Gewichtige Lektion

Ein paar Handzeichen reichten aus und der Raum leerte sich zügig. Selbst diejenigen, die gerade erst unter die Dusche gegangen waren, zogen tropfnass ihre Klamotten über und suchten das Weite. Mit Dennis und seinen Freunden war nicht zu spaßen.

»Dauert’s noch lange?«, wollte Dennis von Jakob, der noch duschte, wissen.

»Was zum …«, fing der Angesprochene an, ehe er sich umdrehte. »Was willst du?«

»Es wäre ein Anfang, wenn du aufhörst meiner Freundin nachzusteigen und ihr ungefragt Bilder von deinem Schwanz zu schicken.«

»Wieso? Hast du Angst, dass sie erkennt, wie groß die Dinger sein können?«

»Du reißt das Maul ganz schön weit auf.«

»Nicht so weit, wie deine kleine Freundin, wenn sie mir einen bläst«, gab Jakob zurück und grinste.

Ein Nicken von Dennis reichte aus und seine vier Kumpel hatten sich Jakob geschnappt. Splitternackt zerrten sie ihr Opfer aus der Umkleide und zurück in die leere Turnhalle.

»Was denn? Fünf gegen einen?«, wollte Jakob wissen. »Oder halten mich deine Handlanger fest, während du feige auf mich einprügelst?«

»Viel besser«, versprach Dennis.

Jakob wurde unter einen der Basketballkörbe geführt. Während Dennis’ Freunde den Delinquenten im Zaum hielten, wickelte ihr Anführer das Ende eines dünnen Seils mehrfach um Jakobs Hodensack und verknotete es abschließend.

»Schwuchtel!«, presste Jakob hervor.

Dennis lächelte nur, ehe er das Seil hinter Jakob über die Halterung des Basketballkorbs warf. An das lose Ende knotete er ein Zwanzig-Kilo-Gewicht, welches er Jakob in die Hände drückte, nachdem seine Kumpel diesen losgelassen hatten.

»Das könnt ihr nicht machen!« Fassungslos sah Jakob seinen Peinigern nach, während er wiederholt versuchte, das Gewicht mit einer Hand zu halten, um mit der anderen den Knoten des Seils zu lösen. Es ging nicht.

»Ich denke schon«, gab Dennis im Gehen zurück. »In einer Viertelstunde kommen übrigens die Mädels vom Volleyballteam. Viel Spaß.«


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