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Nächtlicher Besuch 2

Als Cristina die Tür ihrer Kammer leise hinter sich schloss, war es bereits ein Uhr. Der einzelne Schlag der Turmuhr verhallte in der dunklen Nacht.

Die neue Magd war Mitternacht aufgewacht, als Cristina aufgestanden war. Geistesgegenwärtig hatte sich die junge Magd damit herausgeredet Durst zu haben und hatte aus dem Krug auf dem Tisch etwas Wasser getrunken. Anschließend hatte sie in ihrem Bett gewartet, bis Valerie wieder eingeschlafen war.

Bereits zu dritt war es in der kleinen Kammer eng gewesen, nur hatte es Cristina mit ihren beiden langjährigen Freundinnen, Anna und Martha, nichts ausgemacht. Sie hatten sich arrangiert. Nun war kaum noch Platz vorhanden. Natürlich konnte Cristina Valerie keinen Vorwurf machen, doch es störte sie, dass die Neue ihre nächtlichen Pläne zu durchkreuzen schien. Cristina sehnte sich so sehr nach ihrem geliebten Lucas.

Still und heimlich schlich Cristina durch die Gänge. Es hatte den Eindruck, als wäre sie ganz allein in dem großen Anwesen. Dennoch stockte ihr bei jedem Geräusch der Atem. Egal ob es ein Windstoß oder der Ruf einer Eule war. Mehrfach drehte sich Cristina um. Nicht zum ersten Mal hatte sie das Gefühl verfolgt zu werden. Ihre Augen blickten die dunklen Hallen entlang. Niemand.

›Mein Kopf muss mir wieder einen Streich spielen‹, beruhigte sich Cristina und lief weiter. Ihr war klar, wie viele Regeln sie brach und doch konnte ihr Herz nicht anders. Ihr Weg führte sie schlussendlich an die eine Tür, hinter welcher das lag, was sie begehrte. Vorsichtig klopfte Cristina und wartete.

War sie zu spät?

Hatte sich Lucas bereits schlafen gelegt?

Nein!

Die Tür öffnete sich.

»Bitte verzeiht, mein Herr«, sprudelte es sofort aus Cristina hervor, kaum dass der Sohn des Herzogs die Tür hinter ihr geschlossen hatte. »Es war mir nicht möglich, früher zu kommen. Ich hatte befürchtet, Ihr wäret schon zu Bett gegangen.«

»Ich würde ewig auf dich warten«, antwortete Lucas und lächelte Cristina an. »Und sei es nur um eine Sekunde in deiner Nähe sein zu können.«

»Ihr schmeichelt mir«, erwiderte Cristina und sah zu Boden.

Anstatt weitere Worte zu verschwenden, führte Lucas seine Hand an Cristinas Kinn und hob ihren Kopf. Die Blicke der beiden Verliebten trafen sich für den Bruchteil einer Sekunde, ehe sich die Lippen in einem innigen Kuss vereinten. Von einem Moment auf den anderen versank die Welt rund um das ungleiche Paar.

Mitten in den Kuss drang ein Klopfen von der Tür an die Ohren von Lucas und Cristina. Hektisch löste die Magd den Kuss und sah sich im Raum um. Sie durfte nicht erwischt werden. Panisch blickte sie Lucas an.

»Komm, schnell«, sagte er und führte Cristina zu einem Wandvorhang, hinter welchem sie sich verstecken sollte.

Ein erneutes Klopfen hallte durch den Raum und Cristina hatte das Gefühl, als wüsste die Person davor von den verbotenen Dingen, die in diesem Raum vor sich gingen. Lucas gab ihr einen schnellen Kuss, schob den Vorhang zurück in Position und ging zur Tür.

»Ja, bitte?«

»Guten Abend, mein Herr«, sagte Valerie und knickste vor dem Herzogssohn.

