinte Maren und war schon im Begriff aufzustehen, als sie sich wieder auf den Liegestuhl zurücksinken ließ und Annika angrinste. »Du weißt ja auch, wo es ist. Sei ein braves Hündchen und bring mir den Flyer.«

Annika erwiderte die Ansage mit einem gespielt bösen Blick und wollte schon losgehen, als Maren sie erinnerte, dass sie als Hund auf allen vieren laufen musste.

»Wuff«, antwortete Annika nur, ging auf die Knie und krabbelte los.

»So einen Hund könnten wir auch gebrauchen«, meinte Ben lachend, als Annika kurz darauf mit dem Menü im Mund wiederkam.

Annika streckte ihm dafür die Zunge raus, nachdem Maren ihr den Flyer abgenommen hatte. Nach einem kurzen Blick über die Gerichte hatte sich Maren für Bandnudeln mit Steinpilzen entschieden und gab die Karte an Annika weiter.

»Am besten ihr macht euch schon mal Gedanken darüber, wer die Bestellung in Empfang nimmt«, meinte sie und fügte mit einem diabolischen Grinsen hinzu: »Natürlich genauso, wie ihr jetzt seid.«

Ben schluckte und auch Annika fiel es von einem Moment auf den nächsten schwer, sich auf das Menü zu konzentrieren.

»Du meinst, einer von uns soll sich da nackt an die Tür stellen und das Essen entgegen nehmen?«, wollte Ben wissen und Maren nickte nur.

»Ich finde, dass sollte dann Annika machen«, stellte er fest. »Das ist sozusagen ein extragroßes Trinkgeld für den Lieferanten.«

Annika widersprach im Handumdrehen: »Und wenn es eine Lieferantin ist? Vielleicht will die ja auch mal was zu sehen bekommen nach so einer langen Schicht.«

»Oder sie nimmt es als sexuelle Belästigung wahr und hetzt uns die Polizei auf den Hals.«

Noch eine ganze Weile nachdem sich alle für ein Gericht entschieden und die Bestellung aufgegeben hatten, diskutierten Ben und Annika über die Frage, wer sich die Blöße geben sollte, bis Maren einschritt.

»Kopf oder Zahl?«, wollte sie von Ben wissen und hielt ihm eine Münze unter die Nase.

»Kopf.«

Die Münze wurde in die Luft geschnippt und landete in Marens Hand, mit der sie das Geldstück auf den Handrücken der anderen Hand klatschte.

»Zahl.«

Annika riss schon siegessicher die Hände in die Luft, als Maren erklärte, was ihr eigentlicher Plan war. Mit dem Smartphone in der Hand forderte sie Ben auf, sich vor ihr hinzustellen. Ben realisierte kaum, was geschah, als Maren ihr Handy auch schon direkt vor sein bestes Stück hielt und ein Foto machte.

»Hey!«, rief er und hielt seine Hände vor die Körpermitte.

»Hey!«, kam das Echo gefolgt von dem Lachen der ganzen Truppe von unten und Ben zuckte zusammen.

»Kannst du das bitte wieder löschen?«, fragte er mit etwas leiserer Stimme.

»Kann ich schon, aber dann verlierst du das Spiel.«

»Welches Spiel?«

»Ich werde das Bild auf eine Bewertungsseite hochladen. Wenn du bis es klingelt mehr Plus- als Minuspunkte bekommst, geht Annika an die Tür, ansonsten du.«

Der Gedanke ein Bild von seinem Gemächt in den Weiten des Internets zu wissen, ließ es Ben eiskalt den Rücken runterlaufen. Gleichzeitig war er auf dem Bild nicht zu identifizieren und so beruhigte er sich schnell.

»Dann mal los«, meinte er.

»Als würde ein x-beliebiges Pimmel-Bild so gut abschneiden«, stichelte Annika. »Aber so hast du wenigstens den Hauch einer Chance.«

Ben war sich ebenfalls sicher, dass die glattrasierte Scham seiner Freundin deutlich besser abgeschnitten hätte und auch die Idee, dass sich fremde Männer an dem Bild erregen würden, ohne je eine Chance auf diesen heiligen Tempel zu haben, gefiel ihm auf eine ganz bizarre Art und Weise. Doch er gab sich nicht kampflos geschlagen und gab Annika zu verstehen, dass sie gerne eine zusätzliche Wette abschließen könnten.

