Alles gleich, alles anders

Wie von seiner Herrin gewünscht kniete Elyas nackt und mit verbundenen Augen in der Mitte des Hotelzimmers. Die Zugangskarte hatte er bis zur Hälfte durch den Schlitz am Boden der Tür geschoben. Nun hieß es warten.

Elyas wartete nicht auf seine Herrin. Vielmehr verlieh sie ihn alle zwei Wochen an vertraute Personen, damit ihm diese den‌ Po versohlen würden. Der Sklave wusste nie, ob ihn eine Frau oder ein Mann besuchen kam. Oft konnte er es aufgrund eines Parfüms erahnen, hatte aber nie Gewissheit.

Als die Karte endlich durch den Leser an der Tür gezogen wurde und diese daraufhin mit einem lauten Klicken öffnete, richtete Elyas reflexartig seinen Oberkörper ein Stück mehr auf und auch seine Knie bewegten sich ein paar Zentimeter weiter auseinander.

Elyas nahm wahr, wie sich die eingetretene Person um ihn herum bewegte. Die meisten der Gäste taten es und die Beobachtung war Elyas jedes Mal unangenehm. Danach hörte er, wie ein Reißverschluss bedient wurde. Dann kniete sich die Person vor ihn und drückte ihm ein Kondom in die Hand.

Elyas war verwirrt.

Erhielt er heute kein Spanking?

Um Anonymität zu wahren, gab es eine Vielzahl von Gesten, auf die er zu reagieren hatte. Druck von unten gegen das Kinn wies ihn an aufzustehen, die Berührung einer Schulter befahl ihm sich umzudrehen und Druck zwischen die Schulterblätter forderte ihn auf, sich vorzubeugen.

Das Kondom hatte ebenfalls eine Bedeutung.

Elyas kam dieser nach. Nachdem er das Präservativ übergezogen hatte, fing er an, zu masturbieren. Er hatte mittlerweile keine Ahnung mehr, wie viele fremde Personen ihm nach dem Spanking bei dieser intimen Handlung zugesehen hatten, doch wie so oft sorgte die angestaute Erregung dafür, dass er schnell kam.

Elyas wollte sich gerade bedanken, da kam der Druck von unten gegen das Kinn, eine Berührung an der linken Schulter und schließlich Druck zwischen die Schulterblätter. Dann sauste die Gerte durch die Luft. Wieder und wieder.


Klein und gemein!