Geduldsspiel

Melissa sah sich prüfend in der Küche um. War noch etwas zu tun? Sie hatte die Geschirrspülmaschine ausgeräumt und wieder gefüllt, hatte alle Arbeitsflächen abgewischt und anhand der noch vorhandenen Zutaten die Mahlzeiten für die nächste Woche geplant. Ob sie noch einmal nach der Waschmaschine im Keller schauen sollte?

›Die ist garantiert noch nicht fertig‹, überlegte Melissa.

Wer glaubt, die Mittvierzigerin hätte einen Putzfimmel, irrt gewaltig. Stattdessen versuchte sie sich einmal mehr abzulenken. Von dem was noch vor ihr lag und von dem, was sie gerade an oder besser gesagt nicht anhatte.

Außer einem pinken, eng anliegenden T-Shirt, welches ihre Brüste betonte und knapp unter dem Bauchnabel endete, trug sie nichts. So waren ihr Schambereich und der Po unverhüllt. Es war genau das Outfit, das ihr Herr für jede Bestrafung vorsah. Kaum, dass diese angekündigt war, musste Melissa sich komplett entkleiden und dieses spezielle T-Shirt anziehen.

Durch das Bedecken ihres Oberkörpers war ihr die Nacktheit der unteren Hälfte nur umso bewusste. Jeder Luftzug an ihrem nackten Po erinnerte sie an die anstehende Strafe. Jedes Spiegelbild ihrer rasierten Scham machte ihr klar, dass sie an diesem Tag nicht mit einem Höhepunkt zu rechnen brauchte.

Worauf würde die Wahl ihres Herren heute fallen? Auf das Paddel? Oder die Gerte? Hauptsache nicht wieder auf den Rohrstock! Würde er sich mit sechs Streichen zufriedengeben oder sollte es doch das volle Dutzend werden? Wollte er sie über den Sessel gebeugt sehen wollen oder doch wie ein Käfer auf dem Rücken und die Knie zur Brust herangezogen?

Die Wartezeit konnte eine halbe Stunde oder ein halber Tag sein und war für die Sklavin oft mehr Strafe als die Schläge am Ende. Die waren in ein oder höchstens zwei Minuten verabreicht und anschließend würde sie in den Armen ihres Herren Geborgenheit finden.

»Melissa! Kommst du bitte?«

Endlich.


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