»Wenn das Bild in fünf Minuten mehr Plus- als Minuspunkte hat, bekommst du die Differenz auf deinen süßen Arsch.«

»Die Wette halte ich mit den gleichen Bedingungen für deinen Popo und die unglaubliche Differenz an Minuspunkten, die du bis dahin hast.«

Noch während sie über Maren hinweg die Wette mit einem Handschlag besiegelten, stellte diese fest: »Dann wissen wir in vier Minuten mehr.«

Erneut musste Ben kurz tief durchatmen. Sein Bild war online und aller Welt zugänglich sowie zur Bewertung freigegeben. Eine weitere Runde Wein half nur bedingt, die folgenden Minuten schneller verstreichen zu lassen und es war gefühlt eine Ewigkeit vergangen, als der eingestellte Alarm am Handy das Ende der vereinbarten Zeitspanne verkündete.

»Dann schauen wir mal«, meinte Maren. »41 Pluspunkte«, fing sie an und ließ sich dann Zeit für eine kleine Kunstpause, »gegenüber 23 Minuspunkten.«

»Ha!«, Ben grinste triumphierend. »Nicht schlecht für ein x-beliebiges Pimmel-Bild, was?«

»Alles nur Glück«, meinte Annika, doch ihr war klar, dass sie um die anstehenden achtzehn Schläge nicht herum kam. »Und, soll ich mich direkt über deinen Schoß legen?«, fragte sie, doch Ben verneinte.

»Ich habe eine viel bessere Idee. Du hältst dich da vorn am Geländer fest und beugst dich leicht nach vorne.«

»Aber die werden mich sehen«, protestierte Annika und deutete mit dem Finger nach unten.

»Nur, wenn du dich nicht zusammenreißen kannst«, mischte sich Maren, die offensichtlich einen Heidenspaß hatte, ein.

Verstimmt nahm Annika die Position ein.

»Maren färbt ganz schön auf dich ab«, stellte sie mit einem Blick auf Ben fest, während ihre Freundin in der Wohnung auf der Suche nach einem Schlaginstrument verschwunden war.

Freudestrahlend kam sie mit einem ledernen Paddel wieder. »So etwas darf in keinem geordneten Haushalt fehlen«, meinte Maren und überreichte das gute Stück.

Ben wog das Instrument in der Hand, während Maren sich genötigt sah, Annikas Haltung zu korrigieren. »Die Füße einen halben Meter weg vom Geländer und schulterbreit auseinander. Und schön vorbeugen. Noch ein Stück. Genauso.«

Am Ende war für Annikas Brüste von dem angepriesenen Sichtschutz kaum noch etwas vorhanden und die lauten Gespräche vom Stockwerk darunter ließen ihre Brustwarzen vor Aufregung hart werden.

»Bereit?«, wollte Ben wissen.

»Immer«, gab Annika trotzig zurück. »Bringen wir es hinter uns.«

Schon klatschte das Paddel das erste Mal auf Annikas Po. Die junge Frau konnte einen Aufschrei vor Überraschung nur mit Mühe unterdrücken.

»Ein bisschen härter darf es schon sein«, ermutigte Maren.

Annika hätte ihr dafür am liebsten einen bösen Blick zugeworfen, doch stattdessen schloss sie die Augen und konzentrierte sich darauf ruhig zu atmen. Der Nervenkitzel entdeckt zu werden, sorgte für ein Kribbeln zwischen den Beinen.

Klatsch.

Auch der zweite Schlag fand sein Ziel und das deutlich fester als der erste. Schnell hatte Ben den Dreh raus und führte die Strafe bis zum bitteren Ende aus. Nachdem alle Schläge verabreicht worden waren, leuchteten Annikas Pobacken in einem rötlichen Farbton.

»Gut durchblutet«, stellte Maren lachend fest und gratulierte Ben zu seiner ersten Spanking-Erfahrung.

Dass sie das Gleiche nicht bei Annika tat, verwunderte ihn zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Stattdessen legte er das Paddel beiseite und nahm wieder auf dem Liegestuhl Platz, ganz im Gegenteil zu Annika, die es für den Moment vorzog zu stehen. Einen kurzen Augenblick später klingelte es an der Tür und sofort warf Maren ein Blick auf ihr Smartphone, um zu sehen, wen sie an die Tür schicken würde.

Wer muss zu Tür und wer steht auf der anderen Seite?

  • [50,7%] Ben muss öffnen und die Bestellung wird von einer seiner Ex-Freundinnen geliefert
  • [49,3%] Annika muss öffnen und steht einer Gruppe Studenten von der Party gegenüber

Die Umfrage ist geschlossen. (75 Stimmen)



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