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Neuigkeiten

Lustgarten 2.0

Schwarze Rose


Seit einem halben Jahr besteht die Möglichkeit, dieses Projekt über Patreon zu unterstützen. Zum Jahreswechsel kam Tipeee dazu und auch die Lektoratsfunktion soll an dieser Stelle erwähnt werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass das Konzept mitunter noch nicht ganz ausgereift ist. Konkret kann man das aus meiner Sicht an drei Problemen festmachen.

  1. Hauptbestandteil der Webseite sind und sollen kostenlose, erotische Geschichten sein. Patreon und Tipeee steigern im aktuellen Vorgehen jedoch bei mir eher das Gefühl, monatlich weitere exklusive Texte liefern zu müssen. (Anhand der Exit-Umfrage von Patreon, scheint dies auch bei den Unterstützern vereinzelt der Fall zu sein.)
  2. Lustgartenbesucher haben aktuell keinen Einfluss auf die erhaltenen Belohnungen. Es fehlt also die genaue Auswahl zwischen Geschichten, eBook-Downloads von Kurzgeschichten oder Mehrteilern, Sofortkommentaren und was immer noch so kommen mag. Erschwerend kommt hinzu, dass die Abrechnung pro Kalendermonat Nutzer bestraft, die in den letzten Tagen des Monats dazukommen, und bei bestehenden Nutzern Frust erzeugt, wenn im laufenden Monat keine Extrainhalte veröffentlicht werden.
  3. Käufer von eBooks, egal ob über Amazon, Tolino oder Kobo, gehen leer aus, obwohl sie mit dem Erwerb der sonst kostenfreien Texte ebenfalls freiwillig das Projekt unterstützen. Weiterhin erhalten Sie meist nicht die Möglichkeit, eine aktuellere Version des eBooks herunterzuladen, wenn dieses mit weniger Fehlern online geht.

Pro Veröffentlich statt pro Monat

Um das erste Problem zu lösen, wird bei Patreon und Tipeee das Vorgehen umgestellt. Bisher gab es vier Level, deren monatlicher Beitrag von einem bis zwanzig Dollar bzw. Euro reichte. Ab Mai gibt es nur noch ein Level und es wird pro Veröffentlichung abgerechnet, wobei ein Monatsmaximum gesetzt werden kann.

Wie funktioniert das? Wer beispielsweise sagt, dass er die Seite gerne mit zehn Euro pro Monat unterstützt, wenn im Gegenzug fünf Kapitel erscheinen, stellt zwei Euro pro Veröffentlichung und maximal zehn Euro pro Monat ein. Schreibe ich zwei Texte, werden vier Euro abgerechnet. Bei sechs Texten das Maximum von zehn Euro und sofern es keinen Text erscheint, wird nichts abgerechnet. Fair, oder?

Wann ist ein Text ein Text? Da Textlängen mitunter variieren, möchte ich wie folgt vorgehen: Lange Kapitel zu Geschichten wie Maren 2 gelten wie komplette Kurzgeschichten als Text. Bei Geschichten mit kürzeren Kapiteln, die eher Szenen sind, wie Semesterferien 2 werden immer fünf Kapitel als ein Text gezählt. Erscheinen beispielsweise im Mai zwei Kapitel zu Maren 2 sowie zehn Kapitel zu Semesterferien 2, dann sind das vier Texte. Wer einen Euro pro Text und maximal drei pro Monat gibt, zahlt drei Euro. Wer sich für zwei Euro pro Text und maximal zehn Euro pro Monat entschieden hat, zahlt acht Euro.

Durch das neue System belohnen Unterstützer direkt die Bereitstellung von kostenlosen Texten und zahlen nichts, wenn nichts kommt. Gleichzeitig muss natürlich den unterschiedlichen Beträgen bei der Unterstützung Rechnung getragen werden und Belohnungen sollen nach wie vor eine Rolle spielen. Dafür soll es ein Punktesystem wie bei den Lektoren geben. Außerdem sollen die Lustgarten-Codes verschwinden. An ihre Stelle treten Accounts, ebenfalls wie beim Lektorat. Ob diese dann für das Melden von Fehlern genutzt werden, liegt bei euch. (Ja, Lektoren behalten einfach die vorhandenen Accounts.)