»Guten Morgen vielmehr«, korrigierte Lucas. »Was bringt eine Magd zu solcher Stunde an meine Tür?«

»Cristina, ebenfalls eine Magd, hat das Bett verlassen und ist in diese Richtung gelaufen. Ich wollte schauen, was es damit auf sich hat.«

»Nun, komm herein«, forderte Lucas und öffnete die Tür komplett, sodass Valerie den Raum betreten konnte. »Wie du siehst, bin ich ganz allein hier.«

»Das sehe ich mein Herr. Vielleicht habe ich mich in der Tür geirrt und sie hat sich in ein anderes Zimmer gestohlen.«

»Du bringst eine schwere Anschuldigung hervor. Sowohl gegen die Magd Cristina als auch gegen die Herrschaften des Hauses«, stellte Lucas fest und sah Valerie eindringlich an. »Ich werde gerne Wachen schicken, um deine Worte zu prüfen. Doch sei gewiss, dass mein Herr Vater es nicht mag, im Schlaf gestört zu werden.«

»Vielleicht habe ich mich auch geirrt«, kam es zögerlich von Valerie. Jegliche Sicherheit war ihrer Stimme abhandengekommen und sie sah den adligen Sohn demütig an. »Ich werde wohl besser in meine Kammer zurückkehren.«

»Nicht so schnell«, hielt Lucas die Magd zurück. Er schloss die Tür, die er während der Unterredung offen gehalten hatte. »Es ist schwer zu übersehen, dass auch du das Bett unerlaubt zu so später Stunde verlassen hast. Da ich dich noch nicht oft gesehen habe, vermute ich, dass du erst kurz bei uns bist.«

Valerie bestätigte die Aussage mit einem kurzen Nicken. Von ihrem Versteck aus konnte Cristina sehen, wie die neue Magd blass wurde. Sie bewunderte Lucas für die Ruhe, mit der er das Gespräch führte und doch fühlte sie sich selbst in der Falle. Solange Valerie im Raum war, konnte Cristina ihr Versteck nicht verlassen. Und solange war ihr Bett verwaist. Valerie würde es so vorfinden, wenn sie sich zuerst auf den Rückweg machte.

»Es tut mir leid, mein Herr«, entschuldigte sich Valerie kleinlaut. »Ich wollte keine Regeln brechen.«

»Und doch hast du es getan. Die Hausdame wird nicht erfreut sein, wenn sie davon hört. Da ist dir eine ordentliche Strafe sicher. Gewiss werden sich die Stahlburschen freuen, dieser beizuwohnen.«

»N-n-nein, bitte nicht, mein Herr«, stotterte Valerie. »Habt Nachsicht.«

»Es liegt nicht in meiner Hand«, ließ Lucas sie wissen. »Immerhin werden die Wachen gleich alle hier im Flügel aufwecken.«

»Ihr braucht sie nicht schicken. Vielleicht habe ich mich nur getäuscht.«

»Vielleicht, vielleicht auch nicht.«

»G-g-ganz sicher«, dachte Valerie laut nach. »Es war gewiss nur ein Schatten oder ein Hirngespinst.«

»Nun gut, lassen wir den anderen die verdiente Nachtruhe«, meinte Lucas und sah Valerie eindringlich an. »Dennoch muss dein Fehlverhalten bestraft werden.«

»Bitte, mein Herr, muss es wirklich sein?«

»Ja, es muss. Denn nur so wirst du lernen, dass deine Taten falsch waren«, erklärte Lucas bestimmt. »Daher werde ich die Hausdame von deinem Fehlverhalten in Kenntnis setzen. Es sei denn, du bittest mich, die Strafe hier und jetzt zu übernehmen.«

»Ihr wollt mich bestrafen?«

»Von wollen kann keine Rede sein. Der Anstand gebietet es. Sobald du die fällige Strafe empfangen hast, wollen wir den Vorfall vergessen und nie wieder darüber sprechen.«

Während Valerie über das Angebot des Adligen nachdachte, blickte dieser in die Richtung von Cristina und zwinkerte ihr zu. Die versteckte Magd war auf die ausstehende Entscheidung gespannt. Würde sich Valerie von Lucas bestrafen lassen?

