Das dreizehnte Kleid

»Wie findest du das?«, wollte Yara wissen.

Joel atmete kurz tief durch die Nase ein und dann wieder aus, ehe er von seinem Smartphone aufsah. Natürlich stand seiner Freundin auch das zwölfte Kleid, welches sie anprobierte, ausgezeichnet. So oder so war für sie bisher nichts gut genug.

»Sieht super aus«, gab Joel schließlich zurück.

»Hmmm, ich weiß nicht«, meinte Yara.

Dann wiederholte sich das, was an diesem Vormittag, der sich langsam dem Ende entgegen neigte, schon elfmal passiert war. Die junge Frau betrachtete sich mit kritischem Blick von allen Seiten im Spiegel, verzog das Gesicht und wechselte zum nächsten Kleid.

»Das finde ich gut«, kam es plötzlich von Joel.

»Was meinst …?« Yara brauchte einen Moment, um zu erkennen, was ihr Freund meinte. Der Stoff des Kleidungsstücks war dermaßen dünn, dass ihre Unterwäsche deutlich zu sehen war. »War ja klar, dass dir das gefällt.«

Sie war bereits im Begriff, das Kleid wieder auszuziehen, als Joel sie davon abhielt. »Es steht dir gut und du wirst es anbehalten«, sagte er mit Nachdruck.

Das Funkeln in seinen Augen ließ Yaras Knie zittern. Ohne Vorankündigung hatte das Spiel begonnen.

»Ja«, hauchte sie.

Yara sah nervös dabei zu, wie ihr Freund zuerst die anderen Kleider an ihren Platz zurückbrachte und anschließend ihre Klamotten einsammelte.

»Die Unterwäsche bitte auch«, meinte Joel und hielt ihr wartend eine Hand entgegen.

Die junge Frau kam der Aufforderung zögerlich nach. Nachdem sie ihrem Freund die Unterwäsche gereicht hatte, sah Yara in den Spiegel und erkannte, dass es nun das Schamhaardreieck und ihre Brustwarzen waren, die durch den Stoff schimmerten. Letztere stellten sich zu allem Überfluss hart auf.

»Lass uns zahlen gehen«, kam es von Joel. »Und ich glaube, dass wir uns nach diesem Einkaufsmarathon ein Eis verdient haben. Was meinst du?«

Yara biss sich nervös auf die Unterlippen.

»Klingt verlockend.«

Joel , Yara  

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