Wofür es Punkte gibt

Pro zehn Cent, die ankommen, gibt es einen Punkt. Während bei Patreon pro Dollar etwa 80 (Euro-)Cent nach Gebühren und Umrechnung übrig bleiben, sind es bei Tipeee 90 Cent für jeden gespendeten Euro. Daher acht Punkte pro Dollar bei Patreon und neun Punkte pro Euro bei Tipeee.

Bei eBooks ist es so, dass bei einem Preis unterhalb von 2,99 Euro eine Tantieme von 35 bis 40 Prozent vom Nettopreis ausgezahlt wird, ab 2,99 Euro gibt es 70 Prozent. Hier wird bei Amazon, wo der Löwenanteil der Einnahmen generiert wird, außerdem noch ein kleiner Betrag für die elektronische Übermittlung des eBooks abgezwackt, etwa zwei Prozent.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein eBook für 99 Cent bringt 3 Punkte, da etwa 30 Cent ankommen. Bei 3,99 Euro Buchpreis werden 2,30 Euro ausgezahlt – wären dann also 23 Punkte.

Die Lektoren erhalten weiterhin die Punkte gemäß dem bekannten System. Also einen Punkt pro gefundenem Satzzeichenfehler, zwei Punkte für Grammatik- und Rechtschreibfehler und fünf Punkte bei aufgedeckten Logikfehlern.

Wie gesagt, geht alles mit einem Account. Die Zuordnung erfolgt über die E-Mailadresse, sodass ihr parallel Patreon, Tipeee, eBooks und Lektorat nutzen könnt, aber nicht müsst. Selbstverständlich werden auch bisherige Zahlungen durch Punktevergabe gewürdigt und für alte sowie neue eBook-Käufer habe ich bereits eine Idee.

Belohnungen

Wie geht es nun weiter, wenn man ein Konto gefüllt mit Punkten hat? Natürlich sollen Unterstützer weiterhin exklusive Inhalte genießen. Die erste Idee war, den Punktedurchschnitt der letzten Wochen oder des letzten Monats zu nehmen, um so Boni wie bisher freizugeben. Außerdem war angedacht ab einer bestimmten Anzahl von Gesamtpunkten Boni dauerhaft für den Account zu aktivieren.

Das löst aus meiner Sicht jedoch nicht Problem zwei, da der Punktedurchschnitt dann abhängig von den Veröffentlichungen der Kapitel wäre. Gibt es keinen neuen Text, fließen keine Zahlungen über Patreon und Tipeee, dadurch gibt es keine Punkte und der Zugriff auf die Bonusinhalte entfällt. Doof! Genauso müssten Lektoren ihre Korrekturen abhängig von neuen Extrakapiteln einreichen und dadurch riskieren, dass jemand anders den Fehler zwischenzeitlich meldet. Doppelt doof!

Daher habe ich mir überlegt, dass es besser wäre, wenn Unterstützer selbst entscheiden, wann sie ihre Punkte wie einsetzen wollen. So gibt es dann ein Kurzgeschichten-eBook für zehn Punkte oder das eBook zur Trilogie »Abenteuer bei Vollmond« für vierzig Punkte. Bei Extrakapiteln und -geschichten denke ich an einen Punkt pro 250 Wörter, was etwa einer Taschenbuchseite entspricht. Die Extrakapitel zu Maren 2 würden also vierzig Punkte kosten, was bei Patreon fünf Dollar entspricht. (Zehn Punkte für 2.633 Wörter im ersten Kapitel, zwölf Punkte für 3.045 Wörter im zweiten Kapitel und achtzehn Punkte für 4.541 Wörter im dritten Kapitel.)

Egal ob exklusiver Lustgartentext oder eBook, alle Belohnungen sind dann für den Account dauerhaft freigeschaltet und können so jederzeit gelesen oder heruntergeladen werden. Das betrifft dann natürlich auch korrigierte, neue Versionen.

Bevor ich das Ganze nun in den nächsten zwei Wochen programmiere und auf die Webseite bringe, wollte ich eure Meinung hören, was ihr von dem neuen System haltet, welche Probleme ihr gegebenenfalls noch seht und welche Änderungen ihr euch wünscht.


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