Cristina erinnerte sich gut an ihre erste Strafe. Kaum dass sie und ihre Freundinnen angefangen hatten, als Mägde auf dem Anwesen zu arbeiten, war ihr der Wasserkrug im Zimmer aus der Hand gerutscht und auf dem Boden zerbrochen. Die Hausdame war dazu geeilt und noch bevor Cristina wusste, wie ihr geschah, hatte sie sich über den Tisch gebeugt wiedergefunden.

Mit gerafftem Rock und der Unterwäsche in den Kniekehlen war ihr der nackte Po mit einem Dutzend Schläge versohlt worden. Rückblickend war sie froh darüber, dass trotz der offenen Tür niemand außer ihren Freundinnen etwas davon mitbekommen hatte. Cristina war sich sicher, dass sie vor Scham gestorben wäre, wäre ein Bursche an der Kammer vorbeigelaufen.

»Ich möchte, dass Ihr mich bestraft«, gab Valerie kleinlaut zu verstehen.

»Nun gut. Wenn es dein Wunsch ist«, kam es von Lucas, der ein schelmisches Grinsen nicht verbergen konnte.

Er führte die Delinquentin in die Mitte des Raumes und holte einen Hocker herbei. Diesen stellte er zwischen Valerie und sein Bett. Anschließend forderte er die Magd auf, sich für die Bestrafung zu entkleiden.

»Ist das wirklich nötig, mein Herr?«

»Es wird auch nötig sein, wenn du es für die Hausdame in der Anwesenheit der gesamten Dienerschaft tust«, ließ Lucas sie wissen. »Es ist deine Entscheidung.«

Mit zitternden Händen fing Valerie an sich zu entkleiden. Neugierig verfolgte Cristina jede Lage Stoff, die entfernt wurde, und musterte jede Stelle Haut, die freigelegt wurde. Die letzten Kleidungsstücke fielen nur dank wiederholter Aufforderung durch den Sohn des Herzogs. Schließlich war Valerie splitternackt.

Notdürftig versuchte sie mit ihren Händen den üppigen Busen und den blonden Schamhaarbusch zu bedecken. Lucas hingegen nahm sich einen Moment, um die nackte Frau zu betrachten und Cristina spürte Eifersucht in sich aufsteigen. Gefiel ihm ihr Körper? Ob ihm die größeren Brüste mehr zusagten?

Auf der anderen Seite spürte Cristina, wie sie die Situation auf eine ganz eigene Art und Weise erregte. Wäre Valerie nicht gewesen, hätte sie ungestört mit ihrem Liebsten sein können. Nun musste ihr Po für die Störung herhalten. Eine gerechte Strafe, wie Cristina fand.

»Knie dich auf den Hocker«, forderte Lucas Valerie auf, während er einen Gürtel holte. Der Anblick dieses Kleidungsstücks ließ die Delinquentin schlucken. »Beug dich vor und stütz dich auf dem Bett ab. Den Po etwas mehr nach oben.«

Valerie folgte den Anweisungen. So kniete sie schließlich auf allen Vieren über Hocker und Bett. Da ihre Hände somit eine andere Aufgabe zu erfüllen hatten, blieben die Blöße unbedeckt. Die Brüste hingen frei und schaukelten leicht. Von ihrer Position aus konnte Cristina zwischen den leicht geöffneten Beinen das Geschlecht erkennen. Das blonde Schamhaar vermochte nicht, es vollständig zu bedecken.

