Abenteuer bei Vollmond 2

Kapitel 6

»Am besten wir fahren zu dir«, meinte Jens und Yvonne stimmte ihm zu.

»Bei dir zu Hause wird es wohl kaum Klamotten geben, die mir passen«, stellte sie fest.

Die Sekretärin hielt ihre Handtasche vor den Schoß und versuchte mit den Armen so gut es eben ging, ihre Brüste zu bedecken. An jeder roten Ampel blickte sich Yvonne hektisch um, doch zu dieser späten Stunde war die Kleinstadt wie ausgestorben. Nach und nach entspannte sich die Sekretärin und begann in ihrer Tasche zu kramen.

»Was machst du da?«, wollte Jens wissen, doch Yvonne gab ihm nur ein »Nichts.« als Antwort und kramte weiter. Da sich Jens auf die Straße konzentrieren musste, blieb ihm nichts anderes übrig, als sich mit dieser Antwort zu begnügen.

Sie waren kurz vor dem Wohngebiet, in dem Yvonne lebte, als an einer Ampel neben ihnen ein Auto mit zwei jungen Männern hielt. Jens erkannte die Chance und schaltete die Innenbeleuchtung des Autos ein. Yvonne, die noch immer mit den Händen in ihrer Handtasche beschäftigt war, konnte gar nicht so schnell reagieren. Laut hupend drückten die Männer ihre Begeisterung für den Anblick, der sich ihnen bot, aus. Ihr Grinsen verwandelte sich in Gelächter, als Yvonne verschämt ihre Hände vor ihre Brüste hielt und ihre Gesichtszüge entgleisten.

»Du hast grün!«, schrie sie Jens genervt an.

Als sie von der Ampel wegfuhren, wurden sie mit einem Hupen verabschiedet. Yvonnes wütender Blick sprach Bände, doch Jens war noch lange nicht fertig.

Nachdem er das Auto vor dem Neubaublock geparkt hatte, lehnte sich Jens zur Beifahrerseite und holte aus dem Handschuhfach eine Krawatte. Diese lag noch von einem Termin zwei Tage zuvor da. Noch bevor er sich auf den Rückweg gemacht hatte, war sie dort gelandet. Als er sich dann wieder zurückgelehnt und den Sitzgurt gelöst hatte, griff er nach Yvonnes Handtasche und stieg aus dem Auto aus.

»Was soll das«, wollte sie wissen, doch Jens gab ihr nur zu verstehen, sie solle ebenfalls aussteigen.

Widerwillig folgte Yvonne der Anweisung und stand kurze Zeit später mit den Händen vor ihren Blößen neben dem Auto, immer ein Auge auf die Fenster des Neubaublocks gerichtet.

»Hände hinter den Rücken«, forderte Jens.

»Was?!« Yvonne sah ihn verdattert an.

»Entweder du spielst brav mit oder du kannst zusehen, wie du splitternackt und ohne Schlüssel in deine Wohnung kommst.«

Mit einem genervten Gesichtsausdruck drehte Yvonne ihm den Rücken zu und hielt ihre Handgelenke zusammen. Mit der Krawatte fesselte Jens die Hände seiner Mitarbeiterin, welche das Vorhaben längst verstanden hatte und sich nicht mehr groß dagegen wehrte. Sie atmete dennoch tief ein, als sich ihr Chef dicht hinter sie stellte und seinen Mund neben ihr Ohr bewegte.

»Ich glaube, ich werde mich wohl etwas für dein Katz-und-Maus-Spiel revanchieren dürfen«, flüsterte er ihr zu. »Du weißt, dass wir beide sowohl die dominante als auch die unterwürfige Rolle mögen und ich glaube hier hat jemand eine kleine Strafe verdient.«

Mit diesen Worten schob er Yvonne in Richtung des Wohnblocks, während er aus ihrer Handtasche den Schlüssel holte. Doch er musste feststellen, dass das Schloss der Haupteingangstür defekt war und so konnten sie einfach eintreten. Weg vom Parkplatz, raus aus der Öffentlichkeit. Yvonne zuckte regelrecht zusammen, als Jens das Licht im Hausflur einschaltete. Sie blickte sich nervös um, doch sie waren allein.

»Zu den Treppen geht es hier links rum«, wollte sie Jens führen, doch dieser hatte bereits den Fahrstuhl gerufen.