Bisher hatte Cristina stets nur eine Idee gehabt, welche Einblicke sie Lucas in einer solchen Position bot. Nun, da Gewissheit herrschte, errötete sie bei dem Gedanken daran, wie seine Blicke ihren Intimbereich mustern würden. Wie immer war die Erregung steter Begleiter der Scham und ganz unbewusst hob die junge Magd ihren Rock an, um die andere Hand darunter gleiten zu lassen. Die Finger schoben sich in die Unterwäsche hinein und wurden von einer warmen Feuchtigkeit erwartet.

Lucas hielt den Gürtel nach wie vor in der Hand, ohne ihn einzusetzen. Jede Sekunde musste Valerie wie eine Ewigkeit vorkommen. Der Sohn des Herzogs drehte seinen Kopf und sah Cristina direkt an. Diese konnte kaum glauben, dass seine Aufmerksamkeit ihr anstatt der nackten Valerie galt. Ein verschmitztes Lächeln erschien auf seinem Gesicht, als er sah, wie die Hand der geliebten Magd unter dem Rock tätig war. Als sich Cristina dessen bewusst wurde, hörte sie umgehend beschämt auf, sich selbst zu streicheln. Doch Lucas gab ihr ein Zeichen weiterzumachen und nickte ihr aufmunternd zu. Peinlich berührt folgte Cristina den unausgesprochenen Aufforderung. Immerhin war es ihr vergönnt, ihre Blöße bedeckt zu halten.

Wartend hielt Valerie ihren Po in die Höhe gestreckt. Lucas legte den Gürtel doppelt und zog an beiden Enden. Der laute Knall ließ nicht nur die Delinquentin zusammenzucken. Noch bevor der erste Schlag ausgeführt war, überlegte Cristina wie es sich anfühlen würde. Sie verspürte den Wunsch Lucas’ kräftige Hände auf ihrem Po zu spüren. Vielleicht auch seinen Gürtel. Unterdessen kreisten die Fingerkuppen zwischen ihren Schenkeln um ihr Lustzentrum.

»Bist du bereit?«, wollte Lucas von Valerie wissen.

»Ja«, krächzte die Magd, der die Stimme versagte. Sie schluckte. »Ja, mein Herr.«

Lucas holte mit dem Gürtel aus und schlug quer über beide Pobacken. Dem lauten Aufschlag folgte ein leises Wimmern. Eine breite, rote Linie zeichnete sich auf Valeries Kehrseite ab. Schon folgte der zweite Schlag, ebenso hart wie der erste. Cristina konnte sehen, dass Valeries Finger sich in der Bettdecke vergraben hatten. Der dritte Schlag entlockte der Magd einen spitzen Aufschrei.

»Du solltest leise sein, wenn du nicht doch noch die Wache rufen willst«, mahnte Lucas und holte erneut aus.

Am Ende waren es zehn Schläge gewesen. Valeries Po war knallrot und schluchzend durfte sie sich erheben. Einen kurzen Moment rieb sie die geschundenen Backen ehe sie sich ihrer Nacktheit bewusst wurde und beschämt ihre Blöße bedeckte.

»Darf ich wieder zu Bett gehen, mein Herr?«, fragte sie und warf einen hoffnungsvollen Blick zu ihren Kleidern.

»Nein. Du wirst dich in diese Ecke stellen und über deine Taten sowie die Strafe nachdenken«, entgegnete Lucas und deutete Valerie den Weg.

»Wie Ihr wünscht«, kam die kleinlaute Antwort von Valerie, die sich sofort in Bewegung setzte.

»Die Hände auf den Kopf«, kam die nächste Anweisung, kaum dass sie angekommen war.

Lucas ging zu Cristina und schob den Wandvorhang beiseite. Nervös warf sie einen Blick an ihm vorbei. Valerie verharrte in der gewünschten Position. Ihr geröteter Po fiel sofort ins Auge. Cristina ahnte, dass Valerie es nicht wagen würde, sich unerlaubt umzudrehen und doch war Lucas’ Vorgehen riskant. Genauso riskant wie alles an ihrer Liaison.

Lächelnd öffnete Lucas seinen Mantel und wie immer war er darunter nackt. Beim Anblick seines makellosen Körpers bewegte sich Cristinas Hand immer schneller zwischen den Schenkeln. Lucas legte seine Hände auf die Schultern seiner Liebsten und gab ihr mit leichtem Druck zu verstehen, dass sie sich hinknien sollte.

Wenig später sah sich Cristina seiner harten Männlichkeit gegenüber. Der herbe Geruch benebelte ihre Sinne. Zügig öffnete sie den Mund und leckte mit ihrer Zunge die dunkelrote Eichel entlang. Die ersten Lusttropfen verrieten, dass Lucas das Spanking genossen hatte. Cristina kostete das salzige Sekret ehe sie den Penis in ihren Mund gleiten ließ.

Ohne Unterbrechung reizte sie ihr eigenes Geschlecht. Die Mischung aus Geruch, Geschmack und der Erinnerung an Valeries Spanking beflügelten Cristinas Lust. Schneller als es ihr lieb war, spürte sie, wie ihr Körper dem Höhepunkt näher kam. Als es soweit war, schob sie ihr Gesicht so weit wie möglich auf Lucas’ Schoß zu, um das Stöhnen zu ersticken.

Lächelnd blickte der Adlige sie von oben an. Ihm gefiel es offenbar, ihr bei der Selbstbefriedigung zuzusehen. Cristina erwiderte seinen Blick und freute sich, dass er Valerie nach wie vor keines Blickes würdigte. Seine ganze Aufmerksamkeit galt ihr.

Nun, da es für ihre Hände unter dem Rock nichts mehr zu tun gab, wischte Cristina sie kurz ab und griff dann nach Lucas’ Hoden. Vorsichtig ließ sie die beiden kleinen Bälle hin und her rollen. Beim Blick nach oben stellte sie fest, dass Lucas die Augen mittlerweile geschlossen hatte. Wenig später zogen sich die Hoden leicht zusammen und Sperma füllte Cristinas Mund. Die Magd hielt ihre Lippen fest geschlossen und ließ sich keinen Tropfen entgehen. Zufrieden lächelnd sah Lucas dabei zu, wie sie das Ergebnis seiner Lust hinunterschluckte.

Einen Moment später hatte Lucas seinen Mantel gerichtet und Cristina wieder auf die Beine geholfen. Sie strich ihre Kleider glatt und wurde zur Tür geführt. Als sich diese lautstark öffnete, zuckte Valerie zusammen und fragte nach dem Grund. Cristina war froh, dass sie sich dazu nicht umdrehte, um ihre Blöße nicht preiszugeben.

»Ich habe überlegt, dass es doch das Richtige wäre, nach den Wachen zu schicken«, log Lucas und küsste Cristina zu Abschied. »Immerhin müssen wir sicherstellen, dass niemand unerlaubt durch die Gegend schleicht. Am Ende kommt noch etwas weg.«

»Nein, bitte nicht. Das ist nicht nötig«, bettelte Valerie, die nicht schuld sein wollte, wenn der Herzog im Schlaf gestört wurde. »Ihr hattet versprochen, dass die Angelegenheit mit meiner Strafe vergessen ist.«

»Na gut«, antwortete Lucas und blickte Cristina hinterher, die in der Dunkelheit der Nacht verschwand.

Der Rückweg fühlte sich für Cristina deutlich entspannter an. Sie vermutete, dass Lucas ihr genügend Zeit geben würde. Dennoch beeilte sie sich, ungesehen zurück zu ihrer Kammer zu kommen. Glücklich und zufrieden schloss sie leise die Tür hinter sich und legte sich in ihr Bett. Anna und Martha schliefen tief und fest. Wenn sie genauer darüber nachdachte, fand Cristina es erstaunlich, dass sie von den beiden nie erwischt worden war. Mit Valerie im Zimmer war es bereits nach wenigen Tagen passiert.