»Nach so einem langen Abend möchte ich nicht unbedingt Treppen steigen«, meinte er und lächelte Yvonne verschmitzt an.

Mit einem lauten Bing kündigte der Fahrstuhl seine Ankunft an und Yvonne fiel ein Stein vom Herzen als sich die Türen öffneten und niemand darin war.

»Einsteigen bitte«, trällerte Jens und schob Yvonne in die Kabine. »In welchem Stock wohnst du?«

»Im fünften«, gab sie zurück.

»Okay«, stellte Jens fest und drückte zu Yvonnes Entsetzen jeden Knopf zwischen Erdgeschoss und fünfter Etage.

»Was soll das?«, wollte Yvonne wissen.

»Nur ein kleines Spiel«, meinte Jens. »Wenn du dich jetzt brav und aufrecht in die Mitte stellst, die Beine schulterbreit auseinander nimmst und die Augen schließt, bis wir in der fünften Etage sind, dann steigen wir da aus. Ansonsten fahren wir noch bis ganz oben in den zehnten Stock und wieder nach ganz unten, ehe wir doch die Treppen nehmen, verstanden?«

»Verstanden«, gab Yvonne kleinlaut zurück.

Offenbar hatte sie realisiert, dass sie sich nun Jens unterzuordnen hatte und auch wenn es ihr nicht leicht fiel, so wollte sie ihn nicht noch zusätzlich herausfordern. Sie nahm die geforderte Position ein und schloss die Augen. Jens drückte den Knopf zum Schließen der Türen. Dann setzte sich der Fahrstuhl in Bewegung.

Jens nutzte die Zeit, um sich die junge Frau aus seinem Vorzimmer genau anzusehen und den Anblick ihres nackten Körpers zu genießen. Ihre großen Brüste wippten leicht auf und ab, als der Fahrstuhl im ersten Obergeschoss zum Halten kam. Die Tür öffnete und schloss sich, ohne dass jemand den Fahrstuhl betrat.

Yvonne stand die Anspannung ins Gesicht geschrieben, doch die leichte Rötung ihrer Wangen und des Dekolletés verrieten Jens, dass sie zudem erregt war. Vorsichtig ging er in die Hocke, sodass der fast vollständig enthaarte Schambereich seiner Sekretärin nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt war.

Während sie das zweite und dritte Stockwerk passierten, klebte sein Blick förmlich an den kahlen Schamlippen und dem verräterischen feuchten Glänzen zwischen ihnen. Zufrieden lächelnd richtete sich Jens wieder auf und konnte feststellen, dass auch im vierten Stock niemand weit und breit in Sicht war.

Im fünften Stock angekommen, durfte Yvonne die Augen wieder öffnen und mit Jens den Fahrstuhl verlassen. Auch auf dieser Etage war der Flur verwaist und Yvonne beruhigte sich langsam, denn sie hatte es fast geschafft.

»Die zweite Tür rechts«, gab sie Jens zu verstehen.

Der junge Unternehmer war fast enttäuscht, dass er sie nicht noch einen langen Flur entlang laufen lassen konnte. Er schloss die Tür auf und hielt sie wie ein Gentleman für Yvonne offen.

»Immer hereinspaziert«, sagte er mit einem charmanten Lächeln und Yvonne konnte gar nicht schnell genug in die Sicherheit ihrer eigenen vier Wände schlüpfen.

Jens schloss die Tür, legte Handtasche und Schlüsselbund auf der Flurkommode ab und ließ sich danach ins Schlafzimmer führen. Er bemerkte Yvonnes aufsteigende Unsicherheit und musste sich selbst eingestehen, dass es eine bizarre Situation war, wie er da mit seiner nackten und gefesselten Angestellten in deren Wohnung stand. Schnell hatte er sich wieder im Griff und wies Yvonne an, sich vor das Bett zu knien, den Oberkörper darauf zu legen und den Po in die Luft zu strecken.

»Ich werde jetzt nach einem geeigneten Instrument für deine Bestrafung suchen«, gab Jens ihr zu verstehen.

Einen letzten Blick auf ihren hochgestreckten Po und schon war er aus dem Schlafzimmer verschwunden. Jens wollte gerade mit der Suche beginnen, als es an der Tür klingelte.

Wer steht vor der Tür?

  • [77,8%] zwei Frauen
  • [22,2%] ein Mann

Die Umfrage ist geschlossen. (36 Stimmen)



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