Als sich die Tür zur Kammer erneut öffnete, tat Cristina so als würde sie schlafen und blickte heimlich unter ihrer Decke hervor. Sie musste aufpassen nicht zu lachen. Valerie war noch immer nackt! Mit zusammengepressten Schenkeln und einem Arm über den Brüsten, versuchte sie die Tür möglichst leise zu schließen. Lucas hatte sich offenbar einen letzten bösen Scherz mit der neuen Magd erlaubt und sie ohne Kleidung durch die Gänge zurückgeschickt.

Im Schein des Mondlichts konnte Cristina die geröteten Pobacken gut erkennen und hatte den Eindruck, dass Valeries Gesicht dem in nichts nachstand. Leise lief diese zu einer Kommode, um sich etwas zum Anziehen zu holen. Die Schublade knarrte laut und von einem Moment auf den anderen verharrte Valerie still auf ihrer Position.

»Was machst du da?«, fragte Anna verschlafen und Cristina wäre vor Schreck fast aus dem Bett gefallen.

»Ich nehme mir etwas zum Anziehen«, erklärte Valerie und griff nach frischer Unterwäsche.

»Wieso bist du nackt?«, kam die nächste Frage von Martha, die ebenfalls aufgewacht war.

»Ich habe mich bekleckert«, log Valerie.

»Beim Schlafen?«, fragte Martha misstrauisch. »Sicher, dass du nicht ins Bett gemacht hast.«

»Sicher nicht«, erklärte Valerie. Sie zog sich etwas an und legte sich in ihr Bett, während die anderen beiden kicherten.

»Dann schlaf jetzt und sei leise«, sagte Anna und drehte sich um. »Naja, zumindest Cristina scheinst du nicht geweckt zu haben.«

Mit einem breiten Grinsen drehte Cristina ihren Kopf zur Seite. Nachdem ihr nächtlicher Ausflug so holprig begonnen hatte, war es am Ende ein tolles Erlebnis gewesen. Aus ihrem Körper wich das Adrenalin und die Erholung, die mit einem Orgasmus einhergeht, stellte sich ein. Wenige Minuten später schlief Cristina tatsächlich.

In den folgenden Tagen war Valerie in der Gegenwart von Lucas offensichtlich unwohl zumute. Jedes Mal, wenn sie ihn sah, lief sie knallrot an und sofern es möglich war, verließ sie den Raum. Der Sohn des Herzogs nahm es mit einem Lächeln wahr, ehe er seinen Blick auf Cristina richtete und ihr zuzwinkerte. Wieder gab es ein Geheimnis mehr, das sie teilten.

Soweit möglich mied Valerie ebenfalls die Gesellschaft von Anna, Martha und Cristina.

»Vielleicht braucht sie nur einen Moment, um sich an uns zu gewöhnen«, meinte Cristina.

Sie nahm mit ihren Freundinnen in der Abendsonne Wäsche ab. Valerie hatte am anderen Ende der Leine begonnen. Dass sie nackt erwischt worden war, war ihr offenbar mehr als nur unangenehm. Von der Idee, sie hätte ins Bett gemacht, ganz zu schweigen.

»Vielleicht muss sie sich mal zeigen lassen, wie man sich lautlos durch die Gänge bewegt«, stellte Martha fest und grinste.

»Wie bitte?«, fragte Cristina.

»Nun, einige stellen sich halt geschickter an, wenn es darum geht sich aus dem Zimmer heraus oder wieder hineinzuschleichen«, erklärte Anna und zwinkerte Cristina zu.

»Ihr wisst Bescheid?« Cristina spürte, wie sie rot wurde.

»Was sollen wir wissen?«, fragte Anna lächelnd und auch Martha zuckte mit den Schultern. »Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst.«

Ende

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8 Kommentare

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30.10.18

Kuchenkartell

Herzog müsste man sein ^^

Ein schöner zweiter Teil mit passender Steigerung in der Handlung. Da hat Lucas souverän reagiert und Valerie wohl die gerechte Strafe für ihre Neugierde erhalten. So ein Früchtchen! ;)

Und Cristina scheint sehr gute und verschwiegene Freundinnen zu haben.

Ich bin gespannt auf Teil 3.

LynoXes:

Sohn eines Herzogs müsste man sein. Naja, vielleicht fällt der Apfel ja auch nicht weit vom Stamm. ;)

Und ja, Freunde / Freundinnen, denen man vertrauen und auf die man zählen kann sind wertvoller als Gold.

Viel Spaß mit dem dritten Teil.

29.08.18

Hausdrache

Erwischt WORDEN war....
Vielleicht nur ein kleiner Tippfehler, ich bin sicher kein Grammatik- u Rechtschreibas......
Ansonsten wieder soooo geile Story, danke für die Mühe u das Lesendürfen.....
Hatte auch schon ähnliche Mittelalter - Fantasien...

LynoXes:

Danke für den Hinweis. Wurde korrigiert. :)

02.07.16

Herrin_Lena

Sehr sehr gut!!
ich hab keine Rechtschreibfehler gesehen, auch dafür ein großes Kompliment!!
Ich persönlich finde diese "mittelalterlichen" Geschichten jedes Mal aufs neue geil.
Die Idee 1 beziehungsweise 3 neue Personen einzubeziehen hat mir auch sehr gut gefallen.
Was ich damit eigentlich sagen will ist:
Mehr
Mehr
Sehr Gut
Große Kompliment
Danke

Herrin_Lena

LynoXes:

Immer wieder toll, wenn eine Geschichte so gut ankommt. Das liest man natürlich gern. Wird auf jeden Fall noch einen dritten Teil geben, für den du mich mit diesem Kommentar sogar etwas inspiriert hast. ;)

29.06.16

akramas

Auch dieser Teil ist Dir wunderbar gelungen und macht Lust auf "MEHR"

Was wissen Martha und Anna genau ? ? Haben sie evtl. selbst ein paar Abenteuer laufen ? ?

Ich bin sicher, dass Dir da noch einiges einfallen wird

Vielen Dank für diese Geschichte

LynoXes:

Was die beiden wissen, werden sie Cristina wohl nicht verraten... ;)

28.06.16

Piluh

Sehr schön geschriebene Geschichte/ Fortsetzung. Oder anders gesagt; Besten Dank für das Klasse Kopfkino.

LynoXes:

Gern geschehen. ;)

26.06.16

Asfahal

Also LynoXes, mit allem hätte ich gerechnet außer mit dieser Fortsetzung. Diese Geschichte unterscheidet sich sehr vom restlichen Inhalt dieser Seite und dieser Unterschied gefällt mir gut.
Allerdings bleibe ich dabei, dass mein Highlight in diesem LynoXes-Jahr Wochenende im Garten 2 sein wird.
Mach weiter so gute Arbeit,
Gruß Asfahal

LynoXes:

Hallo Asfahal, es ist immer schön, wenn man mit einem Text überraschen kann. ;)

26.06.16

Mitternachtskommi

Das ist doch kein Wettlauf :P

Ich muss zugeben, dass mir der erste Teil dieser Geschichte nicht so zugesagt hat, weil er mir recht blass erschien.

Das ist beim zweiten Teil anders. Ein bisschen Spannung und das Spiel mit Macht und Unterwerfung. Was muss Valerie aber auch der Cristina nachschleichen? Im Zweifelsfall hat jedenfalls die Herrschaft Recht.

Da könnte auch gut noch ein dritter Teil folgen ;)

LynoXes:

Du meinst die erotischen Abenteuer von Cristina und Lucas sind noch nicht vorbei? Da könntest Du Recht haben... ;)

26.06.16

Der Zermöhrer

Erster :D

LynoXes:

Damit sollte man(n) nicht immer angeben... :P